Die Buchmesse boomt, aber wie geht es der Buchbranche und insbesondere den kleinen Buchhandlungen wirklich? Der Trend zum Einkauf im Netz macht auch vor dem Buch nicht Halt und in Frankreich ist die Situation der kleineren Buchhändler prekärer als in Deutschland, wo die feste Preisbindung strikter gehandhabt und schnelle Verfügbarkeit der Titel von einem Tag auf den anderen noch eine Selbstverständlichkeit ist. Um mit Großbuchhandlungen wie der FNAC überhaupt konkurrieren zu können, müssen sich die kleineren Buchhändler in Frankreich etwas einfallen lassen – so sind sie vielfach der einzige Ort, an dem Autoren ihre Bücher vorstellen können, an dem Lesungen stattfinden. Und diese meinungsbildende Funktion ist umso wichtiger als im französischen Feuilleton die Literaturkritik eine vergleichsweise unbedeutende Rolle spielt.Es gibt also viel zu lernen über Lesekultur und Buchmarkt bei einem Austausch von deutschen und französischen Buchhändlern. Gelegenheit dazu bietet das Deutsch-Französische Jugendwerk zusammen mit dem Bureau International de l’Edition Francaise (BIEF) und der Frankfurter Buchmesse mit einem viermonatigen deutsch-französischen Programm für junge Buchhändler/innen und Verlagskaufleute, das nunmehr 16 Jahre besteht. Finanziert wird das Projekt vom Deutsch-Französischen Jugendwerk, das sich nicht nur die Förderung von Schülern auf die Fahnen geschrieben hat, sondern junge Menschen zwischen drei und dreißig zu erreichen sucht, die noch mehr über das andere Land wissen sollten und dadurch den Kulturaustausch fördern helfen.
BIEF, Bureau International de l'Edition Française






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