Lorenzo Mattotti, geboren 1954 in Brescia, gilt als Farbrevolutionär der Comic-Geschichte. Seinen Durchbruch hatte er 1985 mit seinem Album "Feuer". Doch auch seine Schwarz-Weiß-Geschichten, wie "Der Mann am Fenster" und "Stigmata" sind beeindruckend, ja berauschend. Mit Mattottis "Dr. Jekyll & Mr. Hyde" wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal ein europäisches Album zum besten nichtamerikanischen Comic bei den Eisner Awards gewählt. In den letzten Jahren waren immer Mangas die Sieger in dieser Kategorie.Mattotti ist nicht nur ein außergewöhnlicher Comic-Zeichner. Als ein Künstler, der sich den aktuellen Geschmack- und Modetrends anpasst, wird er international auch als Werbegraphiker geschätzt. Seine Öl- und Pastellzeichnungen haben Eingang in die heiligen Hallen der großen Kunstmuseen dieser Welt gefunden. Mattottis Comics sind heute die farblich stärksten künstlerischen Werke in der Welt der "neunten Kunst". Die Farben fungieren bei Mattotti als "Übersetzer" von Stimmungen und Gefühlslagen. So wie im Expressionismus sind diese fast völlig gelöst von der äußeren Natur.
Neben Mattotti gelten auch Autoren, wie beispielsweise Alex Barbier, Stefano Ricci oder Nicolas de Crécy zur Liga der künstlerisch ambitionierten Comic-Zeichner, die ihre ganz individuellen Stile aufweisen. Comix stellt sie kurz vor.






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