Russland:Eine Extrem-Rallye, die es so noch nie gab: ein Rennen quer durch ganz Russland - von Murmansk bis Wladiwostok in nur 14 Tagen. Die 12.000-Kilometer-Strecke führt vom hohen russischen Norden über den Ural und das Eis des Baikalsees nach Wladiwostok am Pazifischen Ozean - sieben Zeitzonen vom Startpunkt entfernt Auch ein Deutscher ist dabei: Jewgenij Rudy aus Stuttgart. Zu Hause fährt er LKW, in der Rallye startet der 28-Jährige als Fahrer und Chefmechaniker eines Moskauer Teams. Den Siegern winkt ein stattlicher Preis: 10 Kilogramm reines Gold. Doch der Weg dahin ist beschwerlich: eine Reise ins Unbekannte - voller Überraschungen, Gefühlsachterbahnen und Pannen. Eine Reportage unter härtesten Bedingungen.
Österreich: Robert Schlief ist Bäckermeister in Wien. Vor 2 Jahren verlor er nach einem schweren Autounfall seinen linken Arm und seinen linken Unterschenkel. Dennoch kann er seinen Beruf weiter ausüben. Jeden Tag rührt er in der Backstube den Teig und dekoriert Torten. Das ist möglich, weil er ganz spezielle Hand- und Armprothesen hat, die mit Sensoren ausgestattet sind und seine minimalen Bewegungen 'spüren' können. Die Firma Otto Bock entwickelt solche High-Tech-Gliedmaßen. Es ist wie ein Wunder: mit Hilfe dieser Prothesen können auch beinamputierte Menschen wieder joggen.
Deutschland:Leyla kam vor einem Jahr mit einem Touristenvisum aus der Türkei nach Deutschland. Sie lebt und arbeitet hier – illegal. Leyla ist eine von schätzungsweise einer Million Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere in Deutschland. Die Angst entdeckt und abgeschoben zu werden, ist beim Leben in der Illegalität ein ständiger Begleiter. So versucht Leyla ständig nicht aufzufallen – ob auf dem Markt, in der Bahn oder bei den Nachbarn. Ihre größte Sorge ist es, krank zu werden und dadurch aufzufliegen.
Schweiz:Lukas Hendri und Mara Secci teilen eine Leidenschaft: Skifahren. Normalerweise nichts besonderes, aber in ihrem Fall ist das ungewöhnlich, denn beide können nicht sehen. Lukas erblindete als Erwachsener, Mara bereits als Kind. Die Piste, die Kurven und die Hindernisse müssen sie erspüren. Ein spezieller Blinden-Skilehrer gibt ihnen die nötigen Kommandos, die per Funk auf kleine Kopfhörer übertragen werden. Der Skilehrer wechselt häufig, damit die Blinden selbständig bleiben und nicht von einem Skilehrer abhängig werden. Denn das ist genau das, was die blinden Skifahrer auf der Piste erleben wollen: Freiheit und Unabhängigkeit. Ein Gefühl, das ihnen im Alltag meist fehlt.
Blindensportverband PLUSPORTDie Blindenskischule Frutigen aus unserem Beitrag ist auch dort zu finden: www.plusport.ch/deutsch/service/schneesport.pdf