Seit fünfundzwanzig Jahren versammeln sich die Mechanik-Freaks alljährlich beim Rube Goldberg-Wettbewerb. Vierhundertfünfzig Teams treten an, doch nur neun schaffen es ins große Finale von Indiana.
Die Aufgabe, die ihren Erfindungen dieses Jahr gestellt wird, klingt simpel: Einen Luftballon aufblasen und zum Platzen bringen. Doch das so umständlich wie möglich - logisch.
"Zum Beispiel waren die iPods zuerst wahre Ziegelsteine. Wer die an den Kopf bekam, hatte eine Gehirnerschütterung. Aber der, den ich neulich gekriegt habe, ist so winzig, dass ich ihn verlieren werde, oder aufesse, wenn er auf dem falschen Stapel liegt. Diese Phänomene hat Rube Goldberg mit seinen Zeichnungen auf die Schippe genommen. Und wir wollen mit unseren Maschinen dasselbe tun." Zach Umperovitch
Rube Goldberg und der Fortschritt sind keine Freunde. Die Stadt San Francisco stellt ihn 1904 als Kanalisations-Ingenieur an, doch nach sechs Monaten ist Schluss. Verärgert über die vielen Maschinen, die unseren Alltag erobern, wird Rube Cartoonist. Wie sein Freund Charlie Chaplin nimmt er die modernen Zeiten auf die Schippe und zeichnet Maschinen, die mindestens so nutzlos wie komplex sind.
Bald lacht ganz Amerika über seinen Karikaturen, und “Rube Goldberg“ wird zu einem fest stehenden Begriff, wie “kafkaesk“.
Der sechsundzwanzigjährige Joseph Herscher hat sich in Williamsburg niedergelassen, dem ehemaligen Industriegebiet von Brooklyn. In dieser Monstermaschinen-Kulisse fühlt sich der Wohnzimmer-Mechaniker wie zuhause.
Der Sohn eines Jazzpianisten und einer Klezmer-Musikerin wächst in Neuseeland auf und entwickelt eine Vorliebe für schwierige Aufgaben und ihre Lösungen.
"Unser Leben ist vollgestopft mit Technologie und wir sind so besessen von Effizienz, dass wir schnell den Kontakt zur Welt, die uns umgibt, verlieren. Wenn ich meine Maschinen baue, habe ich das Gefühl, mit ihr verbunden zu sein und das möchte ich anderen vermitteln. Wahrscheinlich ist das einer der Gründe, warum die Leute meine Sachen so mögen. Wir sind von so viel Hightech umgeben, da wird ein menschliches Video voller Low-Tech zu einer echten Delikatesse." Joseph Herscher
Um “Creme that Egg“ umzusetzen - zweieinhalb Minuten voller Gerolle, Geklacker und Geklapper – tüftelt Joseph neun Monate lang in seinem Wohnzimmer.
Kameraman: Anne-Cécile Genre
Tonmeister: Iris Lebrun






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