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Berlinale 2012 - 12/02/12

Jake hat gesagt #2

Aus dem fast offiziellen Berlinale-Tagebuch des Jake Gyllenhaal


Bei unserem ersten Auftritt als Jurymitglieder gestern Morgen hatten wir erst mal gar nichts zu sagen. Wir waren ganz und gar den Fotografen ausgeliefert, mussten lächeln, in die Kamera schauen, uns verbiegen... Wir sahen nur noch Fotografen, Kameras... und in der ersten Reihe eine kleine, alte Frau. Gut, dass sie ein Stativ dabei hatte, an dem sie sich festhalten konnte... und eine Tasche, die sie hinter sich herzog, wie einen Zwergpudel, der beim Fall der Mauer ums Leben gekommen ist. Dieter hat dann erklärt, dass diese Frau Erika Rabau sei, die legendäre Fotografin der Berlinale, fester Bestandteil des Festivals. Man nennt sie wohl auch den "Puck von Berlin", wie den Puck beim Eishockey... Die Deutschen sind manchmal schon ein bisschen seltsam.



Nach einer Pause im Ritz, dem Hotel für die Jurymitglieder, kam dann der Aufmarsch der strahlenden Gesichter, alle waren glücklich und zufrieden und liebten sich ("Bis jetzt noch", wie Mike Leigh, unser lieber Jurypräsident anmerkte). Endlich wurde er ausgerollt, der rote Teppich für die offizielle Vorführung des Eröffnungsfilms Leb wohl meine Königin! von Benoît Jacquot.

Zum Glück ist es uns Jurymitgliedern verboten, während des Festivals unsere Meinung zu den Filmen zu sagen. Das kommt uns ganz gelegen... Dieter hatte uns eine ganze Reihe sehr schöner französischer Schauspielerinnen versprochen... und damit sollte er Recht behalten, das alte Schlitzohr.


Erstellt: 09-02-12
Letzte Änderung: 12-02-12