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Sergej Eisenstein: "Oktober"

Ein Film als Objekt der politischen Zensur.

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Sergej Eisenstein: "Oktober"

Ein Film als Objekt der politischen Zensur.

Sergej Eisenstein: "Oktober"

OKTOBER - 16/02/12

"Oktober" von Sergej Eisenstein

Im Rahmen einer feierlichen Gala im Friedrichstadt-Palast präsentierte die Berlinale am 10. Februar 2012 in Kooperation mit Arte/ZDF Sergej Eisensteins Klassiker Oktjabr (Oktober, 1928).

Der Film über die Oktoberrevolution von 1917 schrieb unter anderem wegen seiner Montage und den Massenszenen Filmgeschichte. Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin wird die Aufführung mit der rekonstruierten Originalmusik (bearbeitet und instrumentiert von Bernd Thewes) von Komponist Edmund Meisel begleiten.

Sehen Sie die Aufzeichnung des Filmkonzertes, die Berichte von den Proben im großen Sendesaal im Haus des Rundfunks, Berlin, Interviews mit den Beteiligten und einen Ausschnitt aus der rekonstruierten Film- und Musikfassung:


Reportage rund ums "Oktober"-Filmkonzert
Große Gala für ein ARTE-Projekt im Friedrichstadt-Palast Berlin: OKTOBER mit der rekonstruierten Originalmusik von Edmund Meisel, bearbeitet von Bernd Thewes. ARTE-Reporterin Kristina Tschesch war dabei, befragt Gäste und Partner der Veranstaltung.

Drehort: Friedrichstadtpalast, Berlin. Ein Beitrag von Kristina Tschesch. Kamera: Andreas Spieß


Interview mit Komponist Bernd Thewes
Bernd Thewes hat die Musik von Edmund Meisel rekonstruiert und instrumentiert - durch seine Bearbeitung wurde er quasi zum Ko-Autor von Edmund Meisel.

Drehort: Friedrichstadtpalast, Berlin. Ein Beitrag von Kristina Tschesch. Kamera: Andreas Spieß


Interview mit Filmhistoriker Alexander Schwarz
Alexander Schwarz ist Kurator der Berlinale-Retrospektive, die sich in diesem Jahr der deutsch-russischen Filmgeschichte widmet. Unter dem Titel "Die rote Traumfabrik" zeigt Arte am 15. Februar 2012 auch Schwarzs Fernsehdokumentation zu diesem Thema.

Drehort: Friedrichstadtpalast, Berlin. Ein Beitrag von Kristina Tschesch. Kamera: Andreas Spieß


Interview mit Naum Klejman vom Filmmuseum Moskau
Naum Klejman rekonstruierte "Oktober" bereits in den Sechziger Jahren in Russland. Er ist begeistert, dass weitere Teile des Films gefunden wurden und "Oktober" in aktueller Rekonstruktion und mit Orchesterbegleitung in Berlin Premiere hat.

Drehort: Friedrichstadtpalast, Berlin. Ein Beitrag von Kristina Tschesch. Kamera: Andreas Spieß


Interview mit Filmwissenschaftlerin Anna Bohn

Dr. Anna Bohn schrieb ihre Dissertation über die "Kunsttheorie Sergej Eisensteins". Im Gespräch erklärt sie, welchen Wert Eisensteins Film "Oktober" hat.

Drehort: Friedrichstadtpalast, Berlin. Ein Beitrag von Kristina Tschesch. Kamera: Andreas Spieß


Die erste Orchesterprobe
Das "Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin" und Dirigent Frank Strobel proben die "Oktober"-Filmmusik erstmals gemeinsam.

Drehort: Großer Sendesaal im Haus des Rundfunks, Berlin. Ein Beitrag von Kristina Tschesch. Kamera: Andreas Spieß


Interview mit Dirigent Frank Strobel
Frank Strobel über die Unterschiede zwischen "Metropolis" und "Oktober" und dazu, was den besonderen Reiz von "Oktober" ausmacht.

Drehort: Großer Sendesaal im Haus des Rundfunks, Berlin. Ein Beitrag von Kristina Tschesch. Kamera: Andreas Spieß


Eine kurze Frage an die Musiker
Mal angenommen, es gäbe eine Zeitmaschine. Würden die Musiker des "Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin" ein- und im Jahr 1928 wieder aussteigen?

Drehort: Großer Sendesaal im Haus des Rundfunks, Berlin. Ein Beitrag von Kristina Tschesch. Kamera: Andreas Spieß


Ein Ausschnitt aus der rekonstruierten Film- und Musikfassung


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Oktober / Oktjabr'
(UdSSR 1927/28) Länge: 116’, HD, sw
Ein Initiativprojekt von ZDF/ARTE - in Koproduktion mit

Deutsch-französische TV Erstausstrahlung der rekonstruierten
Film- und Musikfassung am 15.02.2012 auf ARTE.
 
Regie: Sergej M. Eisenstein
Drehbuch: Sergej M. Eisenstein und Grigori Aleksandrov
Kamera: Eduard Tisse
Bauten: V. Kovrigin
Produktion: Sovkino, Studio Moskau und Leningrad
Uraufführung: 14.03.1928, Bolschoi-Theater, Moskau
Originallänge: 2.910m (116’ bei 22 fps)
Titel der deutschen Fassung: Zehn Tage, die die Welt erschütterten
Musik: Edmund Meisel
Deutsche Premiere: 02.04.1928, Tauentzienpalast, Berlin
Verleih: Prometheus Verleih- und Vertriebs-GmbH, Berlin

Mit: Vasili Nikandrov (Lenin), Nikolai Popov (Kerenskij), Boris Livanov (Terescenko), Nikolaj Podvojskij (Podvojskij, Leiter des Petrogra­der Revolutionsstabes), Eduard Tissé (Ein deutscher Soldat),  Arbeiter Leningrads, Rotarmisten und Rote Ma­trosen der Baltischen Flotte u.v.a.

Filmrestaurierung: Filmmuseum München
Edition: Stefan Drößler, Christian Ketels
Musik-Bearbeitung: Bernd Thewes (i. A. von ZDF/ARTE)
Einspielung: Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Dirigent: Frank Strobel
Tonmeister: Wolfram Nehls
Redaktion Internet: Thomas Neuhauser (ARTE)
Produktion: Christian Schwalbe (ZDF/ARTE)
Redaktion: Nina Goslar (ZDF/ARTE)

Kooperationspartner:
EYE Film Instituut, Amsterdam
Bundesarchiv Berlin
Russisches Staatsarchiv für Literatur und Kunst, Moskau

Live-Aufzeichnung der Berlinale-Premiere am 10.02.2012 ab 21 Uhr.
Eine Koproduktion von ZDF/ARTE, Filmmuseum München, ROC GmbH Berlin und Russisches Staatsarchiv für Literatur und Kunst (RGALI), Moskau

Wir danken für die Beistellung von Informationen und Materialien:
Naum Klejman, Filmmuseum Moskau
Wladimir Dmitriev und Valeri Bossenko, Gosfilmofond Moskau
Viktor Belyakow, Moskau
Barbara Schütz, Berlin
Werner Sudendorf, Berlin
Anna Bohn, Berlin
Alexander Schwarz, München
Thomas Tode, Hamburg
Martin Reinhart, Wien

Zusammenstellung der Texte und Textredaktion:
Dr. Anna Bohn (FU Berlin)
Nina Goslar (Filmredaktion ZDF/ARTE)
Mitarbeit:
Anja Bunzel
Saskia Taeger
Viola Schmitt

Bildrechte:
Russisches Staatsarchiv für Literatur und Kunst, Moskau

Erstellt: 25-01-12
Letzte Änderung: 16-02-12