Schriftgröße: + -
Home > Welt > ARTE Journal

ARTE Journal

ARTE Journal bietet den europäischen Blick auf die wichtigsten Ereignisse des Tages.

> Das komplette Dossier > Kampf noch nicht vorbei

ARTE Journal - 26/08/11

Libyen: Kampf noch nicht vorbei

Der Gaddafi-Sohn Saif al-Islam erschien überraschend in Tripolis auf. Die Rebellen hatten seine Gefangennahme gemeldet. Es sollte sogar Gespräche mit dem Internationalen Strafgerichtshof über seine Auslieferung nach Den Haag gegeben haben. Nun erschien Saif al-Islam in einem gepanzerten Fahrzeug vor einem Hotel. Dieses Hotel liegt in einem noch von den Regierungstrupen kontrollierten Gebiet.

Previous imageNext image

Siegesgewisser Gaddafi-Sohn

Er zeigte sich siegesgewiss und gab Journalisten ein Interview. "Wir haben den Rebellen das Rückgrat gebrochen", sagte Saif al-Islam. Er sei gekommen, um Lügen zu widerlegen. Sein Vater Muammar a Gaddafi sei noch in Tripolis und in Sicherheit. Bewaffnete Gaddafi-Anhänger empfingen Saif al-Islam jubelnd mit libyschen Fahnen und Gaddafi-Porträts. Auch der älteste Gaddafi-Sohn Mohammed soll den Rebellen entkommen sein.

Kampf um Residenz

Die Rebellen kämpfen nach wie vor um die Residenz Gaddafis, ein enormer Komplex im Stadtteil Bab al-Asisija. Der Fernsehsender Al-Arabija zitierte die Rebellen mit der Angabe, die Nato habe das Anwesen Gaddafis bombardiert. Jedenfalls seien schwere Explosionen zu hören.

Warten auf Verstärkung

Im Kampf um die Hauptstadt warteten die Rebellen auf Verstärkung aus ganz Libyen. Bereits am Montag waren nach Angaben des Militärrats der Rebellen mehrere Schiffe mit rund 500 Kämpfern und Waffen eingetroffen.

Aufenthalt von Gaddafi unbekannt

Wo sich Gaddafi selbst aufhält, ist nicht bekannt. Auch nach Angaben Washingtons gibt es keine Beweise dafür, dass Gadafi aus Tripolis geflohen sei. "Es ist noch nicht vorbei", sagte US-Präsident Barack Obama in einer Audio-Botschaft.

Noch ist also unklar, wie es in Libyen weitergeht. Die Libyen-Kontakt-Gruppe will am Donnerstag in Istanbul über die schwierige Lage im Land beraten.

ARTE Journal, dpa


Mehr zum Thema






Erstellt: 22-08-11
Letzte Änderung: 26-08-11