Home > Programm
TV Guide
Spaltenansicht Zeilenansicht
00:05
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Alles kommt aus dem Schwarz und verliert sich im Weiß

Nach wie vor gibt es Künstler, die sich ausschließlich dem Weiß oder dem Schwarz in ihrem Werk widmen...

DETAILS

Montag, 28. Mai 2012 um 00.05 Uhr

Wiederholungen:
28.05.2012 um 13:35
Alles kommt aus dem Schwarz und verliert sich im Weiß
(Deutschland, 2012, 54mn)
ZDF
Regie: Reiner Holzemer, Thomas Honickel
Darsteller: Anton Corbijn, Michael Haneke, Fred Kelemen, Karl Lagerfeld, Robert Longo, Guy Maddin, Karin Sander, Michael Schmidt, Pierre Soulages, Günther Uecker u.a.

Schwarzweiß 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

"Alles kommt aus dem Schwarz, um sich im Weiß zu verlieren," dieses Zitat des Mathematikers Louis-Bertrand Castel dient als Leitmotiv des dokumentarischen Streifzugs durch die schwarz-weiße Kunstgeschichte von Malerei, Fotografie und Film, den die Filmemacher Reiner Holzemer und Thomas Honickel in ihrem Dokumentarfilm unternehmen. Denn Schwarzweiß hält sich - dem Siegeszug der Farbe zum Trotz - sowohl in der Fotografie wie dem Film bis heute. Und nach wie vor gibt es Künstler, die sich ausschließlich dem Weiß oder dem Schwarz in ihrem Werk widmen. Reiner Holzemer und Thomas Honickel haben sie besucht.

Schwarz ist die Farbe seines Lebens. So malt der mittlerweile 92-jährige Maler Pierre Soulages, der nach dem Zweiten Weltkrieg in einer weltweiten künstlerischen Aufbruchsstimmung zum Schwarz gefunden hat, seit 1979 rein monochrome schwarze Bilder, deren reliefartige Oberflächen auf raffinierte Weise das Licht widerspiegeln. Er nennt sein Schwarz "outrenoir", jenseitiges Schwarz. Schwarz ist für ihn die Ur-Farbe des Lebens und auch die Ur-Farbe der Malerei.
Im Gegensatz zu Pierre Soulages beschäftigt sich die Konzeptkünstlerin Karin Sander seit Jahren spielerisch mit der Farbe Weiß, die für sie eine Plattform darstellt, die alles aufnehmen kann. Ihre "Wandstücke" sind genau fixierte Formate auf einer Wand, die durch ausgiebiges Polieren zu spiegeln beginnen und damit den Raumeindruck vergrößern. Karin Sander erreicht durch die Reduktion auf Weiß in ihrer Arbeit letztlich eine glänzende Vielfalt.
Der Fotograf Michael Schmidt fotografiert seit über 30 Jahren in Schwarzweiß. In seinen verschiedenen Berlin-Serien, zum Beispiel "Einheit" und "Waffenruhe", hat er die Farbe nie vermisst und immer ganz auf die verschiedenen Nuancen von "hellstem Grau" bis "tiefstem Dunkelgrau" vertraut. Ähnlich geht es dem holländischem Fotografen Anton Corbijn, der in den 80er Jahren durch seine Fotos von Musikern und Künstlern in höchst eigener Ästhetik bekannt wurde. Konsequenterweise hat er auch seinen ersten Spielfilm "Control", in dem er die Geschichte der Manchester Band "Joy Division" erzählt, in Schwarzweiß gedreht.

Der Dokumentarfilm gleicht einer Reise durch einen faszinierenden Schwarzweiß-Kosmos. Was macht die Faszination an diesen beiden Farben aus? Neben den bildenden Künstlern Pierre Soulages, Günther Uecker, Robert Longo und Karin Sander und den Fotografen Anton Corbijn und Michael Schmitt geben die Filmemacher Michael Haneke, Fred Kelemen und Guy Maddin sowie der Modeschöpfer Karl Lagerfeld Auskunft über ihre Faszination und Vorliebe für Schwarzweiß.

01:00
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Schwarzweiß-Kurzfilme aus dem KurzSchluss-Online-Wettbewerb

Online-Kurzfilmwettbewerb

DETAILS

Montag, 28. Mai 2012 um 01.00 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Schwarzweiß-Kurzfilme aus dem KurzSchluss-Online-Wettbewerb
(Deutschland, 2012, 15mn)
ZDF

16:9 (Breitbildformat)

Das ARTE-Kurzfilm-Magazin "KurzSchluss" und das Web-TV-Format ARTE Creative haben für den Thementag einen Online-Kurzfilmwettbewerb ausgeschrieben. Studenten europäischer Filmhochschulen waren eingeladen, ihre Kurzfilme in Schwarzweiß einzureichen. Zu sehen sind bis zu fünf der besten Filme des Wettbewerbs.

Das ARTE-Kurzfilm-Magazin "KurzSchluss" und das Web-TV-Format ARTE Creative haben für den Thementag "Schwarzweiß hat viele Farben" Studenten europäischer Filmhochschulen, Filmfakultäten, Kunst- und Designakademien eingeladen, Kurzfilme einzureichen. Die teilnehmenden Beiträge mussten folgende Bedingungen erfüllen: Die Filme sollten formal in Schwarzweiß gehalten sein, durften keine Dialoge enthalten, mussten nach dem 1. Januar 2009 entstanden sein und durften die Länge von zehn Minuten nicht überschreiten. Nun stehen bis zu fünf der besten Filme dieses Wettbewerbs auf dem Programm.

01:15
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Looking for Langston

Im Harlem der 20er Jahre durchstreift Alex das schwule Nachtleben auf der Suche nach Beauty, in den er sich unsterblich verliebt hat.

DETAILS

Montag, 28. Mai 2012 um 01.15 Uhr

Wiederholungen:
02.06.2012 um 04:00
Looking for Langston
(Großbritannien, 1988, 45mn)
ZDF
Regie: Isaac Julien

Original mit Untertitel Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Im Harlem der 20er Jahre durchstreift Alex das schwule Nachtleben auf der Suche nach Beauty, in den er sich unsterblich verliebt hat. Filmemacher Isaac Julien hat seinen Film als poetische Hommage an den Schriftsteller Langston Hughes (1902-1967) angelegt, einem Vertreter der "Harlem Renaissance" der 20er und 30 Jahre.

Im New Yorker Schwarzenviertel Harlem sucht Alex in den 20er Jahren im schwulen Nachtleben zwischen Musik, Bällen, Drogen und Sex nach Beauty, dem Objekt seiner Begierde. Eine poetische Meditation über schwarze schwule Sexualität, angelehnt an die Biografie des afroamerikanischen Dichters der "Harlem Renaissance", Langston Hughes.
"Looking for Langston" ist ein Film von großer visueller, erotischer und sprachlicher Kraft über eine narzisstische Subkultur junger schöner schwarzer Männer. Der Regisseur Isaac Julien schafft eine Balance zwischen Bildern und Gedichten, dramatischen Spielszenen und Archivaufnahmen, die vom Rhythmus des Blues unterlegt ist. Selten wurde das, was Harlem in den 20er bis 40er Jahren gewesen ist, so lebendig und sinnlich vermittelt. Da "Looking for Langston" das Lebensgefühl dieses Ortes, seine Musik, seine Kunstszene und die schwulen Partys mit Szenen aus dem New York der späten 80er kombiniert, ist der Film auch zu einer zeitlosen Erkundung schwulen Begehrens zwischen Schwarz und Weiß geworden.

Isaac Julien war in den frühen 80er Jahren eine Schlüsselfigur der britischen "Film and Video Workshop"-Bewegung und ist heute ein international anerkannter Filmregisseur und Videokünstler. Die Mechanismen von Sexualität, Maskulinität und Schwarzsein sind immer wiederkehrende Themen in seinen Filmen und werden in der unverkennbaren Lust am bewegten Bild artikuliert. Das "Lexikon des Internationalen Films" schreibt: "Kein Plädoyer für die Rechte der Homosexuellen, sondern ein Dokument ihrer Andersartigkeit."

02:00
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Dream Work

Eine Frau geht zu Bett, schläft ein und beginnt zu träumen.

DETAILS

Montag, 28. Mai 2012 um 02.00 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Dream Work
(Österreich, 2001, 10mn)
ZDF
Regie: Peter Tscherkassky
Drehbuch: Peter Tscherkassky
Musik: Kiawasch Saheb-Nassagh
Schnitt: Peter Tscherkassky
Produzent: Peter Tscherkassky
Ton: Peter Tscherkassky

Schwarzweiß Stereo 16:9 (Breitbildformat)

Eine Frau geht zu Bett, schläft ein und beginnt zu träumen. Dieser Traum führt sie in eine Landschaft aus Licht und Schatten, wie sie in dieser Form nur die klassische Kinematographie hervorzubringen kann.

Peter Tscherkassky, 1958 in Wien geboren, hat sich bereits während seines Philosophiestudiums dem Filmemachen gewidmet. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Berlin promovierte er mit der Dissertation "Film + Kunst: Zu einer kritischen Ästhetik der Kinematografie" in Wien. Tscherkassky gilt heute als einer der Vorreiter des österreichischen Experimentalfilms. Er kann auf eine umfangreiche Filmographie sowie auf diverse Tätigkeiten als Dozent und Ausstellungsmacher zurückblicken. "Dream Work" wurde auf zahlreichen Festivals begeistert aufgenommen und mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem viel begehrten Großen Preis der Stadt Oberhausen auf den Kurzfilmtagen im Jahr 2002.
Peter Tscherkassky zu "Dream Work": "Der Film ist - nach ,L'Arrivée' (1998) und ,Outer Space' (1999) - der dritte Teil meiner CinemaScope Trilogie. Verbindendes formales Element dieser Trilogie bildet eine Technik der Kontaktkopierung, bei welcher gefundenes Filmmaterial in der Dunkelkammer auf Rohfilm umkopiert wird. Auf diese Art verwirkliche ich in einer wörtlichen Weise die zentralen Mechanismen des Traumes zur Bedeutungserzeugung, der Traumarbeit, wie Sigmund Freud sie beschrieben hat: die Verschiebung und die Verdichtung. Die inhaltliche Neuinterpretation des filmischen Ausgangsmaterials geschieht, indem dieses aus seinem ursprünglichen Kontext heraus ,verschoben' und zugleich - mittels vielfacher Mehrfachbelichtungen - ,verdichtet' wird. Zudem versteht sich ,Dream Work' als eine Hommage an Man Ray, der 1923 in ,Le retour à la raison' als erster Künstler mit seinen berühmten Rayogrammen die Kontaktkopierung als Technik der Filmerzeugung verwendet hat. Seine bekanntesten Rayogramme - jene von Reißnägeln, Nadeln und Salz - versucht ,Dream Work' als erotische Metaphern innerhalb des Traumes der Frau zu interpretieren."

02:10
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Mein Papa ist 100 Jahre alt

Zum 100. Geburtstag ihres Vaters hat Isabella Rossellini gemeinsam mit Guy Maddin eine Hommage an ihn erarbeitet.

DETAILS

Montag, 28. Mai 2012 um 02.10 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Mein Papa ist 100 Jahre alt
(Kanada, 2005, 17mn)
WDR
Regie: Guy Maddin
Autor: Isabella Rossellini

Original mit Untertitel Stereo

Zum 100. Geburtstag ihres Vaters Roberto Rossellini hat Isabella Rossellini gemeinsam mit dem Avantgarde-Filmer Guy Maddin eine Hommage an den großen Filmemacher erarbeitet. In teils gewagten, teils komischen Anekdoten verkörpert Isabella Rossellini Prominente aus der Welt des großen Kinos.

Isabella Rossellini und der Avantgarde-Filmemacher Guy Maddin haben zusammen eine Hommage zum 100. Geburtstag des Regisseurs Roberto Rossellini geschaffen. Mit dieser Dokumentation würdigt Isabella Rossellini - als Autorin und Schauspielerin - das Leben und Werk ihres Vaters. In einem Reigen aus gewagten Enthüllungen und komischen Anekdoten stellt sie ihre Mutter Ingrid Bergman sowie die Filmikonen David O. Selznick, Federico Fellini, Alfred Hitchcock und Charlie Chaplin dar. Regisseur Guy Maddin setzt dabei mit seiner innovativen kinematographischen Vorgehensweise Isabella Rossellinis Spiel ins rechte Licht. Roberto Rossellini hatte einst gehofft, mit Filmen die Welt zu retten. Vielleicht hat er die Filme für die Welt gerettet.

Zur Entstehung ihrer Dokumentation sagt die Autorin und Schauspielerin Isabella Rossellini: "'Min Papa ist 100 Jahre alt" entstand zum Gedenken an den hundertsten Geburtstag meines 1906 geborenen Vaters. Zu diesem Geburtstagsjubiläum wird es verschiedentlich Gelegenheit geben, sich der Arbeit meines Vaters zu erinnern und sie zu würdigen. Man wird mich auch bitten, bei Vorführungen seiner Filme anwesend zu sein und Interviews zu geben. Ich wollte mehr ausdrücken als das, was ich bei derartigen Anlässen gewöhnlich sagen kann."

02:30
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Der Philatelist

Hugo lebt in seiner eigenen Welt, in der Symmetrie und Ordnung herrschen. Den Kontakt zur Außenwelt meidet er bis zu dem Tag, als seine Lieblingsbriefmarke beschließt, aus dem offenen Fenster geweht zu werden. Wie eine kleine Fee lockt sie Hugo immer weiter in das turbulente Treiben des Hamburger Hafens und schenkt ihm ein Abenteuer, das sein Leben verändern wird.

DETAILS

Montag, 28. Mai 2012 um 02.30 Uhr

Wiederholungen:
28.05.2012 um 10:40
06.04.2013 um 05:00
28.06.2013 um 04:30
Der Philatelist
(Deutschland, 2011, 7mn)
ARTE
Regie: Jan-Gerrit Seyler
Kamera: Peter Drittenpreis
Musik: Felix Behrendt
Darsteller: Armin Dillenberger, Ann Kathrin Doerig, Andreas Leuze, Karin Nennemann
Produktion: Hamburg Media School, Filmwerkstatt
Produzent: Annika Steffens

Schwarzweiß Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Hugo lebt in seiner eigenen Welt, in der Symmetrie und Ordnung herrschen. Den Kontakt zur Außenwelt meidet er bis zu dem Tag, als seine Lieblingsbriefmarke beschließt, aus dem offenen Fenster geweht zu werden. Wie eine kleine Fee lockt sie Hugo immer weiter in das turbulente Treiben des Hamburger Hafens und schenkt ihm ein Abenteuer, das sein Leben verändern wird.

"Klein aber fein" sind die Klassen des Filmstudiums der Hamburg Media School. Insgesamt gibt es 24 Studienplätze, jeweils sechs in den Studienbereichen Drehbuch, Produktion, Regie und Kamera/ Bildgestaltung.
Jan-Gerrit Seyler erblickte 1979 in Bielefeld das Licht der Welt. Sein Abitur machte er auf Umwegen und studierte im Anschluss in Berlin und Kiel Philosophie, Psychologie und Literatur. Nach seinem Studium der Filmwissenschaft zog es ihn nach Kiel, wo er sich mit Lust der Praxis und dem Kurzfilm zuwandte. Sein erster eigener Kurzfilm entstand 2006. Er zog nach Dänemark, wo er am European Film College das Auge des inneren Kameramanns entdeckte, viele Kurzfilme, Dokumentationen und 2009 einen Abschlussfilm drehte. Seit 2010 ist er Student an der Hamburg Media School.

"Klein aber fein" sind die Klassen des Filmstudiums der Hamburg Media School. Insgesamt gibt es 24 Studienplätze, jeweils sechs in den Studienbereichen Drehbuch, Produktion, Regie und Kamera/ Bildgestaltung. Jan-Gerrit Seyler erblickte 1979 in Bielefeld das Licht der Welt. Sein Abitur machte er auf Umwegen und studierte im Anschluss in Berlin und Kiel Philosophie, Psychologie und Literatur. Nach seinem Studium der Filmwissenschaft zog es ihn nach Kiel, wo er sich mit Lust der Praxis und dem Kurzfilm zuwandte. Sein erster eigener Kurzfilm entstand 2006. Er zog nach Dänemark, wo er am European Film College das Auge des inneren Kameramanns entdeckte, viele Kurzfilme, Dokumentationen und 2009 einen Abschlussfilm drehte. Seit 2010 ist er Student an der Hamburg Media School.

02:35
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Der die Tollkirsche ausgräbt

1918, zur Zeit des Stummfilms: Cecilie soll gegen ihren Willen den reichen Alfred heiraten...

DETAILS

Montag, 28. Mai 2012 um 02.35 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Der die Tollkirsche ausgräbt
(Deutschland, 2006, 40mn)
WDR
Regie: Franka Potente
Drehbuch: Franka Potente
Kamera: Frank Griebe
Musik: Enis Rotthoff, Matthias Petsche, Stefan Maria Schneider
Schnitt: Antje Zynga
Darsteller: Emilia Sparagna, Max Urlacher, Alexander Seidel, Rudi von Dohnanyi, Christoph Bach (Punk), Justus von Dohnányi (Vater), Teresa Herder (Mutter), Stefan Arndt (Pfarrer)
Produzent: Stefan Arndt
Redaktion: Barbara Buhl

Stereo

1918, zur Zeit des Stummfilms: Cecilie soll gegen ihren Willen den reichen Alfred heiraten. Doch einen Tag vor der Hochzeit stößt die Familie auf eine im Garten vergrabene "Mumie", die sich als ein aus dem 21. Jahrhundert stammender Punk entpuppt und sogar sprechen kann. Als Cecilie sich in ihn verliebt, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Nur ein altes Ritual, bei dem um Mitternacht eine Tollkirsche ausgegraben wird, kann die Situation noch retten ...

1918, im Zeitalter des Stummfilms: Cecilie, aus feinem, aber durch die wertlosen Kriegsanleihen verarmtem Hause, soll gegen ihren Willen den reichen, tollpatschigen Alfred heiraten. Cecilies strenger Vater hat alles arrangiert, doch dann stößt die Familie einen Tag vor der Hochzeit auf eine im Garten vergrabene "Mumie", die sich als ein aus dem 21. Jahrhundert stammender Punk entpuppt. Gerade wurde der Waffenstillstand und des Kaisers Abdankung erklärt, da kommt der junge Mann mit der Krone auf dem T-Shirt der erzkaisertreuen Familie gerade recht: Sie alle verehren ihn als neuen Kaiser, gesandt von Wilhelms Gnaden. Die Ereignisse überschlagen sich: Cecilie verliebt sich in den sprechenden Punk. Sie kann die Hochzeit mit Alfred nur noch aufhalten, indem sie einem alten Ritual folgt und um Mitternacht eine Tollkirsche ausgräbt. Der daraus gewonnene Zaubertrank verbindet das junge Liebespaar für die Ewigkeit, denn auf mysteriöse Weise verschwinden sie, in das Mumientuch gehüllt, im Erdboden ...

Mit "Der die Tollkirsche ausgräbt" stand Deutschlands international bekannte Schauspielerin Franka Potente zum ersten Mal hinter der Kamera. Gleich mit ihrer ersten Kinorolle in der mitreißenden Komödie "Nach fünf im Urwald" (1996, Regie: Hans-Christian Schmid) lieferte die 22-jährige Franka Potente eine beeindruckende Leistung ab. Es folgten das "Wigald-Boning-Vehikel", "Die drei Mädels von der Tankstelle" und der Politthriller "Opernball". 1998 wurde Tom Tykwers "Lola rennt" zu Franka Potentes großem Durchbruch und 2000 folgte mit "Anatomie" ihr nächster großer Erfolg, indem sie als Medizinstudentin kriminellen Machenschaften an ihrer Universität und einem Geheimbund auf die Spur kommt. 2001 spielte sie eine Stewardess und Freundin von Johnny Depp in dem Drogenthriller "Blow", danach stand sie für "Storytelling" von Todd Solondz vor der Kamera. Ihren größten internationalen Erfolg verbuchte sie bislang mit "Die Bourne Identität" als Action-Heldin neben Matt Damon, der im Oktober 2004 mit "Die Bourne Verschwörung" fortgesetzt wurde. Unter der Regie von Oskar Roehler spielte sie in "Elementarteilchen", der bei der Berlinale 2006 Premiere hatte. 2007 stand Franka Potente für Steven Soderberghs zweiteiligen Film über das Leben des Guerilla-Führers Ernesto Che Guevara "The Argentine" (erster Teil) und "Guerilla" (zweiter Teil) vor der Kamera. Neben Fernsehfilmen wie "Die Brücke" (2008) und "Beate Uhse - Das Recht auf Liebe" (2011), spielte sie 2010 an der Seite von John Cusack in "Shanghai".
Die New Yorkerin Emilia Sparagna, die die Rolle der Cecilie spielt, stand für "Der die Tollkirsche ausgräbt" zum ersten Mal vor der Kamera - eigentlich arbeitet sie als freie Fotografin.
Zu den Kinoproduktionen des 1975 geborenen Christoph Bach zählen Florian Schwarz' mehrfach ausgezeichneter Film "Katze im Sack" (2004), "Weltverbesserungsmaßnahmen" (2005, Regie: Jakob Hüfner und Jörn Hintzer) und Gordian Mauggs "Zeppelin!" (2005). 2003 wurde Christoph Bach für "Detroit" (2002, Regie: Carsten Ludwig, Jan-Christoph Glaser) mit dem Förderpreis Deutscher Film für den besten männlichen Hauptdarsteller ausgezeichnet. Nach "Der die Tollkirsche ausgräbt" spielte Bach unter anderem Rudi Dutschke im gleichnamigen Fernsehfilm "Dutschke" (2009). Zuletzt war er 2011 mit Nina Hoss in "Fenster zum Sommer" zu sehen, sowie in "Marie Brand und der Sündenfall" und "Das schlafende Mädchen".
Justus von Dohnányi, der überzeugend den kaisertreuen Vater mimt, spielte in Produktionen wie Dennis Gansels "Napola" (2004) oder Helmut Dietls "Vom Suchen und Finden der Liebe" (2004) mit. 1999 stand Justus von Dohnányi an der Seite von Robin Williams für die vielbeachtete Neuverfilmung des Romans von Jurek Becker "Jakob der Lügner" (Regie: Peter Kassowitz) vor der Kamera. Für die Rolle des Gefängniswärters in Oliver Hirschbiegels "Das Experiment" (2000) wurde von Dohnányi 2001 mit dem Deutschen Filmpreis für die beste Nebenrolle ausgezeichnet. Unter Hirschbiegels Regie war er 2004 auch in "Der Untergang" zu sehen. Mit Franka Potente arbeitete er bereits für "Blueprint" (2003, Regie: Rolf Schübel) zusammen. 2006 war er außerdem als Oskar Neumann in Dror Zahavis "Der geheimnisvolle Schatz von Troja" und in "Hard Cover" von Christian Zübert als Untergrundboss zu sehen. 2007 führte er bei der Komödie "Bis zum Ellenbogen" zum ersten Mal Regie. 2008 stellte der Lübecker Bendix Grünlich in "Die Buddenbrooks" dar. Der Film mit Armin Müller-Stahl und Iris Berben wurde 2009 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. 2010 gewann Justus von Dohnányi für seine Leistung in "Männerherzen" (2009) den Goldenen Filmpreis für die beste Darstellung einer männlichen Nebenrolle. Ebenfalls 2010 war Justus von Dohnányi unter anderem an der Seite von Martina Gedeck und Moritz Bleibtreu in "Jüd Süss - Film ohne Gewissen" als Veit Harlam zu sehen.

03:15
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Metropolis

Metropolis berichtet von den 65. Filmfestspielen in Cannes

DETAILS
Dossier
Schließen

Das Kulturmagazin auf ARTE - Sonntag ab 16.45 Uhr

Zum Dossier Metropolis, jeden Sonntag ab 16.50 Uhr

Montag, 28. Mai 2012 um 03.15 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Metropolis
(Deutschland, 2012, 50mn)
ZDF

16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

"Metropolis" zeigt die Kultur als Spiegel unserer Zeit, mal in heiterem oder frechem Ton, mal mit dem gebotenen Ernst. Immer aber lebendig."Metropolis" beschäftigt sich mit den Trends und Neuheiten, analysiert die wirtschaftlichen und sozialen Hintergründe des Kulturlebens.

(1): Metropolenreport Marseille
„Metropolis“ ist ans Mittelmeer gereist. Marseille-Provence 2013: Was wird uns erwarten? Was bewegt eine Stadt, die im nächsten Jahr als Kulturhauptstadt ganz Europa empfangen wird?
Marseille gleicht einer Baustelle. An jeder Ecke wird gebaut, renoviert, und die Verantwortlichen schmieden Pläne. In den Straßen von Marseille trifft „Metropolis“ auf den stellvertretenden Direktor von Marseille-Provence 2013, Ulrich Fuchs, den Jazzmusiker Cyril Benhamou, den belgischen Designer Sébastien Wierink und den Parkour-Läufer Jean-Sébastien Gabet. Und: „Metropolis“ hat den schönsten Arbeitsplatz Frankreichs gefunden. Eine Bio-Fischzucht auf den Frioul-Inseln, fünfzehn Bootsminuten vor Marseille.
„Metropolis“ zu Besuch in der ältesten Stadt Frankreichs. „Metrpolis“ hat sich umgesehen, die Menschen von Marseille getroffen und zugehört ... Von Sonnenaufgang bis in den späten Abend!

(2): 65. Filmfestspiel in Cannes
Überraschende Filme, geniale Regisseure, ein junger Cineast, der uns die Festivalregeln erklärt, Partys im Hotel und Cannes am Morgen danach: „Metropolis“-Autorin Jana Buchholz ist vor Ort und stellt ihre ganz persönlichen Favoriten der 65. Festspiele von Cannes vor.
Einige sind Teil der offiziellen Programmauswahl im Filmpalast, andere werden in kleinen Kinos ganz am Rande des Festivals gezeigt: „Metropolis“ präsentiert Filmfavoriten und damit eine bewusst subjektive Auswahl der Filme, die 2012 in Cannes gezeigt werden. Warum gerade diese Filme, erklären Interviews mit Regisseuren und Schauspielern.
Das Festival von Cannes zu erleben, das bedeutet wenig Schlaf, viele Filme und beim Feiern möglichst gute Kontakte knüpfen. Außerdem kann man Stars und Sternchen von Nahem sehen: Wes Anderson in der Fußgängerzone, Marilyn Monroe-Doubles im Bikini am Strand oder Bill Murray beim Zeitungslesen am Pool. Für einige Tage wird das verschlafene Cannes zur Weltstadt. „Metropolis“ schaut sich hinter den Kulissen der Filmfestspiele um und begleitet einen jungen Cineasten. Vom überteuerten Morgenkaffee über gestresste PR-Damen bis hin zum Marché du Film, der im Schatten des roten Teppichs stattfindet. Tatsächlich sind die Filmvorführungen der kleinste Teil der großen Veranstaltung. Die richtigen Partys, die richtige Pressekarte, das richtige Hotelzimmer, der richtige Kontakt zum Türsteher – all diese Kleinigkeiten sind wichtig für ein gelungenes Festival.

(3): Porträt: Die Toten Hosen
Zum 30-Jährigen beleben "Die Toten Hosen" eine Band-Tradition: das Wohnzimmerkonzert. Im urdeutschen Wohnzimmer deutscher Auswanderer in Island treten Campino und seine Jungs auf.

(4): Musik: Anna Depenbusch
Knete, Klunker, schicke Karren - seit zwei Jahren schon will sie von alledem nichts wissen. Zaz will die Liebe, will frei sein und mit der Hand auf dem Herzen das Zeitliche segnen. Auch in diesem Jahr läuft der Sommerhit „Je Veux“ der französischen Sängerin Zaz wieder im Radio hoch und runter, und „Metropolis“ will seinen Zuschauern einmal vorspielen, wovon die junge Französin überhaupt singt.
Doch wie? Einfach nur den Text übersetzen? Weit gefehlt. „Metropolis“ hat sich gefragt, welche Sängerin die Seele dieses Liedes auf Deutsch erklingen lassen könnte, und hat eine Antwort gefunden: Anna Depenbusch. Denn auch Annas Auftritte reißen mit, ihre Texte gehen tief und sie liebt den Mix aus Chanson, Jazz und Pop. Und für „Metropolis“ hat Anna Depenbusch „Je Veux“ in ein – nicht nur deutsches – „Ich will“ verwandelt.

(5): Kunst: Triennale in Bad Ragaz und Verduz
Am 12. Mai 2012 eröffnet zum fünften Mal die Schweizerische Triennale der Skulptur in Bad Ragaz und Verduz. Die internationale Ausstellung unter freiem Himmel mit 80 Künstlern und Künstlerinnen aus 17 Ländern dauert den ganzen Sommer lang. Von Mai bis November 2012 kann man „umsonst und draußen“ die größte Skulpturenausstellung Europas besuchen. Der Film zeigt Szenen mit verschiedenen Künstlern vom Aufbau der Arbeiten kurz vor der Eröffnung. Im Zentrum steht Peter Leisinger, der mit seinen Holzskulpturen das kleine Bauerndorf Malans verlässt, um sie auf dem Rathausplatz des Nobelkurortes Bad Ragaz wieder aufzubauen. Er zeigt Boote mit skurrilen Passagieren, Reisende zwischen den Welten, die auf den Rathausplatz von Bad Ragaz ein zeitweiliges Zuhause finden.

(6): Aktuell: Occupy
Die Protestbewegung geht weiter. Doch nicht alle Aktivitäten sind sofort nachvollziehbar - so zum Beispiel der Protest gegen Kultursponsoring durch die Finanzindustrie in Amerika.

04:10
per E-Mail verschicken
per E-Mail verschicken
Meine Wiederholung
Meine Wiederholung

Bridges

Die Geschichte eines abgestürzten Rosinenbombers im geteilten Deutschland des Jahres 1948.

DETAILS

Montag, 28. Mai 2012 um 04.10 Uhr

Wiederholungen:
Keine Wiederholungen
Bridges
(Deutschland, 2010, 31mn)
RBB
Regie: Miguel Angelo Pate
Drehbuch: Florian Frerichs, Stephan Warnatsch
Darsteller: Gedeon Burkhard, Bela B Felsenheimer

Stereo 16:9 (Breitbildformat) Nativ HD

Die außergewöhnliche Comic-Verfilmung erzählt die Geschichte eines abgestürzten Rosinenbombers im geteilten Deutschland des Jahres 1948, dessen Pilot Saul Bridges (Gedeon Burkhard) sich in den Wirren der Nachkriegszeit mit Schieberbanden auseinandersetzen muss. Neben der Story ist vor allen Dingen die Ästhetik des Films bemerkenswert: "Bridges" erinnert an "Waltz with Bashir" und bezeichnet sich selbst als "living graphic novel", da reale Schauspieler vor aufwendig mit der Hand gezeichneten Hintergründen agieren.

Captain Saul Bridges ist Pilot eines amerikanischen Bombers im Zweiten Weltkrieg. Einen Abschuss kurz vor Kriegsende überlebt er schwer verletzt, weil ein kleiner Junge und seine 16-jährige Schwester ihn verstecken. Traute und Lukas haben bei einem Luftangriff ihre Mutter verloren. Lukas spricht seitdem nicht mehr, doch verbindet ihn und Bridges ein unsichtbares Band der Zuneigung, denn auch Lukas' Vater war Pilot.
Drei Jahre später: Die Luftbrücke versorgt die Bürger von Berlin. Captain Bridges kehrt als Pilot eines Rosinenbombers an jenen Ort zurück, den er im Krieg bombardiert hat und wo ihm Menschen dennoch das Leben retteten. Wegen dichten Nebels kommt es zu einer Bruchlandung. Bridges und sein Co-Pilot überleben, doch werden die geretteten Güter vorerst konfisziert. Dies aber ist ein Problem, denn Bridges und ein Militärpolizist in Tempelhof sind im Bunde mit deutschen Schwarzmarkthändlern, die ihrerseits die Sowjets mit Gütern der Luftbrücke beliefern. Und diese dulden keine Verspätung der Lieferung.
Beim Versuch, das Problem mit den deutschen Komplizen zu klären, trifft Bridges überraschend Traute wieder. Sie ist die Kontaktperson der deutschen Schieberbande. Deren Chef, der frühere SS-Mann Neidhardt, hat sich nach dem Krieg Trautes und des TBC-kranken Lukas angenommen und ist vor dem Hintergrund der desolaten Lage in Berlin deren einzige Möglichkeit, an die benötigten Medikamente zu gelangen. Neidhardt zwingt Bridges unter Morddrohungen gegen die Geschwister, ihm Zugang zu den Hallen in Tempelhof zu verschaffen, damit er an seine Ware komme. Bridges muss das böse Spiel mitspielen. Doch das Unternehmen misslingt.
Es kommt zu einem dramatischen Showdown in Tempelhof und auf den Straßen von Berlin, an dessen Ende nicht nur der Tod Neidhardts, sondern auch die Rettung Lukas' durch die heldenhafte Selbstaufopferung des Piloten stehen: Bridges gibt letztlich dem Jungen 1948 jenes Leben zurück, das dieser ihm 1945 gerettet hat. Am Schluss des Films steht das erste Wort des Jungen seit dem Tod der Mutter, das damit zum Anfang eines neuen Denkens in Deutschland wird: Danke.

Der deutsch-amerikanische Nachwuchsregisseur Miguel Pate führt die Regie. Pate hat seit frühester Jugend zahlreiche Kurz-, Spiel-, und Werbefilme realisiert und verfügt über einen wertvollen und reichen Schatz an Erfahrung, die er als Regieassistent bei Hollywood-Produktionen wie Andy & Larry Wachowskis "Speedracer", James McTeigues "Ninja Assassin", Stephen Daldrys "The Reader" oder jüngst Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" weiter ausbauen konnte.