Loris Gréaud ist Grafiker und zugleich Begründer einer Werkstatt für Experimentalfilm und eines eigenen Labels für Elektronische Musik, "Sibilance Production". Darüber hinaus begeistert er sich für Architektur und
Quantenmechanik. Seine kreative Vielfalt führte ihn bereits mit den unterschiedlichsten Themen und Materien zusammen.
Er machte von sich Reden, indem er das Pariser Museum für Gegenwartskunst, das Palais de Tokyo, mit seinen 4.000 Quadratmetern Fläche vereinnahmte, um mit seinen Werken die Sinne des Betrachters einer Bewährungsprobe zu unterziehen und zum Träumen anzuregen: Sein Projekt "Cellar Doors" hüllte die riesige Ausstellungsfläche in fast völlige Finsternis und die Museumsräume wurden mit elektronischen Vibrationssystemen ausgestattet, so wurden die Wände wie von einer unsichtbaren Partitur eines allgegenwärtigen Dirigenten zum Schwingen gebracht. "Es war einmal eine Tür, durch die zuerst die Zukunft
schritt", stand am Beginn der Ausstellung über einem sich öffnenden und schließenden Garagentor. Der Ausstellungsbesucher folgt einem spannungsgeladenen Parcours aus Filmprojektionen, Leuchtröhrenskulpturen,
warmen Luftwirbeln, wabernden Schallwellen oder stroboskopisch erhelltem Halbdunkel.
Gréauds multimediale Installationen, bei denen er häufig Materialien wie Neonröhren oder grafisch gemusterte Boden- und Wandbeläge verwendet, folgen formal gesehen filmischen Abläufen und sind der Orchesteraufführung nachempfunden. "Ich lege wert auf die Feststellung, dass ich auf kein Medium festgelegt bin", erklärt er, "ich finde das Medium muss sich vielmehr den Ideen anpassen."
Gréaud hat sich durch seine poetischen Arbeiten einen Namen gemacht, die auf Bildsprachen der Technologie, der Wissenschaft und der Science-Fiction zurückgreifen.
Zu Wort kommen in der Sendung, neben dem Künstler selbst, der Kritiker und Kunsthistoriker Pascal Rousseau, die Galeristen Yvon Lambert & Olivier Belot sowie Harry Bellet, Journalist von der französischen Tageszeitung "Le Monde".
Links
- Website der Ausstellung "Cellar Door", A taste of Illusion
- Website er Galerie Yvon Lambert, Paris







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