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Kino-News

Schön anzuschauende, aber oberflächliche Verfilmung des Colette-Romans, mit großen Schauspielern, die in schönen Kostümen amüsante Dialoge sprechen.

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Kinostart 16. Dezember 2004 - 15/12/04

Ocean's Twelve

Ein Film von Steven Soderbergh


Atemlos im Kinosessel

Synopsis: Drei Jahre nach Ocean´s Eleven. Kasinobesitzer Terry Benedict hat herausgefunden, wer damals 160 Millionen Dollar aus seinem Safe gestohlen hat: Danny Ocean und seine zehn Komplizen. Er will das Geld innerhalb von zwei Wochen zurück. Das ist aber zum größten Teil längst ausgegeben: Die Ocean-Bande sucht sich ein neues Opfer und findet einen neuen Gegenspieler. Der französische Meisterdieb François Toulour lässt sich auf eine Wette mit dem Clan ein: Wenn es ihnen gelingt in Rom ein hochgesichertes Kunstwerk zu stehlen, wird er ihre Schulden bei Benedict bezahlen.

Kritik: Ocean´s Twelve lässt einen genau wie Ocean´s Eleven atemlos im Kinosessel zurück: Er ist schnell, sehr ästhetisch in Ausstattung und Filmweise und vor allem: Er hat die selbe fantastische Besetzung wie sein Vorgänger. George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon und Julia Roberts, neu dabei ist diesmal Catherine Zeta-Jones. Und das macht einfach Spass - zuzuschauen, wie die Giganten Hollywoods ihren Coup planen und durchführen.

Einen entscheidenden Vorteil hat Ocean´s Twelve allerdings gegenüber dem ersten Ocean´s-Film. Er spielt in Europa: Amsterdam, Paris, Rom. Die Kombination aus amerikanischer Produktion und Regie und europäischem Schauplatz hat schon bei Filmen wie Ronin und Mission Impossible für eine ganz besondere Ästhetik gesorgt: Europäische Eleganz mit amerikanischem Lack. Wenn Danny Ocean (George Clooney) und seine Kollegen an den Grachten von Amsterdam entlanggehen oder vor dem Pantheon in Rom, dann ist das ist einfach schick.

Der Schwerpunkt im Erzählen liegt diesmal eindeutig auf der Rekrutierung der Bande, der Vorbereitung und dem ganzen Drumherum – also weniger auf dem Coup selbst. Obwohl Regisseur Steven Soderbergh sich damit stärker dem Original von 1960 annähert, schafft er es doch Spannung aufzubauen und zu halten – anders als in der aus heutiger Sicht etwas lahmen Originalversion Frankie und seine Spießgesellen mit Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Jr.

Ocean´s Twelve ist außerdem auch wirklich amüsant. Vor allem Julia Roberts – im Film Ocean´s Ehefrau Tess – zeigt ihr großes komödiantisches Talent, wenn sie sich z. B. selbst spielt, um das Sicherheitspersonal des Museums zu überlisten.
Schon mit dem Vorgänger Ocean´s Eleven hat Soderbergh einen hohen Standard für spannende Komödien gesetzt und gezeigt, dass er auch die schwere Kunst der guten Unterhaltung beherrscht. Mit Ocean´s Twelve hat er sich sogar noch einmal übertroffen, und zwar so unangestrengt, dass man sich schon auf Ocean´s Thirteen freuen kann.

Tina von Löhneysen
Regie: Steven Soderbergh
Produzent: Jerry Weintraube
Drehbuch: George Nolfi
Mit George Clooney, Brad Pitt, Matt Damon, Catherine Zeta-Jones, Andy Garcia, Don Cheadle, Bernie Mac, Julia Roberts, Casey Affleck, Scott Caan, Vincent Cassel, Eddie Jemison u.a.

Erstellt: 14-12-04
Letzte Änderung: 15-12-04