In Griechenland hat kaum einer Verständnis für die Aufregung in Europa für den Pleitekandidaten, denn ihre Krise spüren die Griechen selbst nicht. Sie haben Geld, denn das Haushaltsdefizit ist exakt so hoch, wie die Griechen ihre Steuern hinterziehen. Nach Schätzungen sind das 30 Milliarden Euro. Warum sollte man an einen Staat zahlen, der seit Jahren bekannt ist für seine Skandale und Korruption, so die allgemeine Überzeugung. Hinzukommt, dass die offiziellen Gehälter der Beamten - immerhin fast ein Viertel der griechischen Berufstätigen - niedrig sind. Viele bessern ihr Gehalt also über Korruption und Zweitjobs auf und das eben schwarz.
N. Daiber, W. Charaf und S. Keßler berichten vom Fuße der Akropolis über einen Grundschullehrer, der nur mit einem Zweitjob über die Runden kommt.






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