Kritik: In Indien floppte LAAGA CHUNARI MEIN DAAG an der Kinokasse und auch die Kritiker fanden nicht gerade viele lobende Worte für den zweiten Film von Pradeep Sarkar. Mit seinem Debüt PARINEETA (2005) war es ihm sofort gelungen, sich in der Bollywood-Industrie zu etablieren. So konnte er für LAAGA CHUNARI MEIN DAAG auch bekannte Stars verpflichten. Rani Mukerji spielt Badki, das gefallene Mädchen aus gutem Hause eindringlich und überzeugend. An ihr liegt es nicht, wenn die Entwicklung vom Mädchen vom Lande zur Edelnutte zu schnell und reibungslos verläuft. Badki ist stets tadellos geschminkt, in aufwendigen Kleidern und teueren Hotels zu sehen. Von den Schattenseiten des Prostituiertendaseins bekommt der Zuschauer nicht viel mit. Auch ihre Kunden wirken erträglich und anständig und haben keine unangenehmen Phantasien, die Badki zu erfüllen hat. Das führt dazu, dass LAAGA CHUNARI MEIN DAAG fast wie ein gestylter Werbefilm für den Beruf des Call-Girls daherkommt.
Sicher, da gibt es noch die Mutter, die nicht mehr viel mit ihr zu tun haben mag und sie nicht zur Hochzeit der geliebten kleinen Schwester Chutki einladen will. Doch letztlich löst sich dieses wie auch alle anderen Probleme in diesem Film auf - schließlich befinden wir uns in einem modernen Märchen. Zwei weitere Bollywoodstars sind zu sehen, Mutter und Sohn, aber beide leider nur in Nebenrolllen: Jaya Bachhan ist seit langer Zeit, seit KAL HO NAA HO (2003) wieder einmal auf der Leinwand, diesmal als strenge Mutter von Badki und Chutki, zusammen mit ihrem Sohn Abishek, der das Herz Badkis als Anwalt Rohan erobern will.

Indien 2007, 134 Min.
Regie: Pradeep Sarkar
Mit Rani Mukerji, Abhishek Bachchan, Jaya Bachchan, Konkona Sen Sharma

Nana A.T. Rebhan





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