
Dokumentationsreihe, Frankreich 2010,
ARTE F, Synchronfassung, Stereo
Regie: Philippe Truffault

Viele verwenden Ethik und Moral wie Synonyme. Aber eigentlich muss man diese Begriffe trennen. Während sich die Moral auf absolute, nicht hinterfragbare Wertvorstellungen von Gut und Böse bezieht, befasst sich die Ethik - wie zum Beispiel die Bioethik - eher mit dem praktischen Handeln des Menschen.
Raphaël Enthoven diskutiert heute mit seinem Gast, der Philosophin Marie Gaille, über Fragen der Ethik und Moral, und zwar an drei Beispielen: anhand von Leihmutterschaft, Massentierhaltung und dem Sechstagekrieg. Dabei kommen Schriften von Descartes, Sokrates, Kant und Claude Lévi-Strauss zur Sprache.
Die Philosophin Marie Gaille ist Forschungsbeauftragte beim Institut für Ethikfragen in den Wissenschaften vom Menschen und der Gesellschaft (CERSES/CNRS Université Paris Descartes). Ihr Forschungsschwerpunkt sind die moralischen und politischen Kontroversen über Entscheidungen, die Körper und Gesundheit betreffen, wie Zeugung oder Tod.
Buchveröffentlichung von Marie Gaille: "Machiavel et la tradition philosophique" (Paris (PUF) 2007). In Vorbereitung: "La valeur de la vie, philosopher au chevet du patient" (Verlag Les Belles Lettres) sowie die französische Übersetzung der Autobiografie "Noi senza patria" von Ursula Hirschmann (ebenda).
In der Sendung zitierte Literatur:
René Descartes
Abhandlung über die Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und der wissenschaftlichen Wahrheitsforschung
Übersetzung Kuno Fischer
René Descartes
Abhandlung über die Methode, richtig zu denken und die Wahrheit in den Wissenschaften zu suchen
Übersetzung Julius Heinrich von Kirchmann (1870)
Élisabeth de Fontenay
Le silence des bêtes
Éditions Fayard
Marie Gaille
La valeur de la vie
Éditions Les Belles lettres
Immanuel Kant
Grundlegung zur Metaphysik der Sitten
Reclam Verlag
Aldo Leopold
Am Anfang war die Erde
Übersetzung
Knesebeck Verlag
Claude Lévi-Strauss
La mucca é pazza e un po’ cannibale
In : La Repubblica (24.11.1996)
Mathurin Maugarlonne (Pseudonym für François George)
À la rencontre des disparus
ÉditionsGrasset





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