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Buch- und KrimiWelt

Am 17. März 2011 feiert Siegfried Lenz seinen 85. Geburtstag: ARTE gratuliert mit einem Schwerpunkt. Kommen Sie mit auf Entdeckungstour!

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Am 17. März 2011 feiert Siegfried Lenz seinen 85. Geburtstag: ARTE gratuliert mit einem Schwerpunkt. Kommen Sie mit auf Entdeckungstour!

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28/01/11

Die Jury

Das Beste vom Besten: An jedem letzten Samstag im Monat geben 17 Literaturkritiker und Krimispezialisten aus Deutschland, Österreich und der
Schweiz die Kriminalromane bekannt, die ihnen am besten gefallen haben. Sie halten nach dem literarisch interessanten, thematisch ausgefallenen,
besonderen Kriminalroman Ausschau. Die besten Zehn werden mit Bibliographie und Kurzbeschreibung hier veröffentlicht.


v.l.n.r.: Lore Kleinert, Tobias Gohlis, Thomas Wörtche, Ulrich Noller, Michaela Grom
Ich wurde 1950 in Leipzig geboren und begann kurz nach der Flucht in den Westen zu lesen. Der erste Krimi, der mir in die Hände fiel, war von Rex Stout. Weitere Bildungserlebnisse: „Die toten Augen von London“, „Der Frosch mit der Maske“ und Jerry Cotton. Während meines Germanistikstudiums in Berlin halfen Patricia Highsmith und Friedrich Glauser gegen Prüfungsangst. Nach Erfahrungen als Studienreferendar, Druckereihilfsarbeiter, Chefredakteur einer Arbeitslosenzeitung, Musikalienhändler und Lyriker schlage ich mich als freier Journalist und Literaturkritiker durch, Spezialgebiete sind Reiseliteratur und Kriminalromane.
In der Wochenzeitung DIE ZEIT schreibe ich seit Januar 2001 eine regelmäßige Krimikolumne.


Volker Albers, Jahrgang 1954, mag es spannend seit früher Jugend. Schuld daran ist Jerry Cotton... Schicksal! Nach Literaturwissenschaft- und Psychologiestudium freier Mitarbeiter für Zeitungen, Zeitschriften und Agenturen. Seit vielen Jahren Redakteur beim Hamburger Abendblatt. Herausgeber verschiedener Krimianthologien (u.a. "Tod am Kai", Rowohlt), der „Schwarzen Hefte“ (eine Reihe mit Kurzkrimis aus Hamburger Stadtteilen) sowie von „Kaliber 64“. Mitglied der Jury des Deutschen Krimipreises.


Geboren 1960, München. Lebt in Berg am Starnberger See.
Studium der Germanistik, Philosophie & Geschichte der Naturwissenschaften, Promotion 1990, 1989-91 wissenschaftlicher Angestellter & Lehrbeauftragter an der LMU-München, seitdem im Wechsel freier Autor, Universitätsdozent, Fernsehjournalist & Regisseur
(u.a. ARD-Kulturmagazine; Spiegel-TV, zahlreiche TV-Reportagen).
Seit 2003 Realisator der ARD-Literatursendung „druckfrisch“.
Daneben zahlreiche Hörspiel- & Theaterproduktionen. Diverse nationale & internationale Auszeichnungen. Darunter als einziger Autor zweifacher Gewinner des „Hörspielpreises der Kriegsblinden“


Geboren 1963 in Frankfurt am Main. Studium der Amerikanistik, Anglistik und Germanistik in Mainz und Washington, D.C. Nach einigen Jahren als freier Journalist ab 1998 Kulturredakteur bei „Die Woche“ in Hamburg. Nach deren Einstellung im Jahr 2002 Wechsel in gleicher Funktion und mit den Schwerpunkten Literatur, Buchmarkt, Film zur „SonntagsZeitung“ nach Zürich.
Der erste Kriminalroman, an dessen Lektüre ich mich bewusst erinnere, war „Kaltblütig“ von Truman Capote. Ich hatte ihn im Bücherschrank meiner Eltern gefunden und zu lesen begonnen, weil auf dem Umschlag etwas von einem vierfachen Mord stand. Dass es sich dabei um einen Tatsachenroman handelte, habe ich erst viel später erfahren. Seither bin ich von diesem Genre nie mehr losgekommen und bedaure heute am meisten, dass der Noir-Roman praktisch verschwunden ist.



Geboren 1954, Studium Germanistik, Geschichte, Soziologie (offiziell) und Kino, Kino, Kino (inoffiziell). Dazu serienweise Krimis, die roten Goldmanns, die gelben Ullsteins. In den Achtzigern Arbeit im Münchner Filmmuseum, danach Sachbuchredakteur, schließlich Filmredakteur in der Süddeutschen Zeitung. Starke Vorliebe, vom Kino her, für Hard-boiled-Literatur, als Quelle moderner Poesie.


Geboren 1962 in Heidelberg. Von klein auf ziemlich biblioman. Studium der Germanistik in Heidelberg. Um der Theorie dann auch Praxis beizufügen, Studium an der Musikhochschule Stuttgart. Nach einer Zwischenzeit bei der Sprechergruppe „Textett“, dann Praktikum beim damaligen Süddeutschen Rundfunk. Begeisterung fürs Radiomachen. Als Moderatorin und Redakteurin seither beim SDR, der später zum SWR wurde. Schwerpunktmäßig im Kulturbereich tätig, vor allem: Bücher, häufig und immer häufiger: Krimis. Seit Sommer 2001 einen Grossteil des Jahres in Kairo lebend. Das ist Spannung pur.


Kommissar Maigret und Miss Marple waren die ersten, die mein Interesse auf den Blick hinter die Fassaden von Biederkeit und Ordnung lenkten. Eric Ambler und Nicolas Freeling sorgten dafür, dass die Lust am Krimilesen nicht mehr einschlief, und mein erster Krimitipp galt schließlich Marcia Muller. Nach dem Studium der Geschichte, Politikwissenschaft, Psychologie und Theaterwissenschaft habe ich an verschiedenen Universitäten gelehrt und geforscht und als freie Journalistin gearbeitet. Seit 1986 bin ich Redakteurin bei Radio Bremen, und obwohl auch Theater, Kunst und Kino eine große Rolle spielen, bin ich den Krimis treu geblieben; als Leiterin der Kulturabteilung von Radio Bremen bin ich in der Jury des Radio Bremen-Krimipreises, der seit 2001 während des Bremer Krimifestivals PrimeTimeCrimeTime im September verliehen wird.


Geboren 1960 in Heilbronn. In mir erwachten früh Zweifel, ob die großelterliche Mahnung, harte Arbeit pflastere den Weg zum glücklichen Leben, noch zeitgemäß sei. Die Suche nach unentdeckten Erbtanten im Familienstammbaum blieb erfolglos. Die intensive Durchforstung der Kriminalliteratur nach Modellen risikoloser, gewaltfreier Bereicherung förderte mehr Pannen und Debakel als geglückte Coups zu Tage. In meiner Ratlosigkeit fand ich die Gerüchte über das sorglos unsolide Leben der Journalisten attraktiv. Leider entpuppten sie sich als Anwerbepropaganda. Seit 1989 bin ich Krimikolumnist der Stuttgarter Zeitung.


Jahrgang 1971, wächst auf in Westerstede, Niedersachsen. Studiert Politikwissenschaft und Geschichte in Oldenburg und Münster, arbeitet anschließend als Journalist und Literaturkritiker in Berlin. Vier Jahre als Kulturredakteur bei der taz, dann wieder freiberuflich. Rezensionen für DeutschlandRadio Kultur, FAZ, taz, Tagesspiegel und andere. Schreibt auch Bücher. Mochte schon immer Krimis. Fing an mit Sjöwall/Wahlöö, Kemelman, Boileau/Narcejac, -ky, Huby. (Anfang der Achtziger diese Sammelbände: drei Rowohlt-Thriller zum Preis von einem. A faint cold fear...) Dann Highsmith, Chandler, Ellroy. Liebt Spionage-Thriller, Hard-Boiled, Noir. All-time favourites: Hammett, Ambler. Kann so genannte Regionalkrimis nicht ausstehen. Hasst Kommissare, die Jazz hören.



Trachtenverein, Bergwandern oder Eskapismus – das waren freizeittechnisch die Alternativen, wenn man in den 80er Jahren in Hindelang im Allgäu lebte. Ulrich Noller, geboren 1966, entschied sich für die Weltflucht unter Zuhilfenahme legaler Drogen: Von Simmel über Dürrenmatt und Chandler bis Alistair McLean las er hinterm Ofen alles, was der elterliche Bücherschrank in Form von Readers Digest-Auswahlbänden an Spannungsliteratur so hergab.
Nach einigen beruflichen Irrwegen als Hilfsarbeiter, Bankangestellter, Spüler, Altenpfleger und Abendschüler studierte Noller schließlich Literaturwissenschaft, Philosophie sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Dabei befasste er sich schwerpunktmäßig mit Populärkultur, Unterhaltungsliteratur und Medientheorie. Nebenbei schrieb er für Fanzines und Stadtzeitungen über Filme und Kriminalromane.
Mit seinen beiden Kindern lebt und arbeitet Noller heute als freier Journalist in Köln. Live und in Form von Beiträgen bespricht er Filme und Romane für den WDR, die Deutsche Welle und andere Sender. Bei der Szenezeitschrift „Stadt Revue“ gestaltet er eine Kolumne namens „Schwarzlicht“. Er moderiert Lesungen und Events. Er verfasst Drehbücher und Ratekrimis für Kinder. Und er arbeitet für eine erfolgreiche ARD-Krimiserie als Lektor und Berater.


Geboren 1965 in Bremen. Nach dem Abi habe ich ein Jahr in Frankreich verbracht, dann Studium der Germanistik und mehrerer Nebenfächer in Berlin.
Erste Krimi-Begegnungen hatte ich als präpubertierender Jugendlicher mit Texten aus der roten Krimi-Reihe des Goldmann Verlags und der Rowohlt-Thriller-Reihe, aber auch mit den schmucken Reader’s Digest-Bänden, die sich im Buchschrank der Familie fanden (»Flammendes Inferno«, »Der weiße Hai« und andere Thriller ähnlichen Formats). In den Achtzigern habe ich einen Haufen Krimis in unterschiedlichen Sprachen weggefressen, hauptsächlich zum Fremdsprachentraining, die literarische Entdeckung des Genres erfolgte über den Umweg Kino ein paar Jahre später.
Seit rund zehn Jahren habe ich es beruflich mit dem Thema zu tun - erst als Angestellter einer Krimibuchhandlung, seit Herbst 1999 mit eigenem Krimi-Magazin resp. Archiv im WWW. Publikationen zum Thema auch in anderen Online- und Printmedien. Seit einigen Jahren Mitglied der Jury des Deutschen Krimipreises.


Nach dem Studium Anglistik und Geschichte mit Abschluss M.A. Dokumentarin bei der Katholischen Nachrichtenangentur, dann Feuilletonredakteurin bei der WELT und seit 1984 Redakteurin beim NDR in Hannover. Ich betreue seit zehn Jahren eine eigene wöchentliche Büchersendung, in der auch häufiger auf Krimis hingewiesen wird und sogar ganze Sendungen nur diesem Thema gewidmet sind. Seit meiner Kindheit bin ich begeisterte Krimileserin. Zu den ersten Erfahrungen gehörten Agatha Christie, Dorothy Sayers, Ngaio Marsh, Margery Allingham und alle anderen älteren englischen Autoren. Habe in den letzten Jahren eine Reihe von namhaften Krimi-Autoren auf Lesereisen und bei Veranstaltungen begleitet, darunter Ake Edwardson, Ian Rankin, Val McDermid, P.D. James und Ken Follett.


Geboren in Graz, Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie an der Uni Graz. Dissertation über „Das Erbe der Schwarzen Romantik in der deutschen Décadence - Studien zur Horrorgeschichte um 1900.“
Kulturredakteurin der Kleinen Zeitung (Theater, Bildende Kunst), Präsidialabteilung des Landes Steiermark, Öffentlichkeitsarbeit Museum für Angewandte Kunst, Wien, Chefin vom Dienst Wienerin, Öffentlichkeitsarbeit für die Universität für Bodenkultur Wien, Buchrezensionen für den Standard.
Freizeit: 6 Pferde im eigenen Einstellbetrieb, Hobbyzüchterin, Organisatorin von Pferde-Seminaren für Manager; biologische Exkursionen in "wilde" Teile des Globus - und natürlich Lesen.
An den Kriminalromanen der neueren Zeit interessiert mich vor allem der soziale und kulturelle Kontext, die unterschiedlichen männlichen und weiblichen Perspektiven, die Evolution des Genres, und die Fragen der Ethik - kurzum, dass ein guter Krimi enorm horizonterweiternd sein kann. (Was übrigens auch für Science-Fiction gilt). Ich freue mich, wenn ich erstklassige Texte abseits vom Mainstream entdecke, und davon gibt es genug!



Geboren 1959 in München, aufgewachsen auf dem oberbayerischen Land. Die Mutter meiner Mutter las leidenschaftlich Krimis, doch hielt ich diese Gattung bis nach meinem Studium (Anglistik, Theaterwissenschaft) für unter meiner Würde. Angesteckt zunächst durchs Fernsehen, Tatort vor allem. Dann Einstieg mit den großen britischen Krimiladies, Agatha Christie, Ruth Rendell, PD James. Noch immer ein Faible für den britischen Ton. Seit ich täglich mit der S-Bahn nach Frankfurt zur Arbeit fahre, habe ich stets einen Krimi in der Tasche, immerhin dauert die Fahrt schon dann 30 Minuten, wenn die Bahn mal pünktlich ist.
Nach der Hamburger Journalistenschule 1989 direkt zur Frankfurter Rundschau, dort ein Jahr lang Lokalberichterstattung, dann Redakteurin für regionale Kultur (Theater, Tanz), dann auch überregional als Tanzkritikerin tätig. Seit einigen Jahren regelmäßig kleine Krimikritiken für das Samstags-Magazin der Frankfurter Rundschau. Mitglied der Jury des Deutschen Krimipreises.
Nach der Hamburger Journalistenschule 1989 direkt zur Frankfurter Rundschau, dort ein Jahr lang Lokalberichterstattung. Als Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Rundschau verantwortlich für die Gebiete Tanz und Kriminalliteratur. Mitglied der Jury des Deutschen Krimipreises.
  • Jochen Vogt
    Kleinich, Elder Critic, NRZ, WAZ

Wer noch im Krieg geboren ist und in der Adenauerzeit aufwuchs, kam um den Lieblingsautor des Alten von Rhöndorf nicht herum. Von Edgar Wallace zur Kriminalliteratur brachte mich später, um 1970, der Eilzug Göttingen-Essen: Eine Pendler-Fahrt reichte (damals) für anderthalb Krimis. Meine Lese-Eindrücke habe ich in der Kolumne „Bluternte“ für die gute alte Frankfurter Rundschau und als Krimitips für Radio Bremen, später auch für den „Freitag“ verarbeitet. Nach der Promotion 1968 und dem zügigen Scheitern meiner journalistischen Traumkarriere hatte es mich aber an die Universität verschlagen. Meine germanistischen Fachkollegen davon zu überzeugen, dass der Krimi vor allem LITERATUR sei, etwa mit den Sammelbänden „Der Kriminalroman“(1971/1998) und „MedienMorde“ (2005), - das habe ich inzwischen fast aufgegeben.

Zum „Krimi-Vogt“ hat mich vor langer Zeit ein  Freund und Kollege ernannt, um mich von meinen germanistischen Doppelgängern „Böll-Vogt“, „Erzähl-Vogt“  und „Einführungs-Vogt“ zu unterscheiden. Unter den Spannungs-Autoren ist und bleibt mein Favorit John le Carré (so wie Thomas Mann unter den anderen); meine aktuellen Vorlieben schwanken sehr viel mehr, ungefähr zwischen den Urteilen der Jurykollegen Thomas W. und Tobias G.




Geboren 1966 in Hannover, aufgewachsen in Bremen. Studium der Enthüllungsdisziplinen Philologie, Philosophie und Politologie in Hannover, danach Stipendiat an dem auf semiotische Spurensuche abonnierten Graduiertenkolleg „Theorie der Literatur und Kommunikation“ in Konstanz. Promotion über den Theater-Kriminologen Heiner Müller. 1997 bis 1999 Erlernen weiterer investigativer Strategien an der Journalistenschule Axel Springer. Hernach Lokal-, später Feuilletonredakteur von Berliner Morgenpost und Welt. Ab Februar 2005 Redakteur der „Literarischen Welt“. Seit Mai 2006 Welt-Autor und Krimikolumnist („Mörder und Jäger“). Faible für Krimis aus dem Land, in dem Zitronen & Korruption blühen, zumal für Commissario Montalbano. Ansonsten: je psychopathologischer, desto prächtiger. Literarisch wertvoll muss es dabei gar nicht unbedingt zugehen. Vorfreude auf jeden neuen Thriller von Mo Hayder, Nicci French und Joy Fielding.



Thomas Wörtche, geb. 1954. Krimileser seit dem Studium der Germanistik und Philosophie (in Bochum und Konstanz) - als Antidot zu der damaligen deutschen Gegenwartsliteratur. Kriminalliterarische Schlüsselerlebnisse damals: Hammett, Ambler, Ross Thomas, Chester Himes, die alle auch heute noch Bestand haben. Nach der Promotion mehr oder weniger ins “Krimi-Geschäft” (aber eben nicht nur ...) geschliddert, Kolumnen, Anthologien, Aufsätze, Radio etc. zum Thema in allen möglichen und unmöglichen Blättern und Sendern. Hin und wieder auch ein bißchen Wissenschaft. Von 2000 bis 2007 Hg. der metro Reihe im Unionsverlag.

*DeKrPr = Mitglied der Jury des Deutschen KrimiPreises

Erstellt: 26-08-05
Letzte Änderung: 28-01-11