UrsacheDie Gründe für eine Rechenschwäche können vielseitig sein. Möglich sind beispielsweise neuropsychologische Ursachen wie eine eingeschränkte Verarbeitung im Gehirn. Auch entwicklungspsychologische Ursachen und genetische Faktoren können eine Rolle spielen.
Symptome
Von einer Dyskalkulie oder Rechenstörung kann unter anderem nur dann gesprochen werden, wenn ein Kind sehr viel schlechtere Leistungen im Rechnen zeigt, als man es aufgrund seiner allgemeinen Intelligenz und seines Alters erwarten würde. Oft treten bereits im Vorschulalter Schwierigkeiten auf Zahlen, Mengen und Größen zu erfassen und einzuschätzen. Meist kommen die Kinder lange nicht ohne Zählhilfen wie Finger oder Stifte aus. Später haben sie Schwierigkeiten, im Hunderter- und Tausender-Zahlenraum zu rechnen. Im Alltag fehlt häufig das Verständnis für Tage und Wochen. Eine Uhr oder ein Preisschild zu lesen wird zum Problem. Auch einen Tisch für eine bestimmte Anzahl an Personen zu decken, kann zu einer unüberwindbaren Hürde werden. Kinder mit einer Rechenstörung sind nicht dümmer als andere Kinder. Sie können in vielen Bereichen ebenso gute als auch bessere Leistungen gegenüber anderen Kindern vollbringen.
Diagnose
Um festzustellen, ob eine Dyskalkulie vorliegt, müssen zunächst verschiedene andere Ursachen überprüft und ausgeschlossen werden. Dazu gehören z.B. neurologische Erkrankungen oder psychische Auffälligkeiten. Die Rechenleistung kann dann mit einem standardisierten Test ermittelt werden. Hinzu kommt eine Überprüfung der allgemeinen Intelligenzentwicklung.
TherapieEine Rechenschwäche drückt sich bei jedem Kind anders aus. Deshalb kann eine Behandlung nur erfolgreich sein, wenn sie jedem Kind individuell angepasst wird. Die Therapie beginnt auf der derzeitigen Leistungsstufe des Kindes. Das Förderprogramm wird gemeinsam mit Schule, Elternhaus und Fachkräften abgestimmt. Schnelle Erfolge sind jedoch nicht zu erwarten. Oft haben sich die Probleme über längere Zeit aufgebaut. Hoch motiviert sind Kinder bei der Sache, wenn sie spielerisch lernen können. Um mathematische Fähigkeiten zu trainieren, gibt es eine Reihe von Gesellschaftsspielen. Schon Mühe und Fleiß sollten immer gelobt, kleine Erfolge können belohnt werden. Positiver Nebeneffekt: Auf diese Weise wird auch das Selbstvertrauen des Kindes gestärkt. Betroffene Kinder können das Lernen vereinfachen, in dem sie in überschaubaren Stoffeinheiten und in einem bestimmten Zeitrahmen arbeiten. Überforderung frustriert und verringert die Lernmotivation. Farben können zum Hervorheben und Kennzeichnen verwendet werden. Das erleichtert das Strukturieren von Zahlen. Kinder sollten beim Lernen alle Sinne nutzen. Sie können sich den Stoff beispielsweise durch lautes Mitsprechen, Nachsprechen oder durch Visualisieren besonders gut einprägen.
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HIPPOKRATES - Gesundheitsmagazin
Dienstag, 13. Juni 2006 um 14.00 Uhr
Wiederholung vom 24. Mai 2005
Redaktion: Heidemarie Petters Koproduktion ZDF -ARTE G.E.I.E.






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