Schriftgröße: + -
Home > Film > Kino auf ARTE > Kino auf Arte > Mein Vater, mein Herr

Kino auf ARTE - 22/12/11

Mein Vater, mein Herr

(Hofshat Kaits)
Spielfilm, Israel 2007, ARTE F, Erstausstrahlung
Regie: David Volach; Buch: David Volach; Kamera: Boaz Yehonatan Yaacov; Schnitt: Haim Tabakman; Musik: Michael Hope, Martin Tillman; Produzent: Eyal Shiray; Produktion: Cinema Project, Golden Cinema, New Isreali Foundation for Cinema and Television
Mit: Assi Dayan - (Rabbi Abraham Eidelmann), Ilan Griff - (Menahem Eidelmann), Sharon Hacohen Bar - (Esther Eidelmann)

Der junge Menahem lebt mit seinen Eltern in einer ultraorthodoxen Gemeinde in Jerusalem. Während sich sein Vater, Rabbi Abraham, dem Torah-Studium widmet, erkundet Menahem lieber die kleinen Geheimnisse des Alltags. Das vermeintliche Familienidyll wird jedoch eines Sommertages jäh zerstört und stellt den Glauben von Menahems Eltern auf eine harte Probe.



Menahem wächst in einem ultaorthodoxen Viertel in Jerusalem auf. Sein Vater, Rabbi Abraham, nimmt die religiöse Erziehung seines Sohnes sehr ernst und betet regelmäßig mit ihm. Der kleine Menahem hingegen interessiert sich für ganz andere, nämlich profane Dinge, wie das Vogelnest vor dem Fenster oder die Tauschkarten vom Schulhof. Er denkt lieber darüber nach, ob Tiere auch eine Seele haben und beobachtet das Geschehen in den Straßen des Viertels sehr aufmerksam.
Das jedoch sieht Rabbi Abraham gar nicht gern. In einem Wutanfall lässt er den kleinen Menahem die Tauschkarte zerreißen, die für ihn nur Götzenanbetung darstellt. Menahems Mutter, eine duldsame und zurückhaltende Frau, kann ihrem Sohn nur bedingt helfen, da sie gegen ihren Mann und seine strengen Erziehungsmethoden nicht aufbegehrt. Rabbi Abraham jedoch scheint blind geworden zu sein für die Bedürfnisse und Wünsche seines kleinen Sohnes.
Die Lage verschlimmert sich dramatisch, als die Familie im Sommer ans Tote Meer fährt um Urlaub zu machen und sich dort ein schreckliches Unglück ereignet.

Das Debüt des israelischen Regisseurs David Volach zeichnet das Bild einer streng-religiösen Familie, die in ihren Grundfesten durch den Tod eines geliebten Menschen erschüttert wird. Mit einfühlsamen Bildern gelingt es Volach, die Atmosphäre und Emotionen innerhalb der Familie einzufangen. "Mein Vater, mein Herr" brillierte auf mehreren Filmfestivals und wurde unter anderem als bester Film auf dem Festival von Tribeca 2007 ausgezeichnet.

Mein Vater, mein Herr
Montag 9. Januar 2012 um 02.15 Uhr
Keine Wiederholungen
(Israel, 2007, 73mn)
ARTE F

Erstellt: 22-12-11
Letzte Änderung: 22-12-11