KurzSchluss
"KurzSchluss - Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt - und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.
KurzSchluss
"KurzSchluss - Das Magazin" zeigt die neuesten Kurzfilme aus aller Welt - und wirft einen Blick hinter die Kulissen: mit Porträts, Drehberichten, aktuellen Festival- und Filmtipps und vielen spannenden Interviews.

Immer seltener bietet das Kino ein Forum für den Kurzfilm. Damit er trotzdem den Weg zum Publikum findet, ist Kreativität gefragt. Wenn es um originelle Ideen geht, außerhalb der entsprechenden Festivals mit dem Kurzfilm auch denjenigen zu erreichen, der für gewöhnlich nicht mit diesem Format vertraut ist, muss man die Produktionen in den Alltag integrieren, sprich: an Orten präsentieren, die auf den ersten Blick vielleicht außergewöhnlich erscheinen, die aber andererseits ideal geeignet sind, um obigen Zweck zu erfüllen.
Interfilm Berlin und das Berliner Fenster präsentieren mit "Going Underground" das weltweit erste Filmfestival in der U-Bahn. Und man fragt sich, warum nicht zuvor jemand auf diese Idee gekommen ist: Von den zahlreichen Wettbewerbsbeiträgen junger Filmemacher wurden 14 Produktionen aus sieben Ländern ausgewählt und in den Linien 6, 7, 8 und 9 der Berliner U-Bahn den Fahrgästen vorgestellt - allesamt sogenannte "Ultra Shorts" mit einer maximalen Länge von 90 Sekunden. Vier Filme waren täglich zu sehen und konnten dabei die "Traumquote"
von einer Million Zuschauern erreichen. Per Handy oder Internet bestand für die Fahrgäste die Möglichkeit, für einen Favoriten abzustimmen. Während unter den Teilnehmern der Abstimmung ein BVG Jahresabo verlost wurde, winkten den drei erfolgreichsten Filmemachern Prämien von 1500, 1000 und 500 Euro. Der "Going Underground Award" für den besten "Ultra Short" wurde im Anschluss an das Festival in der Akademie der Künste vergeben.
Das Berliner Fenster, eine Tochter der BVG, die zum Geschäftsbereich der PAB (Plakat- und Außenwerbung GmbH Berlin) gehört, ging in den Berliner U-Bahnen (mit jeweils vier Doppelmonitoren pro Wagen) am 19.07.2000 auf Sendung. Auf der Homepage heisst es:„Unser Ziel ist es, die U-Bahn mit einem modernen flächendeckenden Sendesystem auszustatten, welches Aktuelles, Unterhaltsames und Informatives zeigt. Außerdem werden wichtige Fahrgastinformationen gesendet.“
![]() Western (Gabor Homolya, Hongrie 1989) |
![]() Das hungrige Brötchen (Jürgen Haas, Allemagne 1999) |
![]() Caged birds can not fly (Luis Briceno, France 2000) |
![]() Mein Wille geschehe (J. Bromm, A. Hiller, P. Orgassa, S. Witt, Allemagne 2001) |
![]() The glubber (Marco Carminati, Italie 2001) |
![]() Bird in the wire (Phillip Donnellon, Australie 1999) |
![]() Tricks (Andrew Horne, Australie 2001) |
![]() Covered with chocolate (Ansger Ahlers, Allemagne 2001) |
![]() Falthy (Alexander Hahn, Autriche 1999) |
![]() Schauen Sie auf das kleine Vögelchen (Anna Kalus, Allemagne 1999) |
![]() Nietzsche Pops (Ben Hillman, USA 1993) |
![]() Look out (Ido Vaginsky, Israel 2001) |
![]() Fahrgemeinschaft (Angelika Perdelwitz, Allemagne 2001) |
![]() Les baisers (Kram & Plof, France 1997) |
Was ist interfilm?
Durch die Konfrontation mit den weltweiten Aktivitäten im Bereich Kurzfilm soll die regionale Produktivität bereichert und gefördert werden. interfilm ist also eine ideale Anlaufstelle für Kurzfilmer und solche, die es werden wollen.
Hier gibt es Gelegenheit, sich über die neusten Trends zu informieren, mit den Veranstaltern des jährlich stattfindenden interfilm-Festivals zu sprechen und seine Projekte mit anderen Kurzfilmproduzenten und der Filmboard zu diskutieren.
interfilm berlin umfasst Festival, Agentur und Contentvermittlung im Bereich Kurzfilm, einer außerordentlich innovativen Kunstform. Besonders Kurzspielfilme und (computergenerierte) Animationen präsentiert und vermarktet interfilm vor Ort und in aller Welt. Mit seinen Dienstleistungen und Veranstaltungen bildet interfilm berlin ein ganzjähriges Forum für Filme, Filmemacher und (Fach-) Publikum und steht dabei für institutionelle Unabhängigkeit sowie die im langjährigen Engagement erworbene Fachkompetenz.
Das Festival
Der jährliche Höhepunkt ist das nichtkommerzielle Internationale Kurzfilmfestival. Mit seinen Wettbewerben, Themenreihen, Länderschwerpunkten und wechselnden Specials bietet es einen Überblick über das internationale Kurzfilmschaffen sowie Einblicke in neue Entwicklungen und Tendenzen:
Großes Gefühlskino ist hier ebenso präsent wie ungezügelte Experimentierfreude, augenzwinkernde Kinderfilme haben ihren festen Platz neben kritischen Dokumentationen und thematischen Länderspecials. Seminare, Parties und Festivalcafé bilden den kommunikativen Rahmen, der interfilm zur internationalen Schnittstelle für Kontakte und Trends in Berlin werden läßt.
Die Agentur
Seit zwei Jahren aktiv, bildet der kommerzielle Zweig von interfilm berlin ein Forum des jungen, urbanen Kurzfilms.
Ziel ist es, über das Festival hinaus eine Plattform der internationalen Kurzfilmszene zu schaffen und weitere Möglichkeiten anzubieten, den Kurzfilm als innovative Kunstform durchzusetzen.
Im Katalog 2002 präsentiert interfilm berlin mit 250 neuen und älteren Filmen ein breites Spektrum kurzer Werke, die von politisch bis bizarr, von heiter bis tragisch, einen Einblick in die Produktion der letzten Jahren ermöglichen.
Das interfilm-Archiv von über 8.000 Kurzfilmen ist die Basis des Verleihs.
Es wird dank der Festivaleinreichungen jährlich um ca. 2.500 Kurzfilme erweitert.
Die Filme des Archivs sind vermittel- und lizensierbar.
Erstellt: 05-05-04
Letzte Änderung: 24-06-02