Festival d'Aix-en-Provence : Thanks to my eyes von Oscar Bianchi
"Ihr habt euch auf eine Art und Weise bewegt, die wir noch nie zuvor gesehen haben. Wir hatten den Eindruck, dass ihr Schreie ausstoßt. Wir konnten die Luft inmitten der Zuschauer knistern hören. Eine unglaubliche Stille. Ein fesselnder Augenblick. Aber furchterregend. Es war ein solch fesselnder Moment… Ich hatte das Gefühl, gefesselt zu sein.“ Joël Pommerat, „Grâce à mes yeux“, 2002
Aymar lebt mit seiner alten Mutter und seinem Vater, der einstmals der bekannteste Komiker der Welt war, in einem abgelegenen Haus inmitten der Berge. Der Vater möchte seine Kunst an seinen Sohn weitergeben, und dieser will die Erwartungen seines Vaters auch nicht enttäuschen … Doch ihm fehlt das Talent. Jede Nacht trifft er sich heimlich mit einer mysteriösen jungen Frau, zu der er sich stark hingezogen fühlt.
Joël Pommerat hat erstmals ein Opernlibretto geschrieben und die Regie übernommen. Eine Oper über eine Familie, die von enttäuschten Erwartungen zerrüttet ist und von der Realität eingeholt wird. Oscar Bianchis Musik gibt dieser Welt der Andeutungen und Zwischentöne einen tieferen Sinn. Die Geschichte von Aymar, der seinen Vater nicht enttäuschen will, ist eine schmerzliche und ergreifende Fabel. Die neue Partitur bringt die Stille und die Undurchsichtigkeit der Menschen zum Ausdruck, wie Debussy es mit seiner symbolistisch inspirierten Musik verstand.
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Thanks to my eyes von Oscar Bianchi Welturaufführung In Auftrag gegeben vom Festival von Aix-en-Provence und T&M – Paris/Réseau Varèse
Regie: Joël Pommerat Dirigent: Franck Ollu Libretto: Joël Pommerat nach seinem Stück Grâce à mes yeux, Actes Sud-Papiers, 2003
Musikalische Leitung: Franck Ollu Bühne und Licht: Eric Soyer Kostüme: Isabelle Deffin Aymar: Hagen Matzeit Der Vater: Brian Bannatyne-Scott Die Mutter: Anne Rotger Eine junge Frau in der Nacht: Keren Motseri Eine junge blonde Frau: Fflur Wyn Der Mann mit langem Haar: Antoine Rigot
Orchester: Ensemble Modern
Neuproduktion des Festivals von Aix-en-Provence In Koproduktion mit T&M – Paris/Théâtre de Gennevilliers CDNCC, Théâtre Royal de la Monnaie Brüssel und Musica, Internationales Festival der Musik von heute in Straßburg.