>> Mittwoch, 29. Juni 2005 um 19 UhrIm Garten Eden Costa Ricas - Der Corcovado Nationalpark
Dokumentation, Deutschland 2005, ZDF, Erstausstrahlung, 43 Min.
Regie: Thomas Radler
16:9
Die Dokumentation führt in eines der artenreichsten Ökosysteme Mittelamerikas: den Corcovado Nationalpark im Südosten Costa Ricas. Vor 20 Jahren war er akut bedroht, doch heute ist das Paradies beinahe wiederhergestellt. Heute leben hier mehr als eine Million Tier- und Pflanzenarten. Die Filmemacher begleiten den führenden Wissenschaftler für Jaguare, Professor Eduardo Carillo, auf den Spuren der Großkatzen und begegnen den letzten Gegenspielern der Natur: den Goldschürfern.
Die Dokumentation führt zu einem der letzten Paradiese der Erde im Südosten Costa Ricas: in den Corcovado Nationalpark. Hier gelang das scheinbar Aussichtlose: Klein-Amazonien, das artenreichste Ökosystem Mittelamerikas auf der Halbinsel Osa, eroberte sich sein längst verloren geglaubtes Terrain zurück. Vor 20 Jahren sah alles noch ganz anders aus. Die Natur war akut bedroht, von den Heeren der Holz- und Goldindustrie genauso wie von den Bananenplantagen der United Fruit Company. Aber Umweltaktivisten, Wissenschaftler und fallende Weltmarktpreise für Bananen machten das vermeintlich Unmögliche möglich: Die Zentralregierung in San José ließ sich von der Notwendigkeit überzeugen, Corcovado als Nationalpark zu schützen. Und mit der ureigenen Kraft der tropischen Natur ist das entlegene Paradies heute beinahe wiederhergestellt. Aufgrund seiner Lage am Übergang zwischen zwei Kontinenten leben mehr als eine Million Tier- und Pflanzenarten in Corcovado. Ein letztes Paradies mit hunderten von Reptilien, Vögeln und Insekten. Selbst Raubkatzen sind hier in freier Wildbahn unterwegs. Die Dokumentation begleitet den führenden Jaguarwissenschaftler Lateinamerikas, Professor Eduardo Carillo, bei der Arbeit an seinem neuesten Forschungsprojekt. Überall im Nationalpark folgt er den Spuren der Großkatzen und montiert digitale Kamerasysteme, um die Wanderungsbewegungen der Jaguare besser zu verstehen. Aber noch ist auch in Corcovado nicht alles ausgestanden. Versprengte Glücksritter hausen bis heute in einfachen Hütten am Rande des Nationalparks. Sie träumen von großen Goldfunden, einer besseren Zukunft und vom großen Entdecker Christopher Kolumbus. Der erreichte auf der Suche nach der sagenumwobenen Goldstadt "El Dorado" im Jahre 1502 die Atlantikküste und gab dem Land seinen Namen: Costa Rica - reiche Küste. Aber statt des erhofften Goldes fanden die Spanier eine überwältigende Vegetation - einen Garten Eden in der neuen Welt. Die verbliebenen Goldschürfer sind die letzten Gegenspieler der Natur in Corcovado. Verbote aber reichen nicht aus: Es müssen Lösungsansätze gefunden werden, um auch ihnen eine Zukunft zu bieten. Eine mögliche Antwort wäre ein ökologisch verträglicher sanfter Tourismus, beispielhaft gelebt von Don Concho Amayo. Der ehemalige Goldsucher lebt mit seiner 15-köpfigen Großfamilie am nördlichen Rand des Nationalparks. Dort lädt er seit vielen Jahren Besucher zu sich nach Hause ein. "Poor Man's Paradise" haben die Amayos ihre Lodge getauft und sie wissen, was ihre Gäste bei ihnen suchen und worin Corcovados eigentlicher Reichtum besteht. Es ist die wiederhergestellte Natur, die es zu bewahren gilt, in einem der letzten Paradiese Mittelamerikas.






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