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20.12.07 - 23.40 / 26.12.07 - 01.45 : Tracks - 19/12/07

Vision - Neen Art

Picasso? Rembrandt? Damit können die Pioniere der Neen Art wenig anfangen. Sie stehen auf das entmaterialisierte Kunstwerk - 100% virtuell!

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Mit der Neen Art hat die Internetrevolution endlich auch die Kunstwelt erreicht. Pünktlich mit dem neuen Jahrtausend tauchen die absurden interaktiven Mini-Animationen auf der Datenautobahn auf und machen den Weg frei für eine Zukunft ohne Galerien, Kunsthändler und Vernissagen.

Aber ohne Künstler funktioniert natürlich auch die Neen Art nicht. Rafael Rozendaal ist einer von ihnen. Seine Werke? Internetseiten, die jedermann bewundern kann, die aber fest auf den Namen ihres Käufers adressiert sind. Mit 27 Jahren ist Rafael Rozendaal der Jüngste der Neener. Seine künstlerische Laufbahn besteht vor allem aus jahrelangem Surfen im Internet. Miltos Manetas stößt 2001 auf Rafaels Website und findet, dass seine sinnlosen interaktiven Spielereien prima für die Neen-Bewegung geeignet sind. Und Rafael braucht keinen Galeristen, um die Domains seiner Werke für bis zu 10 000 Euro zu verkaufen.

Miltos Manetas, Begründer der Neen-Bewegung, wohnt in einem gehobenen Viertel im Norden Londons. Den Begriff „zeitgenössische Kunst“ lehnt der Grieche ab, da er ihn für überholt hält. Statt mit Öl auf Leinwand zu malen, erklärt er einfach das World Wide Web zu seiner Showbühne. In diesem Werk bedankt sich Miltos Manetas eine Million Mal bei Andy Warhol und gründet ganz nebenbei seine eigene virtuelle Factory. 12 internationale Künstler gehören der Loge der Neen an. Ihr Ziel ist es, Technologie in Poesie zu verwandeln. Das Ergebnis ist oft sehr heiß. Durch Miltos Manetas können alle zu einem Jackson Pollock werden!

Der Architekt Andreas Angelidakis entwirft zum Beispiel Gebäude in virtuellen Welten, wie Second Life. Mit dem Diplom der Mailänder Kunstakademie in der Tasche beginnt Manetas, Bilder von Laptops zu malen. Mit der Namenssuche für seine Computerkunst beauftragt er die Branding-Agentur Lexicon, Erfinder der Marken Pentium und Powerbook, und erhält für 100 000 Dollar das Label "Neen", altgriechisch für “genau jetzt“. Mit seiner Kunst aus dem hier und jetzt landet Manetas 2002 einen großen Coup.

Der Trumpf der Neen Art ist ihre weltweite Präsenz durch das Internet. In Tokio zeigt die Japanerin Mai Ueda den Passanten, was sie unter Neen Art versteht. Die Exfreundin und Muse von Miltos Manetas ist die erste Neen Queen. Die 29-jährige Designerin, Performancekünstlerin und Sängerin verbringt täglich 2 Stunden im Schaufenster dieser Boutique, wo sie ihre Neen-Poesie vorträgt.

Klicken Sie auf die Bilder
1.whatremainsisfuture.com : Angelo Plessas 2.flamingcursor.com : Rafael Rozendaal 3.mirrormouse.com : Rafael Rozendaal
4.jacksonpollock.org : Miltos Manetas 5.thoughtsofafishinthedeepsea.com : Angelo Plessas 6.papertoilet.com : Rafael Rozendaal
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Links
>> Neen.org
>> Die Website von Milton Manetas
>> Thank You Andy Warhol
>> Whitneybiennial.org
>> Neen place against intellectual property and copyright
>> Die Website von Rafael Rozendaal
>> Die Website von Andreas Angelidakis
>> Die Website von Mai Ueda
>> Die Website von Angelo Plessas

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TRACKS
Donnerstag, den 20. Dezember 2007 um 23.40 Uhr
Wiederholung, 26. Dezember um 01.45 Uhr
Redaktion: ARTE France, Program33
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Erstellt: 19-12-07
Letzte Änderung: 19-12-07


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