
(in englischer Sprache)
- „Losing the Race: Selfsabotage in Black America“
John McWorther
Harper Perennial 2001
- „All about the Beat: Why Hip-Hop Can't Save Black America“
John McWorther
Gotham 2008

Wie keinem anderen Präsidentschaftskandidaten gelingt es ihm so, die Balance zwischen Sympathie-Kundgebung und angemessener Distanz zur Hip-Hop-Szene zu halten. Damit hat er eine Wählergruppe im Visier, die als nur schwer erreichbar gilt: junge Afroamerikaner. Ihnen fehlte bisher ein Idol, das wie Obama ihren politischen Idealen entspricht.
Obama hat die freie Wahl bei Unterstützern aus der Musikbranche
Der renommierte afroamerikanische Schriftsteller John McWorther bezweifelte bis vor kurzem noch, dass Obamas Annäherungen an die Hip-Hop-Gemeinde etwas in der Politik bewirken könnten. Bevor der Hype um den schwarzen Politiker begann, hat McWorther sein Buch „All about the Beat: Why Hip-Hop Can't Save Black America“ (Alles liegt im Beat: Warum Hip-Hop das schwarze Amerika nicht retten kann) veröffentlicht. Beliebt hat er sich dadurch in der Szene nicht gemacht, besonders, seitdem Obama vom liberalen Magazin „American Prospect“ zum „Hip-Hop-Kandidaten“ gekürt wurde. Inzwischen scheint McWorther umzuschwenken, denn er gilt nun als Unterstützer Obamas. Was ihn umgestimmt hat, ist die Fähigkeit des demokratischen Kandidaten, junge schwarze Wähler für Politik begeistern zu können.Barack Obama hat die freie Wahl bei den Unterstützern aus der Musikbranche. Auch Stevie Wonder, Will Smith und Usher setzen sich für ihn ein. Sein republikanischer Kontrahent John McCain hat hingegen Schwierigkeiten, international bekannte Künstler zu finden, deren Musik er auf Wahlkampfveranstaltungen spielen darf. So erlaubte US-Sänger Tom Petty es nicht, dass McCain seinen Song „I Won’t Back Down“ spielt.
Währenddessen inspirierte Obamas Wahlkampfslogan „Yes We Can“ Black Eyed Peas-Star Will.I.Am zu einem gleichnamigen Lied. Bis zuletzt ist es Obama gelungen, mit dieser Kampagne an Ansehen zu gewinnen und auch diejenigen potenziellen Wähler zu begeistern, die sich nicht mit der Hip-Hop-Szene identifizieren können. Am 4. November wird sich zeigen, ob Obama mit seiner Strategie erfolgreich sein wird.







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