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Raphaël Enthoven empfängt Pascal Chabot - 13/03/12

Fortschritt - Pascal Chabot ist zu Gast bei Raphaël Enthoven in "Philosophie"

Jeden Sonntag lädt ARTE zum Philosophieren ein. Der Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven zieht eine Linie von der Vergangenheit zur Gegenwart und verbindet die vermeintlich trockene Literatur der großen Philosophen mit aktuellem Zeitgeschehen. Jede Woche zu einem neuen Thema. Heute: Fortschritt

Die Technik perfektioniert sich bekanntlich fortlaufend, aber wie sieht es bei Kunst und Philosophie aus? Schwer zu sagen, ob die monochromen Farbflächen von Rothko einen Fortschritt gegenüber den Höhlenmalereien von Lascaux darstellen, oder ob sich das philosophische Denken von Platons bis heute verbessert hat.
Lässt sich der Fortschritt überhaupt denken, ohne dem Denken einen Fortschritt zuzugestehen? Was bedeutet das zunehmende Auseinanderdriften von technischem und moralischem Fortschritt? Mit diesen und anderen Fragen setzt sich der französische Philosoph Pascal Chabot auseinander, der heute bei Raphaël Enthoven zu Gast ist.

Gast der Sendung:


Pascal Chabot, Jahrgang 1973, studierte Philosophie an der Sorbonne-Paris I und der Freien Universität Brüssel. Seine Dissertation handelt vom französischen Philosophen Gilbert Simondon (1924-1989). Von 1997 bis 2004 war Chabot für den französischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung tätig. Er ist Autor mehrerer Bücher und zahlreicher Artikel über zeitgenössische Philosophie, Ethik, Ästhetik und Literatur.
Derzeit arbeitet Chabot an einem Buch über die Choreographin Michèle Noiret, der er seit 2006 als künstlerischer Berater zur Seite steht, sowie an einem Roman. Parallel dazu dreht er mit dem französischen Filmemacher François Lagarde einen Film über Gilbert Simondon.
Zu seinen Veröffentlichungen zählen "La philosophie de Simondon" (Vrin, 2003), "Après le progrès" (PUF, 2008) und "Les sept stades de la philosophie" (PUF, 2011).

Bibliografie


Après le progrès
Chabot Pascal
Broché: 128 pages
Editeur : Presses Universitaires de France - PUF (15 octobre 2008)
Collection : Travaux pratiques
Langue : Français
ISBN-10: 2130570410

La tyrannie du Progrès, machine à engendrer des croyants puis des désespérés, a été maintes fois dénoncée comme une utopie néfaste (voire catastrophique), et c'est tant mieux. Mais dénoncer le Progrès ne doit pas nous entraîner vers une bien-pensance hypocrite qui nous verrait condamner a priori des progrès enregistrés dans tous les domaines techniques, quand l'homme des temps contemporains en jouit chaque jour. A partir d'une approche philosophique serrée (Francis Bacon, Henri Bergson, Gilbert Simondon...), l'auteur montre que le progrès est proprement vide de sens et qu'il ne tient qu'à l'humanité de le charger de valeur, c'est-à-dire à chaque individu de s'en constituer une conscience propre : tel est l'exigence avancée ici par l'auteur, qui l'illustre par la perception singulière qu'en ont restitué certains auteurs de fiction (Defoe, Baudelaire, Rimbaud, Reverdy...).



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Samstag 25. Mai 2013 um 05.05 Uhr
Keine Wiederholungen
(Frankreich, 2011, 26mn)
ARTE F

Erstellt: 29-06-09
Letzte Änderung: 13-03-12