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Der öffentlich-rechtliche europäische Kulturkanal ARTE hat den Auftrag, Fernsehsendungen zu gestalten und auszustrahlen, die das Verständnis und die Annäherung (...)

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Ausstellung in der ARTE Zentrale - 30/06/10

ROBOTLAB Portraitzeichnungen

Vom 14. Oktober zum 20. November 2009 ARTE - 4 quai du Chanoine Winterer FR - Strasbourg


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Die Künstlergruppe robotlab wurde im Jahr 2000 von den drei Mitgliedern Matthias Gommel, Martina Haitz und Jan Zappe am Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, gegründet.
Seitdem arbeitet robotlab als unabhängige Gastkünstlergruppe im ZKM Institut für Bildmedien an Installationen und Performances mit Industrierobotern.
robotlab setzt die normalerweise in industriellen Produktionsprozessen verwendeten Roboter als Ready-mades in seinen
Kunstprojekten ein. In den Installationen von robotlab befindet sich die Maschine in stets autonomen, kreativen Positionen.
Auf verschiedensten Ebenen werden so Mensch-Maschine- Beziehungen thematisiert. Anfänglich war die Arbeit von robotlab gekennzeichnet durch öffentliche Experimentierlabors und experimentelle Anordnungen, bei denen der Besucher auf vielfältige Weise mit den Robotern interagieren konnte.
Diesem Roboterlabor folgten zahlreiche Installationen und Performances, in denen die Roboter in immer neue thematische oder kulturelle Kontexte eindrangen.

Autoportrait
Portraitzeichnungen aus der Hand eines Roboters


Ein Roboter portraitiert Menschen. Mit einem Stift in der Hand bietet er einen ungewöhnlichen Dienst an. Vor ihm befindet sich ein Zeichenbrett und für das Modell steht ein Hocker bereit.
Sobald ein Besucher Platz nimmt, beginnt der Roboter sein Werk. Mit Kamerablicken erfasst der Maschinenkünstler das Gesicht und erstellt mit geschickt anmutenden Handbewegungen ein gezeichnetes Abbild der Person.
Das Ergebnis ist individuell und nicht vorhersehbar. Die handwerklichen Fähigkeiten des Roboters und seine Möglichkeiten die charakteristischen Merkmale eines menschlichen Gesichts zu erkennen prägen den ihm eigenen, typischen Zeichenstil.

Nach dem Zeichenvorgang wischt der Roboter seine Zeichnung eigenhändig mit einem Schwamm wieder aus.

Gleichgültig hinterlässt die Maschine kein Erinnerungsbild von der Person, die ihm gegenüber saß und nun dem Löschprozess seines eigenen Abbildes beiwohnt.

In autoportrait stehen Maschine und Besucher im Verhältnis von Portraitierendem und Modell, von Künstler und Auftraggeber. Der kreative Akt liegt hier bei der Maschine, jedoch ist ihre abbildende Funktion selbst Abbild menschlicher Kreativität.

Mit seinen ersten Zeichnungen hat ‘autoportrait’ den bekannten Künstler und Medientheoretiker Peter Weibel im ZKM porträtiert.

Mehr über ROBOTLAB :
www.robotlab.de


Ein besonderer Dank geht an die Ausstellungssponsoren ZKM - Zentrum für Kunst und Medientechnologie, sowie KUKA Roboter GmbH Augsburg.

Erstellt: 13-10-09
Letzte Änderung: 30-06-10