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ARTE Journal - 27/02/12

Oscar-Triumph für « The Artist »

Gleich fünf Oscars räumte der französische Stummfilm « The Artist » ab, darunter den für den besten Film des Jahres, die beste Regieleistung und die beste männliche Hauptrolle. Damit ist das Werk der große Gewinner der diesjährigen Oscar-Verleihung – und Frankreich feiert überschwänglich den Erfolg in Hollywood.

« Wenn George Valentin sprechen könnte, würde er sagen : «Wow, das ist genial, merci, formidable ! »: So bedankte sich der Franzose Jean Dujardin für seinen Oscar. Er spielt in "The Artist" den Stummfilmstar George Valentin, der an der Einführung des Tonfilms scheitert. Die Regie bei dem Schwarz-Weiß-Film führte der Franzose Michel Hazanavicius: « Ich bin im Moment der glücklichste Regisseur der Welt », sagte er in seiner Dankesrede. Vor ihm hatte als bisher einziger französischer Regisseur Roman Polanski einen Oscar gewonnen. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy bezeichnete den Film als Beleg für die außergewöhnliche Vitalität des französischen Kinos.


Frankreich feiert Oscar-Erfolg

Als beste Hauptdarstellerin wurde Meryl Streep für ihre Rolle als ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher in "Die Eiserne Lady" ausgezeichnet. In der Kategorie « beste nicht-englischsprachige Produktion » gewann das iranische Drama « Nader und Simin – eine Trennung » von Regisseur Asghar Farhadi.

Als Favorit ins Rennen gegangen war Martin Scorseses 3D-Werk "Hugo Cabret", das in elf Kategorien nominiert war und schließlich fünf Oscars erhielt, allerdings nur in Nebenkategorien. Pech hatten auch die Deutschen: Regisseur Wim Wenders, der Hamburger Kurzfilmer Max Zähle und Kostümbildnerin Lisy Christl gingen leer aus. Wenders war für seine Dokumentation "Pina" nominiert, unterlag aber dem Football-Film "Undefeated".

Interview mit Jean Dujardin und Michel Hazanavicus (Cannes 2011 - Ein Bericht von Thomas Schwoerer):




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Erstellt: 27-02-12
Letzte Änderung: 27-02-12