Synopsis: Mit 8 Jahren stirbt der kleine Adam bei einem Autounfall. Weil die Eltern (Rebecca Romijn-Stamos/ Greg Kinnear) den Tod ihres Kindes nicht verwinden können, wenden sie sich an den dubiosen Reproduktionsmediziner Dr. Wells (Robert der Niro). Er klont ihnen einen neuen Sohn. Bis der künstliche Adam 8 Jahre alt ist, sind seine Eltern glücklich und zufrieden, doch dann zeigt das sich immer mehr abschottende Kind ängstigende Verhaltensauffälligkeiten – Adam plagen schlimme Alpträume und Visionen. Der Papa betreibt Ursachenforschung und entdeckt Schreckliches …
Anders als in „Cape Fear“, wo De Niro überzeugend einen von unstillbarem Hass getriebenen Underdog auf Rachetour gab, verbreitet De Niro in „Godsend“ als allmächtiger Repro-Wissenschaftler nur begrenzten Schrecken, denn der muss in diesem Film viele pseudowissenschaftliche, teils ins leicht Lächerliche abrutschenden Erklärungen zum Thema Gentransfer und In-Vitro-Fertilisation“ leisten. Für diese Zeilen ist natürlich in erster Linie der Drehbuchautor bzw. die ihn anleitende Produktionsfirma verantwortlich. Sie und die finanzierenden Filmfonds haben mit „Godsend“ eine Genre-Mix aus Thriller, Suspense, Horror und Drama in Auftrag gegeben, in dem allerlei Versatzstücke aus erfolgreichen Filmen zum Thema ‚Klonen’ („Artificial Intelligence/SpielbergI) und unheimliche Kinder („The Sixth Sense“) zum Teil umgeklont und neu gemixt wurden.
Was die effekthascherischen Gruseleffekte betrifft, kommt der Zuschauer auf die Kosten, auf einen erfrischenden Erzählansatz oder ein originelles Ende hingegen wartet er vergeblich. Ausgeklammert wird auch eine moralische Debatte über Sinn und Unsinn des Klonens, denn die schrecklichen Folgen menschlicher Allmachtsphantasien bekommt der Zuschauer im zweiten Teil der Geschichte schließlich selbst zu Gesicht.
Martin Rosefeldt
Regie: Nick Hamm
Drehbuch: Mark Bomback
Darsteller: Robert De Niro Greg Kinnear, Rebecca Romijn-Stamos
USA, Kanada, 2004, 122’






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