
- Am Sonntag, 11. April 2010 um 13.00 Uhr

Videoauszug
Der Film
Am Anfang malte Nasty seine Graffiti auf Mauern und Pariser Metrowagen. Damals ging es noch um den Kick, etwas Verbotenes zu tun, den öffentlichen Raum zu nutzen, um Ärgernis hervorzurufen. Erst später wurde das Graffiti zu einer Art Lebensgefühl - ganz nach dem Motto "Ich spraye, also bin ich". Heute teilt sich Nasty ein Atelier mit anderen Künstlern und arbeitet auf Leinwänden und Metroschildern. Er hat sein Hobby zum Beruf gemacht und ist für diverse Zeitschriften und Werbeagenturen tätig, da insbesondere die Werbe- und Designbranche das Graffiti als Stilmittel für sich entdeckt hat, um Produkten ein jugendliches Image zu verleihen.
Bekannt wurde er für seine bunten Farben und seinen kalligraphischen Stil. Wer eine Kostprobe seines Könnens betrachten will, muss nur mit offenen Augen durch die Straßen von Paris gehen. Seine Werke befinden sich an zahlreichen Orten, ebenso wie seine Signaturkürzel, im Graffiti-Jargon "Tags" genannt.
Seine Fertigkeiten hat sich der mittlerweile 34-Jährige selbst angeeignet. Als Jugendlicher ließ er sich von der amerikanischen Fotojournalistin Martha Cooper inspirieren, die mit ihren Bildern in erster Linie die Entwicklung der New Yorker Hip-Hop-Kultur dokumentiert hat. Im Film spricht Nasty über seine Bewunderung für die amerikanischen Streetart-Künstler und den Einfluss des Hip-Hop auf seine Werke.
Auch wenn Nasty mit dem Graffiti sein Geld verdient, bedauert er die zunehmende Kommerzialisierung und Banalisierung der einstigen Subkultur.
Um den Werdegang des Künstlers zu veranschaulichen, filmte ihn die Regisseurin Béatrice Veruhes auf seinen Streifzügen durch die Pariser Metro, auf einem Parkplatz, in seinem Atelier und in der Galerie, die seine Werke ausstellt. In der Sendung kommen neben dem Graffitikünstler Psychoze die Galeristin Hélène Bailly sowie der leidenschaftliche Sammler Alain-Dominique Gallizia zu Wort.
Die Sendung (wieder)sehen
Sie können diese Sendung 7 Tage lang nach ihrer Ausstrahlung auf ARTE+7 sehen!







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