Hank Grotowski ist bereits in der zweiten Generation Gefängniswärter, sein Sohn Sonny ist gerade dabei, ihm nachzufolgen. Doch Sonny ist anders als sein gefühlskalter und rassistischer Vater. Als er das erste Mal einen Gefangenen zum elektrischen Stuhl geleiten muss, bricht er sich, vor den Augen des Todgeweihten und seines Vaters, die Seele aus dem Leib. Hank ist so wütend auf seinen Sohn, dass er ihn vor seinen Kollegen verprügelt und als Schwächling beschimpft. Als er Sonny am nächsten Tag aus dem Haus werfen will, erschießt sich dieser mit seiner Dienstwaffe.
Doch selbst nachdem Sonny zur letzten Ruhe gebettet wurde, ist Hank fernab jeder Trauer. Zwar gibt er seinen Beruf als Gefängniswärter auf, doch bleiben Gefühle von Schuld und Reue aus. Erst als er nachts, auf verregneter Straße, der Afroamerikanerin Leticia begegnet, ändert sich dies.
Leticia kauert des Nachts und bei Regen neben der Fahrbahn und hält den regungslosen Körper ihres Sohnes Tyrell fest umklammert. Der Junge ist von einem Auto erfasst worden, der Täter hat Fahrerflucht begangen. Gemeinsam bringen Hank und sie den Jungen ins Krankenhaus, doch jede Hilfe kommt zu spät. Nachdem Leticia erst kürzlich ihren Mann auf dem elektrischen Stuhl verloren hat, ist sie nun vollkommen alleine. Hank bringt sie mit seinem Auto nach Hause und die Zwei beginnen, sich regelmäßig zu treffen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine leidenschaftliche Liebe, die von einem dunklen Geheimnis überschattet wird: Der letzte von Hank hingerichtete Gefangene war Leticias Mann Lawrence.
"Monster's Ball" ist nicht nur ein Film über latenten und offenen Rassismus, sondern er beschäftigt sich in ebensolchem Maße mit den Auswirkungen körperlicher und seelischer Gewalt. So sind sowohl Hank als auch Leticia Menschen, denen es schwer fällt, Emotionen anderen gegenüber deutlich zu machen. So kann Hank seinem Sohn Sonny nur negative Gefühle wie Hass und Ablehnung vermitteln, während Leticia ihren übergewichtigen Jungen Tyrell mit Schlägen bestraft, als sie diesen dabei erwischt, wie er sich den Bauch mit Schokolade vollschlägt. Letztlich leiden aber beide darunter, dass sie zu Lebzeiten ihrer Kinder nicht fähig waren, Liebe und Zuneigung sowohl zu geben als auch anzunehmen. Erst miteinander lernen sie, mit anderen Menschen umzugehen.
Dass diese Wandlung zweier problematischer Charaktere auch glaubhaft erscheint, ist vor allem dem Spiel der beiden Hauptdarsteller zu verdanken. Billy Bob Thornton spielt Hank mit solch einsilbiger, unergründlicher Tiefe, dass der Zuschauer nie genau weiß, was in dessen Innerem vorgeht, mit ihm aber dennoch mitfühlen kann. Halle Berrys Leticia hingegen lebt von explosiven Emotionen, mit denen sie ihre Außenwelt förmlich überrumpelt. Für diese Darstellung erhielt Berry auch den Oscar als "Beste Hauptdarstellerin".
Die Gefängnisszenen von "Monster's Ball" wurden in einem echten Gefängnis gedreht. Auch der Todestrakt war keine Kulisse. Sowohl Regisseur Marc Forster als auch Drehbuchautor Milo Addica waren zutiefst schockiert, als sie im elektrischen Stuhl Initialen und Fingernagelspuren von hingerichteten Gefangenen vorfanden.