Der dritte Mann der Wahlen vom 22. April ist eine Frau: mit 17,9 Prozent ist der Stimmanteil, den Marine Le Pen für den rechtsextremen 'Le Front National' einfahren konnte, ebenfalls historisch. Und hart umkämpft: Hollande und Sarkozy werden in den nächsten 14 Tagen versuchen, die Protestwähler für sich zu gewinnen. Unter ihrem Vater, Jean Marie, hat der Front National nie Wahlempfehlungen für die Präsidentschafts-Stichwahl abgegeben. Marine Le Pen will am 1. Mai in Paris verkünden, wie sie am 6. Mai wählen wird. Und wird höchstwahrscheinlich ankündigen, dass keiner der beiden Konkurrenten für sie in Frage kommt.
Jean-Luc Mélenchon musste mit dem 4. Platz Vorlieb nehmen, die angekündigte 'Überraschung Mélenchon' fiel mit 11,13 Prozent der Stimmen weniger groß aus, als erwartet. Noch am Sonntagabend liess der Kandidat der Linksfront keine Zweifel daran, wen er am 6. Mai nicht als Sieger sehen will, nämlich Nicolas Sarkozy.
Zentrist François Bayrou, dritter Mann der letzten Präsidentschaftswahl, konnte die Dynamik von 2007 nicht wiederherstellen, 9,11 Prozent der Wähler stimmten für den ehemaligen Lehrer.
Die Kandidatin der französischen Grünen, Eva Joly, liegt bei lediglich 2,28 Prozent der Stimmen.
Die Wahlbeteiligung am 22. April 2012 lag mit 79,47 Prozent in etwa im Durchschnitt der vorherigen Präsidentenwahlen.
In unserem Dossier finden Sie die Porträts der Kandidaten, Wahlkampfberichte, Hintergrundinformationen und europäische Standpunkte.
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