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Meine Wiederholung
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Die Marquise von O

Italien, 1799. Als russische Soldaten drohen, die Marquise von O. zu vergewaltigen, schreitet ein junger Offizier ein und rettet sie.

Montag, 16. Juli 2012 um 14.35 Uhr

Wiederholungen:
21.08.2012 um 14:40
Die Marquise von O
(Frankreich, Deutschland, 1976, 98mn)
ARTE F
Regie: Eric Rohmer
Drehbuch: Eric Rohmer, nach einer Geschichte von Heinrich von Kleist
Kamera: Néstor Almendros
Schnitt: Cécile Decugis
Darsteller: Edith Clever (Die Marquise), Bruno Ganz (Der Graf), Edda Seippel (Die Mutter, Die Obristin), Peter Lühr (Der Vater, Der Obrist), Otto Sander (Der Bruder, Der Forstmeister), Eduard Linkers (Der Arzt)
Produktion: Janus Films, Les Films du Losange
Produzent: Klaus Hellwig, Barbet Schroeder

Nativ HD

Italien, 1799. Als russische Soldaten drohen, die Marquise von O. zu vergewaltigen, schreitet ein junger Offizier ein und rettet sie. Wenig später erfährt die Marquise, dass sie schwanger ist, ahnt aber nicht, wie es dazu kommen konnte. Von ihrer Familie verstoßen, macht sie sich auf die Suche nach einem Vater für das Kind.

Während der Koalitionskriege in Italien im Jahre 1799 nehmen die russischen Truppen eine Festung in der Lombardei ein. Einige russische Haudegen drohen die Tochter des Gouverneurs, die Marquise von O. zu vergewaltigen. Doch ein Offizier der feindlichen Armee schreitet ein und rettet sie vor dem Übergriff. Der gut aussehende Mann erklärt der Marquise wenig später seine Liebe und seinen Willen, sie zu heiraten. Die junge verwitwete Marquise, eine sehr zurückhaltende Person, lässt ihren Verehrer warten. Als der Marquise klar wird, dass sie schwanger ist, ohne zu wissen, wie es dazu gekommen ist, verstößt ihr Vater sie. Die Marquise entscheidet sich, mittels einer Annonce nach dem Vater des Kindes zu suchen und ihm eine Heirat anzubieten. Es antwortet jemand auf ihre Anzeige, und zwar der gut aussehende Offizier, den sie für ihren Retter hält. Doch der Mann muss ihr ein Geständnis machen ...

Eric Rohmer hat die "Marquise von O." nach der gleichnamigen Novelle von Heinrich von Kleist in Szene gesetzt, und das Wort für Wort. Es handelt sich also hier um eine unbedingt treue Adaption, mit einer hochkarätigen Besetzung, unter anderem Bruno Ganz in der Rolle des Grafen, Edda Seippel und Peter Lühr als Elternpaar, Otto Sander als Forstmeister und Ruth Drexel als Hebamme. Die zentralen Themen der Geschichte sind die bürgerliche Moral und die gnadenlose Strafe, die die Marquise erwartet, als sie durch ihre skandalöse Schwangerschaft die sozialen Normen der Epoche bricht. Rohmer verfolgt hier weiterhin seine moralischen Untersuchungen, doch auch in einem historischen Kontext bleiben seine Themen doch immer aktuell. Kostüme und Räumlichkeiten wurden originaltreu hergestellt und werden durch die Kameraführung von Néstor Almendros zu lebendigen Gemälden aus der Romantik, die das Pathos der dramatischen Handlung hervorheben. Besonders für Freunde werkgetreuer Literaturverfilmungen wird "Die Marquise von O." ein Genuss sein.