Michel Ocelot wurde an der Côte d’Azur geboren, seine Kindheit verbrachte er in Guinea, kam aber später nach Frankreich zurück. In Rouen (Ecole des Beaux- Arts), Paris (E.N.S.A.D.) und Los Angeles (California Institute of Arts) studierte er Kunst, und schon zu Beginn der 70er Jahre beschäftigte er sich mit Trickfilmen.
Zuerst macht er Filme für Unternehmen, Fernsehserien und Kurzfilme, 1996 dreht er seinen ersten abendfüllenden Zeichentrickfilm, Kirikou und die Zauberin, nach einem afrikanischen Volksmärchen.Der Film wird mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Grand prix international du film d’animation beim Festival von Annecy, Michel Ocelot wird einem breiteren Publikum bekannt.
Dieser Erfolg erlaubt ihm, Princes et Princesses in die Kinos zu bringen, sechs Kurzfilme, die ursprünglich fürs Fernsehen gedreht worden waren.
Die sechs Filme sind mit Scherenschnitten aus schwarzem Papier gedreht, die vor laufender Kamera bewegt werden, eine klassische Technik des Schattentheaters.
Ich glaube, schon als kleines Kind war ich Künstler, auch wenn das Wort damals nicht fiel. Wie alle Kinder habe ich sehr früh zu zeichnen begonnen, doch ich habe nie damit aufgehört. Ich mochte es, etwas mit meinen Händen zu machen, basteln, irgendetwas erfinden, malen, ausschneiden... Ich glaube, ich habe meinen Beruf gleich nach der Geburt ergriffen, ich war ein glückliches, sehr aktives Kind. Was ich heute mache, habe ich auch schon mit zehn Jahren gemacht: ich habe Spaß, ich bringe die anderen zum Spielen, ich verkleide mich, ich erzähle Geschichten, ich bastele etwas zusammen, ich versuche, Vergnügen zu bereiten.(...) Ich bin ein Anfänger mit Zukunft, ich habe unendlich viele Geschichten zu erzählen. Ich habe meine Ausdrucksform gefunden, das, was ich machen will, und ich mache es, ich habe großes Glück. Und so wird das jetzt weiter gehen. Nur dumm, dass man nur ein Leben hat; ich fühle mich ziemlich beengt durch dieses einzige Leben.
Auszüge aus einem Interview mit Michel Ocelot von Lorenzo Recio für das Magazin Court-Circuit, Oktober 2005.
Zurzeit in der Produktion: Azur et Asmar (90 min), Kinostart voraussichtlich Dezember 2006.
- Weitere Informationen
La Fabrique (Produktionsgesellschaft der Filme von Michel Ocelot)







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