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Indie-Games - 17/10/11

Gruppenzocken im Indiekeller

Die Reportage (wieder)sehen

Tschüß Hightechgrafiken und X-Box-Einsamkeit! Bei Babycastles Arcade in New York holt man sich beim Spielen schon mal einen Holzsplitter im Daddeldaumen.

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Syed Salahuddin und Kunal Gupta hatten keine Lust alleine zu Hause vor dem Rechner zu verschimmeln. Deshalb haben sie einfach ihre eigene Indiespielhalle aufgemacht. Im Keller ihres Club- und Wohnprojekts in Queens zimmerten sie vor zwei Jahren mit befreundeten New Yorker Künstlern ihre ersten eigenen  Spielekonsolen zusammen und beauftragten DIY-Spielentwickler, hier ihre Pixel purzeln zu lassen. Statt langweiliger Fußballmanager und Autorennen geht’s dann da um Schizos, Götter oder Schlampen.

 

Syed Salahuddin, Babycastles-Gründer:

„Für Babycastles Events suchen wir nach guten Spielen, die von kleinen Teams programmiert werden. Den Begriff „Indie“ sehen wir eher locker, genau wie in der Indiemusikszene. Wenn ein Spiel kommerziell erfolgreich ist, heißt das für uns nicht, dass wir es hier nicht zeigen können. Uns geht es um die Idee des Spiels. Das, was dahinter steckt.“

 

In ihren Spielen rast man nicht in Hochglanzkarren durch die Straßen, sondern als nackter Psychopath, der sich für einen Rennwagen hält. Oder man fightet als Darwin im Himmel gegen den Typ mit dem Rauschebart. Für ihre Spielekonsolen wird recycelt, was New Yorker Büros so hergeben – aber immer mit hoher DIY-Ethik, denn: was einmal bemalt wurde, bleibt so, anderer Leute Arbeit übertünchen liegt den Babycastles-Machern fern. Mittlerweile touren sie mit ihren Sperrmüllarkadenautomaten und Selfmade-Spielen durch die New Yorker Indieclubs und Underground Galerien. Und haben sich in einer Lagerhalle am East River breitgemacht. Ihre Mission: beim Zocken das Gruppenerlebnis zu beschwören.

 

Syed Salahuddin, Babycastles-Gründer:

„Das Coole an diesen Spielen, die man zusammen spielt ist, dass man sich dadurch näher kommt. Es geht um die Erfahrung, nur ein paar Zentimeter neben einem Fremden zu stehen und gemeinsam zu spielen. Dass man durch ein Computerspiel so eine Nähe aufbauen kann, ist schon ziemlich cool.“

 

Babycastles-Parties sind Indieclub, Kunsthappening und Game Convention in einem. Und fühlen sich an wie früher der Computerspielabend im Schlafanzug mit den besten Kumpels. Nur, dass man heute länger aufbleiben darf. Tracks hat sich das nicht zweimal sagen lassen.

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Dienstag 18. Oktober 2011 um 05.00 Uhr
Keine Wiederholungen
(Deutschland, 2011, 52mn)
BR

Erstellt: Thu Sep 29 12:00:00 CEST 2011
Letzte Änderung: Mon Oct 17 14:57:36 CEST 2011