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Landträume

Entdecken Sie Gärten zum Träumen: geschaffen von Individualisten, geprägt durch die Regionen Europas.

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Landträume

Entdecken Sie Gärten zum Träumen: geschaffen von Individualisten, geprägt durch die Regionen Europas.

Landträume

10/05/12

Im Programm

Jeweils samstags um 17.00 Uhr


Die Reihe "Landträume" porträtiert Gartenliebhaber in den schönsten Regionen Europas, die mit ihren fantasievollen Kreationen nicht nur etwas geschaffen haben, was das Auge erfreut, sondern auch Inseln der Ruhe, die zum Verweilen einladen.

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Am 12.05.12 - Andalusien

Das Klima des Biosphärenreservats in der Gebirgsregion Alpujarra südlich der Sierra Nevada ist geprägt von heißen, trockenen Sommern und kalten Wintern. Über 2.000 Pflanzenarten haben sich diesem extremen Klima angepasst. Umgeben von einem imposanten Panorama befindet sich ein botanisches Kleinod.

Die Briten Robert King und William Read haben vor einigen Jahren ihrer Heimat den Rücken gekehrt, um in über 1.200 Metern Höhe ihren Lebenstraum zu verwirklichen. Die Anlage der Briten besteht aus mehreren Bereichen. Der dem Wohnhaus nächstgelegene ist von maurischen Gartentraditionen inspiriert und streng geometrisch. Je weiter man sich vom Haus entfernt, desto fantasiereicher wird es. Robert und William haben dazu nicht nur Pflanzen aus den andalusischen Bergen gesammelt, sondern auch zahlreiche Blumen aus Großbritannien eingeführt.

Südwestlich der Alpujarra liegt die Region Axarquía. Auf ihren sonnenverwöhnten Hügeln werden seit Jahrhunderten Mandeln, Oliven und Trauben, im tropischeren Klima der Küste auch Mangos und Zitrusfrüchte angebaut. Inmitten dieser Kulturlandschaft leben Antonio und Antonia Vida Pérez. Fast ein ganzes Leben hat das Ehepaar auf diesem Fleckchen Erde verbracht. Ein klares gärtnerisches Konzept verfolgen die beiden nicht. Sie pflanzen an, was gerade zur Hand ist oder sich für die heimische Küche eignet: Salate, Zierpflanzen, Kakteen, Gemüse.

In Granada thront die Alhambra, Meisterwerk maurischer Baukunst, erhaben über der historischen Altstadt. Bis heute ist sie weitgehend erhalten. Versteckt hinter Eisentüren und hohen Mauern liegen die Carmenes - die berühmten, von maurischen Traditionen inspirierten Stadtgärten. Nur wenige Besucher bekommen sie je zu Gesicht. Concha Campuzzano ist stolze Besitzerin eines solchen Gartens. Nach dem harten Winter muss die Gartenbesitzerin mehrere Blumen ersetzen. Große Veränderungen sind allerdings nicht erlaubt. Die Carmenes sind nämlich denkmalgeschützt. Wie alle arabisch-islamischen Gärten sollen sie das himmlische Paradies auf Erden widerspiegeln. Das Quadrat repräsentiert dabei das Leben oder die Materie, der Kreis den Himmel. Und was alle Carmenes eint: ihre Lage gegenüber der Alhambra.

Im Naturpark Cabo de Gata-Níjar verwandelt sich die vormals bunte Vegetation der einzigen Halbwüste Europas in eine karge, rot-braune Landschaft, wenn der lange andalusische Sommer beginnt. Am Rande des Parks liegt das Dorf Níjar. Hier betreibt der gebürtige Österreicher Toni Brugger eine Gärtnerei. Toni gilt weit über die Region hinaus als Experte für Pflanzen aus Trockengebieten. In seiner Gärtnerei finden sich Hunderte von exotischen Sukkulenten und Kakteenarten aus allen Teilen der Welt. Toni arrangiert seine Pflanzen auch zu künstlerischen Miniatur-Gärten. Seine Leidenschaft für Wüstenpflanzen will Toni Brugger nun mit einem Lebenswerk krönen. Unterhalb seiner Gärtnerei errichtet der 60-Jährige einen Erlebnisgarten mit Pflanzen aus den schönsten Trockenzonen der Welt. Ein Projekt, mit dem Toni seine Philosophie eines "idealen Gartens" umsetzen will.

Einige Kilometer westlich, nahe der Costa Tropical, steht die Casa de los Bates - ein im 19. Jahrhundert von Zuckerbaronen errichtetes Anwesen. Klinikbesitzer Julio Rodriguez hat es gemeinsam mit seinen Brüdern gekauft. Der Hobbygärtner sieht sich als Bewahrer einer alten Gartentradition. Julios Grünanlage besteht aus zwei Teilen. Der höher gelegene ist ein romantischer Garten aus dem 19. Jahrhundert mit einem verwunschenen, träumerischen Charakter. Der untere Teil ist von maurischen Gartentraditionen inspiriert, mit einem Wasserbecken als zentralem Element. Darin eingebettet ist ein botanischer Garten mit Pflanzen aus allen Teilen der Welt. Ein beeindruckendes Zeugnis kolonialer Gartentraditionen.

Erstellt: 22-12-11
Letzte Änderung: 10-05-12


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