Synopsis: Der 51-jährige Dan Foremann (Dennis Quaid) kann mehr als zufrieden sein: Er ist Anzeigenleiter eines grossen Magazins, glücklich verheiratet und hat zwei Töchter. Als sein Verlag mit einer anderen Firma fusioniert, wird er selbst degradiert und bekommt einen neuen Chef vor die Nase gesetzt: Carter Duryea (Topher Grace) ist Harvard-Absolvent und grade mal halb so alt wie Dan.
Kritik: Mit
About A Boy (2002) gelang Paul Weitz gemeinsam mit seinem Bruder Chris Weitz eine rundum gelunge Komödie mit brillantem Wortwitz. Die Erwartungen sind nach solch einem Treffer selbstverständlich entsprechend hoch. Paul Weitz stellt erneut unter Beweis, dass er nicht auf den Mund gefallen ist.
In Good Company – zu der er auch selbst das Drehbuch verfasst hat – ist ein gute Marketingsatire, die eine romantische Liebesgeschichte gut einzuflechten weiss. Leider aber fehlt dem Film ein wenig die Bissigkeit des Vorgängers, die wohl weniger aus der Feder der beiden Weitz-Brüder stammte als vielmehr aus der des Buchautors Nick Hornby.
Doch die gelungene Besetzung gleicht dies aus. Allen voran Dennis Quaid als Dan Foremann und Topher Grace als neuer Chef Carter Duryea. Die Chemie zwischen den beiden Schauspielern stimmt und so mag man ihnen gerne bei ihren Querelen zusehen. Die beiden spielten schon einmal in Steven Soderberghs TRAFFIC zusammen, Topher Grace hatte die Rolle des snobistischen, drogensüchtigen Freundes der Douglas Tochter. Aus dem anfänglichen Generationenkonflikt entwickelt sich nach und nach eine generationenübergreifende Freundschaft, aus der anfänglichen gegenseitigen Ignoranz wird tiefer Respekt. Dies wirkt bisweilen schon recht dick aufgetragen, aber in einer Satire geht das in Ordnung. Scarlett Johansson als Tochter Alex wird nicht nur Carter den Kopf verdrehen.
Sie verfällt dem seltsamen Charme Carters und er beginnt eine Liaison mit ihr. Carter holt sich die Lebensratschläge gern von Dan, und der rät ihm, mit der Frau die er liebt einen „Fuchsbau“ zu graben, in dem nur sie beide sind. Als Carter Alex ins Ohr flüstert, dass er gerne mit ihr „in einem Fuchsbau sein würde“ meint sie entrüstet „Aber wir sitzen doch in deinem Porsche“. Die Verführung gelingt trotzdem. Dank Dan bekommt Carter ein ganz anderes Empfinden für seine Umwelt, das sich selbst in seinem Joggingverhalten zeigt. Hielt er sich zu Beginn des Films auf einem Laufband in seiner Wohnung fit – inklusive Flachbildschirm an der Wand mit einer Einspielung wilder Dschungeltiere – so läuft er am Ende des Films am richtigen Meer entlang – allerdings immer noch telefonierend.
Nana A.T. Rebhan