Warum sind Menschen in Extremsituationen bereit, ihr Leben zu opfern – und dabei auch andere Menschen in den Tod zu reißen?

Mit dieser radikalen Frage ist die holländische Künstlerin Mathilde ter Heijne im Sonderprogramm der Kurzfilmtage vertreten. Seit mehr als sechs Jahren versucht sie in ihren Arbeiten die Emotionen hinter Selbsttötungen und Selbstmordattentaten nachzuempfinden. Die Filmemacherin erforscht die Grenzen ihrer eigenen Identität und nutzt ihren eigenen Körper als künstlerisches Material.

Tiefe innere Zweifel und offene Fragen sind ihre Strategie um eine neuen Sprache für Emotionen zu entwickeln. Im Film
Suicide Bomb macht sie das innere Wesen der Selbstaufopferung sichtbar. Während die Zuschauer unterschiedliche Kommentare über Frauen und ihre Selbsttötung hören, sehen sie, wie Mathilde ter Heijne Puppen verdrahtet, Sprenggürtel anlegt und zündet. Die künstliche Doppelgängerin trägt das Antlitz der Filmemacherin.

