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Schiller Schwerpunkt

Am 10. November 2009 jährte sich der Geburtstag von Friedrich Schiller zum 250. Mal. ARTE widmete dem deutschen Dichter einen ganzen Thementag

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Am 10. November 2009 jährte sich der Geburtstag von Friedrich Schiller zum 250. Mal. ARTE widmete dem deutschen Dichter einen ganzen Thementag

Schiller Schwerpunkt

Donnerstag, 05.11.09 um 21.00 Uhr - 05/11/09

Schiller

Nach dem Sensationserfolg seines Dramas "Die Räuber" entflieht der junge Schiller dem unglücklichen Leben als Regimentsarzt des Herzogs und will eine Dichterlaufbahn am Mannheimer Nationaltheater aufbauen. Hier versucht ihm jedoch ein Konkurrent, den Erfolg streitig zu machen.

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1782: Heimlich reitet der 21-jährige Regimentsarzt Friedrich Schiller nach Mannheim zur Uraufführung seines ersten Dramas "Die Räuber". Er erlebt einen überwältigenden Erfolg. Schiller, der seit seinem zwölften Lebensjahr in der Stuttgarter Eliteschule des württembergischen Herzogs Karl Eugen kaserniert war, ist fasziniert von der ungezwungenen Welt des Theaters und flieht heimlich mit seinem Freund Andreas Streicher mit nichts als zwei unbrauchbaren Pistolen im Gepäck in die Kurpfalz - mitten hinein in das aufregende und intrigante Leben am Mannheimer Hof- und Nationaltheater.
Doch sein neues Stück "Fiesko" findet beim Intendanten Dalberg nicht die erwartete Begeisterung und für die Stelle des Hausautors gibt es einen höchst erfolgreichen Konkurrenten: den gleichaltrigen Schauspieler und Autor August Wilhelm Iffland. Dieser wirbt auch noch für dieselbe Frau wie Schiller, die bezaubernde Nachwuchsschauspielerin Katharina Baumann. Bedroht von einer Gefängnishaft wegen seiner Schulden und verfolgt von den Soldaten des Herzogs, kämpft der geniale Dichter fieberhaft um Anerkennung und Erfolg.

Regisseur Martin Weinhart lässt in seinem mitreißenden, emotional aufgeladenen Film das Leben des gerade einmal 21-jährigen Schiller aufleuchten - als junger "Shooting star", nach Schillers erstem großen Erfolg mit dem Revolutions-Theaterstück "Die Räuber". Martin Weinhart, der in Zusammenarbeit mit Hendrik Hölzemann auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, schrieb und inszenierte 1993 den Kinofilm "Durst". 1998 folgte der Film "El Escorial" und darauf zahlreiche Regieaufträge wie "Anwalt Abel - Der Voyeur und das Mädchen" (2000), "Das Psychogirl" (2000), "Tatort - Leyla" (2003) sowie zwei Episoden für die Serie "SOKO Köln": "Letzte Ausfahrt Chorweiler" (2006) und "Allein unter Nachbarn" (2006).



Matthias Schweighöfer ist in der Rolle des jungen Genies Schiller zu erleben; 1981 als Sohn der Schauspieler Gitta und Michael Schweighöfer geboren, stand er bereits als 16-Jähriger in "Raus aus der Haut" (1997) von Andreas Dresen vor der Kamera. Für Zoltan Spirandellis "Verbotenes Verlangen" (1999) erhielt Schweighöfer 2000 den Deutschen Fernsehpreis als bester Nachwuchsdarsteller. 2003 wurde er für seine Rolle in Dominik Grafs "Die Freunde der Freunde" mit dem Adolf-Grimme-Preis und der Curd Jürgens Gedächtniskamera für den besten Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet. Preisgekrönt wurde er 2003 für "Soloalbum" (2003, Regie: Gregor Schnitzler) mit dem New Faces Award und 2005 für "Kammerflimmern" (2004, Regie: Hendrik Hölzemann) mit dem Bayerischen Filmpreis in der Kategorie "Bester Darsteller". Einen Sonderpreis für herausragende darstellerische Leistung erhielt Matthias Schweighöfer 2004 beim Fernsehfilmfestival Baden-Baden für "Baal" (2004, Regie: Uwe Janson) und "Kalter Frühling" (2004, Regie: Dominik Graf). 2006 wurde Schweighöfer mit dem DIVA-Award als Schauspieler des Jahres für "Schiller", "Kammerflimmern" und "Polly Blue Eyes" (2005, Regie: Tomy Wigand) ausgezeichnet. Es folgten "Keinohrhasen" (2007, Regie: Til Schweiger) und das Abenteuer-Drama "Der rote Baron" (2008, Regie: Nikolai Müllerschön). 2007 erhielt Schweighöfer als bester männlicher Hauptdarsteller den Bambi. Der jüngste, von ARTE koproduzierte Fernsehfilm mit Matthias Schweighöfer ist "Marcel Reich-Ranicki - Mein Leben" (2009 Regie: Dror Zahavi). Aktuelle Projekte des Schauspielers sind "Zwölf Meter ohne Kopf" (Regie: Sven Taddicken), "Friendship" (Regie: Markus Goller) und "Zweiohrküken" (Regie: Til Schweiger).

Teresa Weißbach, die die musenhafte Katharina Baumann gibt, 1981 geboren, wurde durch ihre Rolle in Leander Haußmanns "Sonnenallee" bekannt. 2004 war sie in dem Kinofilm "Die Boxerin" (Regie: Catharina Deus) zu sehen. Weitere Fernsehproduktionen waren "Tatort - Das Ewig Böse" (2006, Regie: Rainer Matsutani), "Freiwild" (2007, Regie: Manuel Siebenmann) und "Mein Herz in Chile" (2008, Regie: Jörg Gründer). In Kürze wird der Kinofilm "Armee der Stille - La Isla Bonita" (2009 Regie: Roland Lang) erscheinen.

Barbara Auer, als einflussreiche Caroline Wiethoeft zu bewundern, erhielt 1993 den Deutschen Filmpreis für ihre Rolle in Vivian Naefes "Meine Tochter gehört mir", den Telestar für "Der große Abgang" (Regie: Nico Hofmann) und wurde für den deutschen Filmpreis für "Die innere Sicherheit" (2000, Regie: Christian Petzold) nominiert. Sie überzeugte in "Warten ist der Tod" (1998, Regie: Hartmut Schoen) und "Stille Nacht, heilige Nacht" (1999, Regie: Thomas Stiller) ebenso wie in den Kinofilmen "Sergeant Pepper" (2004, Regie: Sandra Nettelbeck) oder "Die andere Frau" (2004, Regie: Margarethe von Trotta). 2007 wurde Barbara Auer für den Deutschen Filmpreis für "Der Liebeswunsch" (2006, Regie: Torsten C. Fischer) nominiert. Des Weiteren war sie zu sehen in "Yella" (2007, Regie: Christian Petzold) und "Effi Briest" (2009, Regie: Hermine Huntgeburth).

Jürgen Tarrach, der den Intendanten Wolfgang von Dalberg gibt, Jahrgang 1960, wurde 1994 für die TV-Serie "Um die 30" von Ralf Huettner entdeckt, der ihm die Titelrolle für die erfolgreiche Fernsehserie "Die Musterknaben" (1996/97) auf den Leib schrieb. Tarrach spielte in "Drei Chinesen mit dem Kontrabass (2000, Regie: Klaus Krämer). Überzeugend stand er in "Schwabenkinder" (2003, Regie: Jo Baier) und "Die Klasse von '99" (2003, Regie: Marco Petry) vor der Kamera. Es folgten die Kinofilme "Freischwimmer" (2008, Regie: Andreas Kleinert) und "Plötzlich Millionär" (2008, Regie: Martin Gies). Anfang dieses Jahres spielte er die Hauptrolle in "Ein Mann, ein Fjord!" (Regie: Angelo Colagossi).

Ulrich Noethen, der in der Rolle des Buchhändlers Schwan zu sehen ist, Jahrgang 1959, begann seine Schauspielkarriere am Theater und arbeitete unter anderem mit Frank Castorf zusammen. Ulrich Noethen hat in einer Reihe hochkarätiger Fernsehproduktionen mitgewirkt, darunter: "Tatort - Frau Bu lacht" (1995, Regie: Dominik Graf) und "Der Skorpion" (1996, Regie: Dominik Graf). Für seine Darstellung in dem TV-Film "Der Ausbruch" (1997, Regie: Mark Schlichter) wurde Ulrich Noethen 1997 mit dem Goldenen Löwen und dem Bayerischen Fernsehpreis, für Joseph Vilsmaiers Erfolgsfilm "Comedian Harmonists" mit dem Bundesfilmpreis und dem Bayerischen Filmpreis 1998 ausgezeichnet. 1998 folgte der Kinofilm "Viehjud Levi" (Regie: Didi Danquart) und 2002 "Väter" (Regie: Dani Levy). 2004 erregte er Aufsehen mit seinem Auftritt in Oliver Hirschbiegels Drama "Der Untergang", in dem Noethen den SS-Führer Heinrich Himmler verkörperte. 2006 erhielt Noethen für "Die Luftbrücke - Nur der Himmel war frei" (2005, Regie: Dror Zahavi) den Deutschen Fernsehpreis und die Goldene Kamera. Für den Kinofilm "Ein fliehendes Pferd" (2007, Regie: Rainer Kaufmann) wurde Noethen für den Deutschen Filmpreis nominiert. Weitere Auszeichnungen folgten 2008 mit dem deutschen Kritikerpreis für "Mein Führer" (2007, Regie: Dani Levy) und 2009 mit dem Adolf-Grimme-Preis für die zweiteilige Fernsehproduktion "Teufelsbraten" (2007, Regie: Hermine Huntgeburth).

Robert Dölle, der das Gegenüber Schillers - August Wilhelm Iffland - spielt, ist neben seinen Rollen in "Rosenstraße" (2003, Regie: Margarethe von Trotta), in "Die weiße Massai" (2005, Regie: Hermine Huntgeburth) und in "Vier Töchter" (2006, Regie: Rainer Kaufmann) hauptsächlich auf der Bühne der Münchener Kammerspiele zu Hause.

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Schiller
Fernsehfilm von Martin Weinhart
Drehbuch: Martin Weinhart, Hendrik Hölzemann, Kamera: Klaus Eichhammer, Musik: Thomas Osterhoff, Redaktion: Thomas Martin, Andreas Schreitmüller, Jörg Klamroth, Karlheinz Staamann, Bettina Ricklefs, Schnitt: Christian Nauheimer; Ton: Thomas Meyer, Produktion: Maran Film, Produzent: Uschi Reich, Michael Hild
Mit: Matthias Schweighöfer (Schiller), Teresa Weißbach (Katharina Baumann), Robert Dölle (August Wilhelm Iffland), Christian Näthe (Andreas Streicher), Barbara Auer (Caroline Wiethoeft), Jürgen Tarrach (Wolfgang von Dalberg), Timo Dierkes (Herzog Karl Eugen), Ulrich Noethen (Buchhändler Schwan)
ARTE/SWR, Deutschland 2004

Erstellt: Fri Oct 23 12:00:00 CEST 2009
Letzte Änderung: Thu Nov 05 15:21:58 CET 2009