Das Krankenhaus liegt zur Hälfte in Ruinen: Hier bemühen sich vor allem ausländische Krankenschwestern um eine wenigstens grundlegende medizinische Versorgung. Bezahlt werden sie dafür nicht und eine Rückkehr in ihre Heimat scheint zurzeit unmöglich.
Und jeden Tag kommen neue Opfer des Krieges, vor allem Kinder, beim Spielen verletzt von den Waffen, die noch immer überall in den Straßen herumliegen: Minen, Raketenwerfer, die Überreste der gewaltigen Arsenale Gaddafis.
An der Universität halten sie schon wieder Vorlesungen, in einem äußerst angespannten Klima. Bewaffnete Männer von islamistischen Milizen patrouillieren dort, sie regeln den Zugang zu den Hörsälen, sorgen für eine Ordnung auf ihre Weise. Auch in den Gefängnissen herrschen sie. In Sirte wird sich entscheiden, ob das libysche Volk bereit ist, die Sünden von gestern für eine bessere und gemeinsame Zukunft zu vergeben.






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