Anna Blumbach - „Kurze Nächte“
Der Sexhype muss sein, denn bis jetzt sind Frauen eindeutig benachteiligt - im Bett! Meint Anna Blumbach. Ihr Debütroman „Kurze Nächte“ soll nicht nur ein nettes Sexbuch sein, sondern aufräumen mit solchen überholten Frauenklischees. Schon seit zehn Jahren schreibt Anna über Sex – erst jetzt hat sie einen Verlag gefunden, der ihre expliziten Geschichten auch druckt.Eva Rock ist eine allein erziehende, arbeitslose Architektin Ende 30. Sie versucht es allen recht zu machen – als Mutter UND als begehrenswerte Frau. Und sie scheitert, weil sie nicht ins Klischee passt.
Felicitas Korn - „Auftauchen“
Der Film „Auftauchen“ von Felicitas Korn. 2006 hatte er Premiere – lange vor dem Frauen-Sexhype. Selten wurde Sex im deutschen Kino so explizit gezeigt. Noch nie von einer Frau.Felicitas Korn: "Ich finde, dass viele männliche Regisseure doch eher einen relativ kalten Blick auf Sexualität haben, für mein Empfinden, also relativ distanziert und es ist auch oft Trieb gesteuert, es geht oft auch um so was wie Macht oder ganz klar Obsession. Und mir ging es in Auftauchen darum sehr nah zu sein, sehr natürlich zu sein, auch auf keinen Fall voyeuristisch. Also diese Nähe war mir sehr wichtig und eine Ehrlichkeit, dass es einfach nur darum geht, was empfinden die beiden und worum geht’s in der Beziehung."
Im Film geht es um die schwierige Beziehung von Nadja und Darius. Aber Auftauchen ist kein mit Handlung getarnter Sexfilm. Felicitas ging’s um mehr: "Ich bin der Meinung, dass Körperlichkeit in unserer Gesellschaft stiefmütterlich behandelt wird, dass halt geistige Werte und vor allem der Intellekt einen sehr hohen Stellenwert hat. Und insofern war’s mir einfach sehr wichtig darüber einen Film zu machen und darüber was es für Probleme mit sich bringt, wenn jemand seinen Körper beachtet, und auch mit seinen Körper kommuniziert und darüber auch mit anderen in Kontakt tritt."
"Auftauchen" zeigt Sex in allen Varianten – nicht pornographisch, aber auch nicht pseudo-ästhetisch. Sondern selbstverständlich.
Bambi
Sie weiß wofür sie ihren Körper nutzen will: Bambi und ihre Homepage. Für 9 Euro 95 im Monat gibt’s Bambi da: nackt. Die 26-Jährige hat kein Problem damit, ihr Studium nicht mit Kellnern, sondern mit sexy Fotos und Videoclips zu finanzieren: Aber… auch wenn’s für Bambi normal ist, Bundeskanzlerin wird die Politikstudentin mit DER Internetvergangenheit eher weniger. So weit sind wir dann doch noch nicht… Hochverdiente Feministinnen würden vermutlich protestieren: Bambi verkauft sich im Internet UND fühlt sich auch noch gleichberechtigt! Zumindest beim Thema Sex.Sex verkauft sich halt einfach besser – nur mit Revolution oder Emanzipation hat der Hype nichts zu tun.
Infos
"Kurze Nächte" von Anna Blumbach
beim Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag
Anna Blumbach auf MySpace
"Auftauchen" von Felicitas Korn
Produktion: Erber + Koch Filmproduktion, ZDF, ARTE, Rome Film, Cine Mobil,
FGV Schmidle, HFF München
Mit: Henriette Heinze, Golo Euler, Sabine Bach...
Ausstrahlung auf ARTE Januar 2007







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