Ein Jahr später geben Musiklehrer aus Frankreich ein Konzert in Jerusalem und in Ramallah: Ramzi ist einer von zwei Schülern, denen sie das Angebot machen, Geige am Konservatorium von Angers zu studieren.
Schon während seiner Studienjahre denkt er darüber nach, wie er einmal den Kindern in den Palästinensischen Gebieten Musikunterricht anbieten könnte – Musik spielte damals kaum eine Rolle in ihren Lehrplänen.
Der ARTE-Reporter lernte Ramzi vor sieben Jahren kennen und drehte damals ein Porträt von ihm. Sieben Jahre später fuhr er wieder zu ihm und erlebte, wie aus der Idee des Jungen Wirklichkeit geworden ist: Sein Verein Al Kamandjati (der Geiger auf Arabisch) hat Erfolg, die Musik und wie man lernt sie zu spielen, beginnt allmählich wieder eine Rolle zu spielen bei den Palästinensern. Aus dem Steinewerfer ist ein Musiker und ein Lehrer geworden. Ramzis Geschichte könnte als Vorbild dienen und als Ansporn, den Weg des Friedens zwischen Israel und Palästina weiter voranzuschreiten, trotz aller politischen Konflikte.
Hören Sie zu!
Die junge Ala nimmt Geigenunterricht bei Alessio, einem 35-jährigen Italiener, der die berühmte Mailänder Scala verlassen hat, wo er fünf Jahre lang gespielt hatte. Heute verdient er zwar weniger als 2000 Euro im Monat, aber dafür fühle er hier einen echten zwischenmenschlichen Austausch.
Ramzi Abu Redwan spielt Bratsche im Vereinszentrum Al Kamandjati in Ramallah. Der frühere Aktivist, der während der ersten Intifada 1987 sehr engagiert war, hat letztlich die Musik dem Steinewerfen vorgezogen. Al Kamandjati (arab. für Violinist) gibt seit 2005 palästinensischen Kindern kostenlosen Musikunterricht.






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