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06.06.2008 - 22.25 / 07.06.08 - 03.00 : Tracks - 02/09/08

Gesellschaftskritik

Schluss mit Glanz und Glamour – weg mit oberflächlichen Sounds –Pop macht wieder Politik! - Engagierte Musiker machen Ernst! Bush sei Dank! US-Künstler tragen ihren Protest von der Straße auf die Bühne. Der American Way of Life wird von staatlicher Kontrolle und dem Patriot Act bestimmt.

Unser Bonus-Video (windows media)

R.E.M. wollten keine politische Band sein, bis sie genug hatten von der Politik ihres Präsidenten! Sie gingen auf Tour um dessen Wiederwahl zu verhindern - das Motto: ‚Vote for Change’.
Auch Anti-Flag haben sich Protest auf die Fahne geschrieben. Punk trifft Politik –es geht nicht um Popularität und Plattenverkäufe: Die Veganer fordern mehr Freiheit und Demokratie – für Mensch und Tier.
Der amerikanische Lebensstil hat nicht nur für R.E.M. und Anti-Flag seinen Glanz verloren. Auch Serj Tankian sieht, dass das Land seine freiheitlichen Grundgedanken begräbt. Der Sänger von System of A Down fürchtet einen Verlust der Privatsphäre. Seinen Protest beschränkt er nicht auf Texte: Mit Axis of Justice startete er ein Projekt, das nicht nur gegen die Politik des Weißen Haus protestiert…Es ist eine Stiftung, die durch Konzerte und andere Aktivitäten Geld sammelt. Das spenden wir für Obdachlosenunterkünfte, Essensausgaben, Katrastophenhilfe und so was.

Politik auf der Bühne der Popkultur: In Amerika wurde der Protestsong als Sproß der Ehe aus Pop und Politik geboren. Woody Guthrie hinterfragt das politisch-soziale Klima der USA mit Gitarre – und gründet einen neuen Musik-Stil. In seinen Fußstapfen: Folk-Poet Bob Dylan. Patti Smith verbindet Politik mit Rock, ihre Songs erhalten revolutionäre Kraft. In den 70ern wandert Polit-Pop Richtung England.
Die Sex Pistols oder Punkbands wie The Clash entstehen und erschaffen die Subkultur des Punk. Sie greifen das britische Establishment durch zornigen Punkrock an. Breite Massen werden mit solch kritischen Klängen selten erreicht.

Der Support von Politikern durch Promis ist ‚in’. Black Eyed Peas-Sänger Will.I.Am macht Barack Obamas Wahlkampf-Slogan zum Song... Politik ist Pop - Pop ist Politik. Barack Obama präsentiert seine Pläne des politischen Wandels in einer gefälligen Pop-Hülle – und wird als Rockstar gefeiert. Dabei steht Hillary Clinton ebenso für einen Politik-Wechsel wie John McCain. Den Pop-Appeal von Obama haben sie nicht.


Politik und Protest vereinen sich in den Songs von Billy Bragg: Der Engländer macht – ungestört der Launen des Musikbusiness – Songs in bester Folk-Tradition. Grundlage dafür: Die Liebe zur Heimat. Wenn Musiker Verantwortung übernehmen, eröffnet Musik Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Verbesserung –das ist zumindest der Anspruch von Billy Bragg.

Billy Bragg: "Ich versuche, die Leute so inspiriert zu entlassen, dass sie sich engagieren. Ich kenne ihre Lebensumstände nicht, aber ich weiß, dass das, was wir im Saal machen, gut ist. Und wir fühlen uns gut. Aber was wir tun, wenn wir den Saal verlassen haben, das ist entscheidend. Ich will dem Publikum vermitteln, dass sie - wenn sie die Ideen der Lieder teilen - darüber nachdenken, wenn sie in ihr normales Leben zurückgehen."

Die Umarmung von Pop und Politik wird fester und die Musiker wollen noch so manches schaffen, dennoch: einiges haben die Amerikaner schon erreicht. Die USA wählen – Pop-Musik nimmt Einfluss…
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Links

>> "Vote for change"-Tour
>> "Axis of Justice" von Serj Tankian
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TRACKS
Freitag, den 06. Juni 2008 um 22.25 Uhr
Wiederholung am 07. Juni 2008 um 03.00 Uhr
Redaktion: MME
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Erstellt: 02-09-08
Letzte Änderung: 02-09-08