„Das ist ein Störfaktor, den man unterbinden muss.“
Die Antwort kommt wohl aus meiner unkonventionellen Art zu leben und Politik zu machen, die bei der Staatsgewalt ein Ohnmachtsgefühl ausgelöst hat. Denn mein Handeln richte ich nicht nach Gesetzen, sondern nach meinem Gewissen. Es passt in keine Denkschublade. Diese Kreativität ist eine Waffe, die der politische Gegner und die Institutionen, die seine Interessen mit deren Durchsetzung beauftragt hat, fürchtet.
Einen kleinen Einblick in mein ach so „störendes“ aktivistisches Leben liefere ich euch gerne.
Ein selbstbestimmtes buntes Leben
Privatleben und Politik kann ich nicht voneinander trennen. Ich lebe, so weit es geht, im Einklang mit meinen Ideen und experimentiere gerne. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Meine Ideen sind oft Utopien, aber machbare Utopien, ich setze viel davon um, und das ist ein volles, spannendes und oft nicht einfaches Leben!
Ich lebe in einem Bauwagen am Ortsausgang von Lüneburg. (Siehe Fotoalbum) Auf dem Platz leben ca. 10 weitere Menschen in ihren fliegenden Bauten. Es ist ein Freiraum für alternatives Leben. Solar- und Windenergie gehören dazu. Ob Gespräche, gemeinsames Kochen und Essen, Gartenanbau, Wasser holen oder Holz hacken, ein Großteil des Lebens findet draußen statt. Wärme gibt es nicht nur durch unsere Öfen, sondern auch durch die Gemeinschaft. Menschliche Wärme. Dies schätze ich sehr. Wenn die Rheumaschmerzen mich zu sehr behindern, kann ich auf die Solidarität der Gemeinschaft rechnen, es findet sich immer jemand, der mir Wasser oder Holz vorbei bringt.
Spaß haben wir oft beim „containern“. Kleidungen und Lebensmittel holen wir uns aus den Müllcontainern der Wegwerfgesellschaft. Wir lassen uns überraschen, der Zufall bestimmt den Speiseplan: Werde ich dieses mal 40 Bananen oder 10 Kilo Erdbeeren herausfischen? (Siehe Fotoalbum)Werde ich dieses mal 40 Bananen oder 10 Kilo Erdbeeren herausfischen?
Dieser Lebensstil ermöglicht mir ein selbstbestimmtes freies Leben, weitgehend unabhängig von Geld. Ich will nicht außerhalb der Gesellschaft leben, aber ein System, was im Namen von Profit die Erdressourcen verschwendet, will ich nicht unterstützen. Schrumpftum statt Wachstum lautet die Devise – vive la décroissance !
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