Kritik: Ocean´s Twelve lässt einen genau wie Ocean´s Eleven atemlos im Kinosessel zurück: Er ist schnell, sehr ästhetisch in Ausstattung und Filmweise und vor allem: Er hat die selbe fantastische Besetzung wie sein Vorgänger. George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon und Julia Roberts, neu dabei ist diesmal Catherine Zeta-Jones. Und das macht einfach Spass - zuzuschauen, wie die Giganten Hollywoods ihren Coup planen und durchführen. Einen entscheidenden Vorteil hat Ocean´s Twelve allerdings gegenüber dem ersten Ocean´s-Film. Er spielt in Europa: Amsterdam, Paris, Rom. Die Kombination aus amerikanischer Produktion und Regie und europäischem Schauplatz hat schon bei Filmen wie Ronin und Mission Impossible für eine ganz besondere Ästhetik gesorgt: Europäische Eleganz mit amerikanischem Lack. Wenn Danny Ocean (George Clooney) und seine Kollegen an den Grachten von Amsterdam entlanggehen oder vor dem Pantheon in Rom, dann ist das ist einfach schick.
Der Schwerpunkt im Erzählen liegt diesmal eindeutig auf der Rekrutierung der Bande, der Vorbereitung und dem ganzen Drumherum – also weniger auf dem Coup selbst. Obwohl Regisseur Steven Soderbergh sich damit stärker dem Original von 1960 annähert, schafft er es doch Spannung aufzubauen und zu halten – anders als in der aus heutiger Sicht etwas lahmen Originalversion Frankie und seine Spießgesellen mit Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Jr.
Ocean´s Twelve ist außerdem auch wirklich amüsant. Vor allem Julia Roberts – im Film Ocean´s Ehefrau Tess – zeigt ihr großes komödiantisches Talent, wenn sie sich z. B. selbst spielt, um das Sicherheitspersonal des Museums zu überlisten.
Schon mit dem Vorgänger Ocean´s Eleven hat Soderbergh einen hohen Standard für spannende Komödien gesetzt und gezeigt, dass er auch die schwere Kunst der guten Unterhaltung beherrscht. Mit Ocean´s Twelve hat er sich sogar noch einmal übertroffen, und zwar so unangestrengt, dass man sich schon auf Ocean´s Thirteen freuen kann.
Tina von Löhneysen






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