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Kino auf ARTE - 28/06/12

Fritz the Cat

Zeichentrick, USA 1971, ARTE F
Regie: Ralph Bakshi; Buch: Ralph Bakshi; Kamera: Ted Bemiller, Gene Borghi; Schnitt: Renn Reynolds; Musik: Ed Bogas, Ray Shanklin; Produzent: Steve Krantz; Produktion: Steve Krantz Productions, Cinemation Industries
Mit: Skip Hinnant - (Fritz the Cat), Rosetta LeNoire, John McCurry, Phil Seuling

Kater Fritz, Prototyp des weißen amerikanischen Jungintellektuellen, ist in New York auf dem Weg zur "Selbstfindung". Er macht bizarre Erfahrungen mit seinen mehr oder weniger untauglichen Versuchen, bestehende Herrschaftsordnungen durch Zügellosigkeit, Drogen und Pseudoideologien aus den Angeln zu heben.



Kater Fritz, Prototyp des weißen amerikanischen Jungintellektuellen, ist in New York auf dem Weg zur "Selbstfindung". Auf der Suche nach einer sexuellen Befriedigung, schleppt er im Park mit seinen Freunden vier junge Mädchen ab. Während er diese einen nach der anderen im Bad auszieht, sind seine Freunde voller Aufregung.
Als die Polizei vor der Tür auftaucht, schießt Kater Fritz mit einer Waffe der Polizisten ins Klo, das daraufhin zu einer riesigen Fontäne wird. In dieser Situation gelingt es Fritz, zu fliehen und sich in einer Synagoge zu verstecken. Die Polizisten dringen jedoch dort ein und es kommt zu einem großen Durcheinander.
Aber ein weiteres Mal gelingt es Fritz, zu entkommen. Auf dem Weg zu sich selbst beschließt Fritz, all seine Schulbücher zu verbrennen und setzt gleichzeitig auch noch die gesamte Schule in Brand. Bei seinem Wunsch, das Leben so intensiv wie möglich zu genießen, zettelt er einen gewalttätigen Aufruhr gegen die Autoritäten an, ohne wirklich den Grund dafür zu kennen.
Dann schließt sich Fritz für kurze Zeit den "Hells Angels" an, einer gefährlichen Motorradgruppe, die ihn dazu überredet mit ihnen ein Kraftwerk in die Luft zu jagen. Als Fritz merkt, dass die Aggressivität der Gruppe keinen Nutzen bringen wird, ist es schon fast zu spät - er wird bei dem Attentat schwer verletzt und findet sich im Krankenhaus wieder. Doch auch dort sind seine Fantasien und Bedürfnisse stets anwesend.

Drehbuch nach den Comic Strips von Robert Crumb
Ralph Bakshis Animationsfilm ist eine zeitkritisch gesellschaftspolitische Bestandsaufnahme, eine frech-fröhliche Karikatur des amerikanischen Alptraums, in der die New Yorker Underground-Szene schonungslos durch den Kakao gezogen wird. Mit dem ersten Zeichentrickfilm für Erwachsene "Yellow Submarine" (1968) und den darauffolgenden "Fritz the Cat", "Starker Verkehr" (1973) und "Herr der Ringe" (1978) durchbrach Bakshi, Sohn jüdischer Einwanderer aus Russland, erfolgreich das Diktat Walt Disneys und revolutionierte das Genre von innen heraus. Der "film-dienst" lobte "Fritz the Cat" als "eine sarkastisch-alptraumhafte Orgie von Farbe, oft überragender gestalterischer Schönheit, militanter Poesie und - nicht zuletzt - großartiger humoristischer Einfälle." "Fritz the Cat" ist der erste Animationsfilm der in den USA mit einem X - also nur für Erwachsene - bewertet wurde.

Fritz the Cat
Freitag 20. Juli 2012 um 03.35 Uhr
Keine Wiederholungen
(Usa, 1971, 75mn)
ARTE F

Erstellt: 28-06-12
Letzte Änderung: 28-06-12