wie Slam; Poetry Slam(engl. für das Geräusch, dass eine Tür beim Zuknallen macht), meint einen Schlagabtausch, d.h. Wettbewerb der literarischen Bühnenvortragskunst mit bestimmten Regeln, bei der das Publikum den Gewinner kürt. Slam Poetry nennt sich die daraus entstandene Art von Bühnenliteratur, bei der neben dem Text vor allem die „knallige“ (slam!) Performance zählt. Daraus hat sich in den USA und Europa eine lebendige Szene mit eigenem Stil und Stars entwickelt, die sich nun auch in Asien, Australien und Afrika weiterverbreitet. Da es um live gesprochene (eigene) Texte geht, bezeichnet man den Poetry Slam auch als Spoken Word Kunst. Das dazugehörige Verb heißt slammen (d.h. einen eigenen Text öffentlich im Wettbewerb vortragen), die Protagonisten heißen Slammer bzw. Slam Poeten.
wie SängerkriegUrform des Poetry Slams, seit der griechischen Antike über die Minnesängerzeit bis heute populär (vgl. auch GIPS, Deutschland sucht den Superstar etc. pp.)
wie Sex-SlamEin Poetry Slam, bei dem sich alle Beiträge mit Sex beschäftigen (müssen). Kann witzig sein im Bezug auf die Frage, wie die Poeten dieses Thema bewältigen, da die Sprache hier ja bekanntlich oft besonders arm ausgestattet ist! Interessanter Weise sind diese Slams aber nicht besonders populär (während das Thema Sex als sichere Pointenquelle in so gut wie keinem Slam fehlt).
wie Slam Poet, Slammer, SlameurRegelmäßiger aktiver Teilnehmer an Poetry Slams.
wie Slam Revuesiehe Revue
wie StechenEndrunde der Bestplazierten aus vorhergehenden Wettbewerbsrunden, bei der der endgültige Gewinner ermittelt wird. Mitunter wird hierfür das Zeitlimit verändert. Beim Slam wird erwartet, dass im Stechen neue Texte zu Gehör gebracht werden.
wie Sieg, Sieger, Siegprämiesiehe Gewinn
wie Singer-Songwriter-SlamLiedermacherwettbewerb nach Vorbild des Poetry Slams: Statt zu sprechen wird gesungen.
wie Spoken WordGattungsbezeichnung für Bühnenliteratur, d.h. alle Texte, die nicht gedruckt, sondern gesprochen unters Volk gebracht werden. Basiert auf der weltweit Jahrtausendealten Tradition mündlicher Textüberlieferung (der so genannten Oratur), die bis heute überall dort populär ist, wo man zu faul zum Lesen ist…
wie SpracheIst das A und O eines Wettbewerbs, in dem es auf den gesprochenen Text ankommt. Bis jetzt gibt es meistens jedoch nur einsprachige (monolinguale) Poetry Slams, d.h. alle Teilnehmer sprechen die gleiche Sprache. Internationale Slams, in denen mehrer Sprachen üblich bzw. zugelassen sind, sind derzeit noch die Ausnahme, gewinnen aber an Bedeutung (vgl. Weltmeisterschaft, Revue)
wie StorytellingBedeutet, dass der Slamer mit seinem Text einfach eine Geschichte erzählt und eben kein Gedicht aufsagt, also weder reimt noch rappt. Ob man abliest oder frei erzählt ist egal. Letzteres macht aber, wenn es klappt, mehr Eindruck.






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