Videoausschnitt
Der Film
HeHe steht zwischen Kunst, Design und Alltagsintervention: Das Künstlerduo HeHe befasst sich mit Phänomenen aus dem täglichen Leben, mit banalen Gebrauchsgegenständen, verstärkt, vergrößert oder reduziert sie. Bei ihren Aktionen improvisieren HeHe mit ständig neuen Objekten - vom Motor bis zum Bügeleisen. Im Kontext der Kunst erfährt jeder Alltagsgegenstand eine symbolische Aufladung.
Das Duo macht sogenanntes kritisches Design, das auf einen gesellschaftlichen Kontext abzielt und sich in keine künstlerische Disziplin einordnen lässt. Ähnlich wie die Nouveaux Réalistes, die Dadaisten oder die Situationisten streben auch HeHe danach, die Grenzen zwischen Kunst und Leben zu sprengen.
HeHe befasste sich so zum Beispiel mit Themen wie Umweltverschmutzung, dem Green-Washing der Autoindustrie oder neuen Sicherheitstechnologien, in denen sich auch unbewusst unsere Ängste vor Katastrophen aller Art spiegeln.
Eines ihrer Projekte war die "Grüne Wolke". Im Februar 2008 hatten die Künstler per Hochleistungslaser eine grüne Wolke auf die Dampffahne des Kohlekraftwerks Salmisaan in Helsinki projiziert. Die Lichtinstallation veränderte sich mit dem Strombedarf der Anwohner: Je weniger Energie verbraucht wurde, desto größer war die grüne Wolke. HeHe versucht weniger anzuprangern, als die kritische Aufmerksamkeit des Publikums zu wecken, um es zum Nachdenken zu bringen.
Die heutige Ausgabe von "Künstler hautnah" zeigt HeHe während ihrer Zeit als Artists in Residence im Pariser Musée des Arts et Métiers bei ihrer Arbeit am Konzept "Kleine Katastrophen" und stellt die neuesten Projekte "China Syndrome" und "Toy Parade" vor.
- Sie kommen zu Wort:
• Jens Hauser, Kurator
• Joss Auzende, Programmverantwortliche im Pariser Zentrum für Digitalkunst "Gaîté lyrique".
>> WIEDERHOLUNG DER SENDUNG VOM 13. MARZ 2011






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