Synopsis: Christelle (Anouk Grinberg) ist Friseuse und sie ist 35. Sie arbeitet umsonst in dem Geschäft ihres Mannes, der nicht grade freundlich zu ihr ist. Als ihr Mann sie bei einem Streit schlägt, schlägt sie zurück – und flüchtet. Durch Zufall strandet sie im Galaxy-Motel, einer Herberge für Trucker und andere Langstreckenreisende. Schnell freundet sie sich mit der Chefin Mona (Bernadette Lafont) an, und beginnt im Motel zu arbeiten. Schon bald wird das Galaxy zu ihrem neuem zu Hause.
Der polnische Dessousverkäufer, mit dem Christelle eine Affäre beginnt, entspricht dem Klischee des pseudoeleganten, schmierigen Aufreißertypen. Für die Wandlung, die Christelle in ihrer neuen Herberge durchmacht, findet die Regisseurin leider nur einen allzu platten Symbolismus. Unter Christelles grünem Daumen wachsen alle Pflanzen wie gedopt, sie streicht das ganze „Galaxy-Motel“ in frischen bunten Farben, verpasst allen anwesenden Fernfahrern ‚adrette’ neue Frisuren, und kurvt schließlich mit einem wieder auf Trab gebrachten, kunterbunt bemalten Haarschneidemobil durch geräumige schweizerische Landschaften.
Das amüsanteste Element dieser „märchenhaften Komödie“ ist da noch die extra für den Film gedrehte TV Soap „Die Liebesranch“, die Christelle und Mona täglich sehen. „Die Liebesranch“ ist eine extrem trashige Herzschmerzsoap, in der sämtliche Darsteller nur singen – und zwar richtig schlecht. Christelle und Mona fühlen sich hier gut aufgehoben, denn das Leid der Protagonisten ist auch ihr Leid – hier geht es um Liebe pur.
Wäre der gesamte Film schräg und bunt wie diese Einlagen, es wäre schon wieder komisch. So aber ist der optimistische Neubeginn einer hübschen aber langweiligen Friseuse leider ein nur mäßig interessanter Film geworden.
Nana A.T. Rebhan
Les petites couleures
Frankreich, Schweiz 2003, 97 Min.
Regie: Patricia Plattner
Mit Anouk Grinberg, Bernadette Lafont, Philippe Bar






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