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Philosophie

Raphaël Enthoven empfängt Jean Claude Ameisen - 21/06/10

Philosophie – Leben

Jeden Sonntag lädt ARTE zum Philosophieren ein. Der junge Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven zieht eine Linie von der Vergangenheit zur Gegenwart und verbindet die vermeintlich trockene Literatur der großen Philosophen mit aktuellem Zeitgeschehen. Jede Woche zu einem neuen Thema. Heute: Leben.

Sie können die Sendung 7 Tage lang nach der Ausstrahlung sehen!





Ist das Leben das Gegenstück des Todes - oder der Geburt? Wie kann man hinnehmen, dass mit dem Leben des Einzelnen keineswegs das Leben überhaupt erlischt. Denn spendet es nicht auch Trost zu wissen, dass sich die Erde nach unserem Ableben weiterdreht.

Philosophie
Dokumentationsreihe, Frankreich 2009, ARTE F, Synchronfassung, Stereo, Erstausstrahlung
Regie: Philippe Truffault
Moderator Raphaël Enthoven diskutiert heute mit dem Immunologen und Mediziner Jean-Claude Ameisen über das Leben als solches. Die Frage nach der Essenz, dem Wesen einer Sache, gilt als antike Idee aus der vorsokratischen Zeit und ist moderner denn je. Denn es gilt zu fragen, was das Universum ist, wenn alles mehr darstellt als die Summe der einzelnen Teile. Die beiden diskutieren über das Mysterium der Emergenz, der Transformation und der Metamorphose.

Gast Jean-Claude Ameisen, der Immunologie an der Universität Paris 7 lehrt, ist Spezialist für Mechanismen des programmierten Zelltods. Seit 2003 leitet er den Ethik-Ausschuss des Inserm. Darüber hinaus ist er Mitglied des CCNE (Staatlicher Ethikbeirat für Lebens- und Gesundheitswissenschaften). In der Diskussion mit Enthoven finden seine Veröffentlichungen "La sculpture du vivant. Le suicide cellulaire ou la mort créatrice" ebenso wie "Das Schöne und die Wissenschaft" Verwendung. Zu seinen weiteren Werken gehören "Qu'est-ce que mourir?" (Le Pommier/Cité des Sciences et de l'Industrie, 2003), "Dans la lumière et les ombres. Darwin et le bouleversement du monde" (Fayard, 2008) sowie "Les couleurs de l'oubli", das er zusammen mit François Arnold publizierte.


ZUSATZINFORMATION
In jedem Menschen steckt ein kleiner Philosoph: Deshalb lädt ARTE jeden Sonntag ein, sich in "Philosophie" mit abstrakten und doch alltäglichen Begriffen wie Macht, Verantwortung oder dem Gesicht auseinanderzusetzen. In offenen Gesprächen reflektiert Raphaël Enthoven mit jeweils einem anderen jungen Philosophen Fragen, die die Menschen von heute beschäftigen: Wie lässt sich Macht legitimieren? Welches Verhältnis haben wir zu unserem Körper? Welchen Einfluss haben Gesichtszüge und visueller Ausdruck auf unseren Charakter?

Fachjargon und trockenen Theorien haben in der Sendung keinen Platz. Raphaël Enthoven und seine Gäste machen Philosophie für jedermann. Die Basis der Diskurse bilden bekannte Fotos, Gemälde und natürlich die Theorien der Philosophen. Raphaël Enthoven und seine Gäste analysieren, reflektieren, interpretieren und spekulieren und vermitteln so auf sympathische Art, dass die Philosophie lebt und unseren Alltag bereichern kann.

Das Magazin auf ARTE zeigt Philosophie mal ganz anders. Es regt zum Nachdenken und Diskutieren an und verliert das Wesentliche der Philosophie nicht aus den Augen: die Suche nach Wahrheit und Wirklichkeit. Das Ergebnis sind spannende und lebendige Diskussionen, die Lust auf mehr Philosophie machen.



LITERATUR ZUR SENDUNG:

Jean Claude Ameisen & Yvan Brohard: Das Schöne und die Wissenschaft. München: Frederkin & Thaler 2008. Aus dem Französischen von Marianne Glaßer.

Jean Claude Ameisen: La sculpture du vivant. Le suicide cellulaire ou la mort créatrice. Paris: Seuil 1999.

Henri Bergson: Denken und schöpferisches Werden. Hamburg: Europäische Verlagsanstalt 2008. Deutsche Übersetzung von Leonore Kottje.

Martin Buber: Ich und Du. Gerlingen: Schneider 1997.

Gustave Flaubert: Madame Bovary. Berlin, Weimar: Aubau-Verlag 1960. Aus dem Französischen von Arthur Schurig.

Philip Roth: Mein Mann der Kommunist. München: Carl Hanser 1999. Aus dem Amerikanischen von Werner Schmitz.

Jorge Semprún: Schreiben oder Leben. Frankfurt/Main: Suhrkamp 1995. Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer.

Philosophie
Samstag 26. Juni 2010 um 00.30 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2009, 26mn)
ARTE F

Erstellt: Mon Jun 29 12:00:00 CEST 2009
Letzte Änderung: Mon Jun 21 18:16:02 CEST 2010