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Unterwegs in Amerika

(5): Von Mississippi nach Florida

Freitag, 23. Juli 2010 um 09.15 Uhr

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Unterwegs in Amerika
(Deutschland, 2008, 43mn)
RBB
Regie: Petra Haffter

Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Viele Europäer glauben, Amerika und seine Bewohner zu kennen. Aber was denken die Amerikaner wirklich? Was sind ihre Sorgen, Hoffnungen, Probleme und Freuden? Was beschäftigt sie? In ihrer fünfteiligen Dokumentationsreihe hat Filmemacherin Petra Haffter die Bewohner der Vereinigten Staaten aufmerksam beobachtet. Sie führt den Zuschauer an bekannte und weniger bekannte Orte der USA und lässt ihn an überraschenden Begegnungen teilhaben. Der letzte Teil besucht die Südstaaten der USA. Entlang des Mississippi geht es über das vom Wirbelsturm Katrina schwer beschädigte New Orleans nach Florida. In dem von Sonne und Meer geprägten Staat wollen viele Amerikaner ihren Lebensabend verbringen.

Der Mississippi, Amerikas sagenumwobener, oft beschriebener und besungener Strom, ist auch Sinnbild für die größte Schande des Landes, für Sklaverei und Rassismus. In Selma, Alabama, sind Rose und Hank Sanders in die Fußstapfen Martin Luther Kings getreten und setzen dessen Kampf für die Gleichheit aller Bürger fort. Offener Rassismus ist zwar auch im tiefen Süden der USA nicht mehr opportun, dennoch gibt es hier immer noch Ressentiments gegen Schwarze. Deren größtes Problem sind die schlechten Bildungschancen.
Über das vom Wirbelsturm Katrina schwer gebeutelte New Orleans geht die Reise nach Florida, den Sonnenscheinstaat. In Seaside ist der Traum von der individuellen Stadt, in der Kinder gefahrlos über die Straße gehen und sich die Menschen keine Geheimnisse voreinander haben, Wirklichkeit geworden. Laurie und Joseph Braga leben in einem der pastellfarbenen Häuser, die an den weißen Strand am Rande des smaragdgrünen Meers grenzen. Sie erzählen von der Entstehungsgeschichte dieser idealtypischen Stadt und deren Realität.
Florida ist das Altersheim der USA. Hauptsächlich weiße Amerikaner suchen hier sonnigen Müßiggang im letzten Abschnitt ihres Lebens. Palmen und Meer suggerieren Urlaub ohne Ende. Wenn da nicht die Einsamkeit wäre.
Am Schluss geht es in die Everglades, das tropische Marschland, das Südflorida mit Trinkwasser versorgt. Doch den Everglades geht das Wasser aus. Für zukunftsgläubige Amerikaner liegt die Lösung aller irdischen Probleme im Weltraum, auf Planeten mit unerschöpflichen Ressourcen. In Cape Canaveral, der Startrampe in die Unendlichkeit des Alls, scheinen die Probleme der Everglades hingegen klein.