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16/06/11

HBBTV

Der Standard für hybrides Fernsehen




Fernseher werden internetfähig. Das nennt man vernetztes Fernsehen (Connected TV).
Das heißt nicht, dass der Fernseher jetzt ein Computer wird, sondern dass die Vernetzung des Fernsehers mit dem Internet dazu dient, zusätzliche Informationen und Programme direkt auf dem TV-Bildschirm anzuschauen. Die ersten Fernseher mit Internetfunktion wurden bereits vor einigen Jahren auf den Markt gebracht, wobei jeder Hersteller eine eigene Plattform betrieb, die nicht mit anderen Herstellern kompatibel war. Daher wurde in Europa eine Initiative der Fernsehsender gegründet, um einen Standard zu entwickeln und zu gewährleisten, dass die Internetdienste der Fernsehsender auf allen kompatiblen Fernsehern genutzt werden können. Dieser Standard nennt sich HbbTV und steht für „Hybrid Broadband Broadcasted TV“.

HbbTV könnte auch langfristig den jetzigen Teletext ersetzen.
Der Vorteil von HbbTV gegenüber Videotext ist, dass mit HbbTV nicht nur Bilder, sondern auch Videos übertragen werden können. Diese Videos können innerhalb von sieben Tagen beim HbbTV-Dienst von ARTE, genannt „ARTE+7“, angesehen werden. Sie können jederzeit abgerufen werden, man kann auf Pause drücken und später weiterschauen. Zwar stehen nicht alle Programme zur Verfügung, doch gibt es eine Auswahl an Programmen wie Dokumentar- und Fernsehfilme. Es wird noch eine Weile dauern, bis HbbTV die Reichweite von Teletext erzielen wird. Bis dahin werden beide Technologien nebeneinander existieren.

Erstellt: Wed Jun 15 00:00:00 CEST 2011
Letzte Änderung: Thu Jun 16 10:13:27 CEST 2011