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Schön anzuschauende, aber oberflächliche Verfilmung des Colette-Romans, mit großen Schauspielern, die in schönen Kostümen amüsante Dialoge sprechen.

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17/09/03

Regie

James Mangold (Regie)

JAMES MANGOLD setzt mit IDENTITÄT, seiner fünften Spielfilmregiearbeit, seine Erforschung unterschiedlichster Genres fort. Dabei hält er aber weiterhin an seinen Vorlieben fest, die all seine Arbeiten kennzeichnen: brillant zusammengestellte Darstellerensembles, hervorragende Schauspielerleistungen, beeindruckende Bilder und das Thema des Außenseiters in einer Gruppe.

Sein jüngster Film, Kate & Leopold (2001) mit Meg Ryan und Hugh Jackman, sowie Breckin Meyer, Bradley Whitford und Liev Schreiber, orientierte sich an den romantischen Komödien der 40er und 50er Jahre, die Mangold bewundert. Diese Fantasy-Geschichte über Liebe, Schicksal und verlorene Kunst der Höflichkeit wurde für zwei Golden Globes nominiert.

Davor hatte Mangold nach einem von ihm mitverfassten Drehbuch den Film Girl, Interrupted (Durchgeknallt - Girl, Interrupted, 1999) mit Winona Ryder, Angelina Jolie, Brittany Murphy, Whoopi Goldberg, Clea DuVall und Vanessa Redgrave gedreht. Dabei handelte es sich um eine Adaption von Susanna Kaysens Memoiren über ihren zweijährigen Aufenthalt in psychiatrischen Anstalt. Die Los Angeles Times lobte Girl, Interrupted für seine „Reinheit und die Anmut der Hauptdarstellerinnen". Jolie gewann für ihre Leistung einen Oscar als beste Nebendarstellerin.

Sein Regiedebüt hatte Mangold 1996 mit Heavy, einem beinahe dialogfreien Film über einen übergewichtigen Koch, gegeben. Der Film feierte seine Premiere beim Sundance Film Festival, wo er den Großen Preis für die beste Regie gewann. Anschließend war er in der Quinzaine in Cannes zu sehen.

Der Film mit Liv Tyler, Pruitt Taylor Vance, Deborah Harry und der zweifachen Oscar-Gewinnerin Shelley Winters in den Hauptrollen wurde als "Schauspieler-Zehnkampf" (Spin), "beinahe ein Meisterwerk" (Toronto Globe), "auf stille Weise erderschütternd, eloquent und zielstrebig" (Janet Maslin, The New York Times) und "einer der besten Filme des Jahres" (Roger Ebert) beschrieben.

Während der Fertigstellung von Heavy schrieb Mangold Cop Land, ein Polizeidrama, das von einem mit vielen New Yorker Polizisten bevölkerten Ort in Hudson Valley inspiriert wurde, in der der Filmemacher aufwuchs. Produzentin Cathy Konrad machte Harvey und Bob Weinstein von Miramax auf den Stoff aufmerksam, die Mangold sofort unter Vertrag nahmen.

Besetzt mit Schauspielgrößen wie Sylvester Stallone, Robert DeNiro, Harvey Keitel und Ray Liotta, feierte Cop Land einen großen Erfolg bei der Kritik und belegte im August 1997 Platz eins der US-Charts - mit dem bis dahin umsatzstärksten Wochenendergebnis in der Geschichte von Miramax. Janet Maslin schrieb in der New York Times: „Wohin sich die Kamera in diesem angespannten und leicht entzündbaren Drama auch wendet, findet sie für einen derart gezielt konventionellen Film dennoch unentwegt interessante Dinge."

Mangold ist der Sohn zweier erfolgreicher Maler und machte seinen Abschluss am California Institute of Arts, wo er unter Alexander Mackendrick (Sweet Smell of Success, The Ladykillers) studierte. Dank einer Anzahl beeindruckender Studentenfilme landete der erst 21-Jährige einen Autoren- und Regiedeal bei Disney, wo er einen Fernsehfilm und den Zeichentrickfilm Oliver & Company (1988) schrieb. Später machte er noch seinen Master auf der Columbia University.

Erstellt: 20-04-04
Letzte Änderung: 17-09-03