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28/07/05

Schwerpunkt Erster Weltkrieg

Ein Schwerpunkt auf ARTE - eine fünfteilige Dokumentationsreihe in der ARD: alle Programme im Überblick

Der letzte Deutsche Kaiser - Wilhelm II.
Der Film zeigt, wie der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. Preußens Erbe und die Monarchie unwiederbringlich verspielte und die Welt leichtfertig in den Ersten Weltkrieg - die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" - stürzte. ARTE zeigt diese Sendung als Auftakt zum Programmschwerpunkt "Der Erste Weltkrieg".

Der Untergang des alten Europa
Die Dokumentation beschreibt die große Katastrophe des Ersten Weltkrieges aus einem gesamteuropäischen Blickwinkel. Sie zeigt, dass die Stimmungslage und die ungelösten Spannungen vor 1914 in Europa längst auf Krieg deuteten. Das Attentat von Sarajewo war nicht mehr als ein willkommener Anlass, diesen schon lange geplanten Krieg auszulösen. Vor allem die überlebten und zur Veränderung unfähigen Monarchien in Berlin, Wien und St. Petersburg brauchten ihn. Der Krieg war, wie Historiker sagen, eine Art "Selbstmord aus Angst vor dem Tod". ARTE zeigt diese Sendung innerhalb des Programmschwerpunkts "Der Erste Weltkrieg".

Themenabend: Der Erste Weltkrieg

Mit zwei Dokumentationen analysiert der Themenabend die Besonderheiten des Ersten Weltkrieges. Es geht weniger um Ursachen und Verlauf der kriegerischen Auseinandersetzungen, als vielmehr um die neue Qualität des Krieges, die totale Einbeziehung der "Heimatfront" und den massiven Einsatz von Propaganda. "Man bekämpfte sich, aber man sah sich nicht. Das war nicht wie in den Kriegen alter Zeiten, in denen manchmal Mann gegen Mann gekämpft wurde." Diese Erinnerung des inzwischen 107 Jahre alten französischen Veteranen Georges Ullmann verdeutlicht, dass der im August 1914 begonnene Erste Weltkrieg eine neue Qualität besaß. Nicht nur die Soldaten auf den Schlachtfeldern waren in die Auseinandersetzung involviert. Es entstand eine riesige Rüstungsmaschinerie, die alle Kräfte in der Heimat mobilisierte und für ständigen Nachschub sorgte. Zusätzlich etablierte sich eine allumfassende Kriegspropaganda, die sich zum ersten Mal auch bewegter Bilder bediente und so den Krieg in die Köpfe aller trug.

1914 - 1918: Der moderne Krieg
Bewegungskrieg, Bombenterror, Massenvernichtungswaffen - im Ersten Weltkrieg wurde dies alles zum ersten Mal erprobt. Mit diesem ersten "modernen Krieg" begannen die Schrecknisse des 20. Jahrhunderts.

Der Krieg der Medien - Die Propagandaschlacht im Ersten Weltkrieg
Als Krieg um Identität und als "Kreuzzug gegen das Böse" ist der Erste Weltkrieg zum ersten Mal in der Geschichte auch ein Medienereignis, ein Kampf um Bilder und Begriffe. Die Propaganda legt mehr als jedes konkret zu benennende Kriegsziel unmissverständlich fest, dass der bloße Gedanke an Kompromiss oder Verständigung die Niederlage, den Verrat bedeutet. Ohne diese Propaganda hätte der Krieg keine vier Jahre dauern können.

Trauma Versailles
Viele Deutsche empfanden den Vertrag von Versailles, der das Ende des Ersten Weltkrieges und die Alleinschuld der Deutschen an diesem Krieg besiegelte, als Schmach, Schande und Diktat. Derselbe Vertrag, den die Deutschen als ungerecht und unerfüllbar ansahen, galt den meisten Franzosen als nicht ausreichend, bot er doch in ihren Augen keinen hinreichenden Schutz vor einer weiteren deutschen Aggression. Der Vertrag konnte den erhofften Frieden nicht wirklich schaffen, sondern führte in Deutschland dazu, dass der Krieg im Frieden andauerte: gewalttätige Auseinandersetzungen im Inneren, Putschversuche gegen die Republik, politische Morde und die Konfrontation mit den ehemaligen Kriegsgegnern, vor allem mit Frankreich, kennzeichneten die ersten Jahre der Weimarer Republik.

Außerdem liefen im Ersten folgende folgende Sendungen:

26.07.2004 Mythos Tannenberg


02.08.2004 Gashölle Ypern


09.08.2004 Alptraum Verdun


16.08.2004 Schlachtfeld Heimat


30.08.2004 Trauma Versailles



Für weitere Informationen über den Sendeplatz "Geschichte am Mittwoch" klicken Sie hier!


Bildnachweis 01:
Die Ruinen von Verdun im Jahr 1916. Bei der Schlacht um die französische Stadt (Februar bis Dezember 1916) sind rund 700.000 Menschen umgekommen.
Bildrechte: WDR / (c) dpa
Bildnachweis 02:
Feldpostkarte (in Privatbesitz)

Erstellt: 16-07-04
Letzte Änderung: 28-07-05