Eines Tages bekommt Hammett unerwarteten Besuch von Jimmy Ryan, seinem alten Mentor aus Pinkerton-Zeiten. Dieser bittet den Kriminalschriftsteller, ihm bei der Suche nach einer chinesischen Prostituierten namens Crystal Ling zu helfen. In der Stadt kennt sich Hammett sehr gut aus, ist sie doch die Recherchequelle seiner Geschichten. Also lässt er sich überreden, mit Ryan in die düsteren, verschlungenen Gassen der Metropole einzutauchen, auf den Spuren des asiatischen Mädchens. Sie beginnen ihre Suche im Stadtviertel Chinatown, wo Ryan plötzlich verschwindet. Hammett recherchiert auf eigene Faust weiter und macht sich damit sowohl bei der örtlichen Polizei als auch bei dem einflussreichen Bordellbesitzer Fong unbeliebt. Als Crystal plötzlich bei ihm in der Wohnung auftaucht und sich noch dazu der Fotograf Salt in die Angelegenheit einmischt, geraten die Dinge außer Kontrolle. Ehe sich Hammett versieht, steckt er mitten in einem großen Fall, bei dem es um Machtgier und Erpressung geht. Dabei entpuppen sich auch vermeintliche Freunde als Feinde.
Drehbuch nach dem Roman von Joe Gores
Der deutsche Regisseur Wim Wenders gab mit "Hammett" seinen Hollywood-Einstand. Der Film entstand in den Jahren 1978 bis 1982. Grundlage für die fiktive Geschichte war das Leben des bedeutenden US-Schriftstellers Samuel Dashiell Hammett, der mit seinen hard-boiled novels den Film Noir wesentlich beeinflusst und auch die Vorlagen zu zahlreichen Filmklassikern geliefert hat.
Francis Ford Coppola war ausführender Produzent des Films und hatte Wenders nach Hollywood geholt und mit diesem Film beauftragt. Die vielversprechende Zusammenarbeit erwies sich als äußerst schwierig und nervenaufreibend. Während der langen Entstehungszeit des Films mischte sich Coppola immer wieder ein: Das Drehbuch musste mehrmals geändert und große Teile nach- und neugedreht werden. Letztendlich fanden nur 30 Prozent des von Wenders gefilmten Materials Eingang in die Endversion des Films. Die Erlebnisse der strapaziösen Zusammenarbeit fanden bedeutsamen Eingang in den von Wenders parallel gefertigten Film "Der Stand der Dinge".
Trotz der Produktionsschwierigkeiten, aufgrund derer der Film zum finanziellen Fiasko wurde, ist "Hammett" ein stilvoll gefertigter Film, treffsicher in Schauspiel, Bildsprache und Atmosphäre, der im Jahr 1982 in Cannes im Wettbewerb um die Goldene Palme Premiere hatte. Der Film ist eine Reflexion über die Eigenschaften und die Bedeutung der faszinierenden Vorbilder der "Schwarzen Serie" und ist als Wenders' Hommage an die frühen Werke des Film Noir zu verstehen.






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